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Die Gabe der Liebe Liebesroman von Macomber, Debbie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
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Die Gabe der Liebe

Michael ist überwältigt. Ein Jahr ist es her, dass er seine große Liebe Hannah verloren hat - ein Jahr voller Trauer. Jetzt hält er ihren letzten Brief in den Händen. Und doch kann er nicht tun, was sie sich von ihm wünscht. Er soll sich neu verlieben, heiraten und das Glück finden, das die Krankheit ihm genommen hat. Nur widerstrebend tut er Hannah den Gefallen, sich wenigstens einmal mit den Frauen zu treffen, die sie für ihn ausgesucht hat. Aber ist vielleicht genau das seine Chance für einen ersten Schritt zurück ins Leben? "Niemand schreibt weibliche Charaktere so wunderbar wie Debbie Macomber. Ich bin mir sicher, selbst Gott hat sie um Rat gefragt, als er Eva schuf." Bookbrowser Reviews Regelmäßig finden sich die Werke dieser beliebten Autorin auf der Bestsellerliste der New York Times. Im Laufe ihrer beispiellosen Karriere hat Debbie Macomber über 100 Romane verfasst, die weltweit eine Fangemeinde haben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768836
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Blossom Street 7
    Originaltitel: Hannah's List (Blossom-Street #7)
    Größe: 2106 kBytes
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Die Gabe der Liebe

1. Kapitel

Ich bin kein sentimentaler Typ. Früher habe ich immer wieder mal den Muttertag vergessen und einmal, als ich noch mit Hannah zusammen gewesen war, sogar den Valentinstag. Glücklicherweise hatte sie mir mein Versäumnis nicht allzu übel genommen und auch nicht daraus abgeleitet, wie viel oder wenig ich für sie empfand. Auch was Jahrestage und Geburtstage angeht, bin ich ein hoffnungsloser Fall. Vermutlich würde ich sogar Weihnachten vergessen, wenn da nicht der allgemeine Trubel wäre. Nein, ich bin keineswegs egozentrisch ... Nun ja, vielleicht doch, aber sind wir das nicht alle irgendwie?

In meinen Augen ist es lächerlich, Menschen mit Aufmerksamkeit zu überhäufen, nur weil sie Geburtstag haben oder im Kalender irgendein Feiertag steht, den sich irgendwann mal irgendwer ausgedacht hat. Wenn man jemanden liebt, muss man ihm diese Liebe jeden Tag zeigen. Warum soll man auf einen bestimmten Termin warten, um seiner Frau Blumen zu schenken? Taten sagen viel mehr als Worte, vor allem wenn es Taten der Liebe sind - Dinge, die man ohne besonderen Grund tut, einfach nur, weil man es will. Weil es einem wichtig ist. Weil der betreffende Mensch einem wichtig ist.

Das hat Hannah mich gelehrt. Hannah. An einem achten Mai habe ich sie verloren, meine schöne, gerade mal achtunddreißig Jahre alte Frau. Auch ein ganzes Jahr nach ihrem Tod konnte ich nicht an sie denken, ohne von tiefem Schmerz überfallen zu werden.

Ein Jahr. Dreihundertfünfundsechzig einsame Tage und leere Nächte.

Ein paar Tage nach ihrem Tod hatte ich an ihrem ausgehobenen Grab gestanden und zugesehen, wie ihr Sarg hinabgelassen wurde. Ich hatte die erste Schaufel voll Erde hinterhergeworfen. Das Geräusch werde ich nie vergessen, diesen hohlen Klang, als die Erde auf das glänzende Holz des Sarges prallte.

Auch ein Jahr später noch verging keine Stunde, in der ich mich nicht an Hannah erinnerte. Und das war schon ein bedeutender Fortschritt, denn in den ersten Monaten nach ihrem Tod war es mir nicht gelungen, sie länger als eine Minute aus meinen Gedanken zu verbannen. Alles, was ich sah oder hörte, erinnerte mich an Hannah.

Zu sagen, ich hätte sie geliebt, reicht nicht, um meine Gefühle für sie auszudrücken. Sie hat mich in jeder Hinsicht vollständig gemacht. Ohne sie war meine Welt trist und öde, grau in grau. Es gibt Tausende von passenden Attributen, und sie könnten trotzdem nicht einmal annähernd beschreiben, wie leer ich mich fühlte, seit sie nicht mehr bei mir war.

Ständig redete ich mit ihr. Wahrscheinlich sollte ich das niemandem erzählen, aber seitdem sie mich ein letztes Mal angelächelt hatte, bevor sie endgültig die Augen schloss, hatten wir ein einseitiges Gespräch miteinander geführt.

Und nun saß ich hier, ein Jahr später, und tat so, als hätte ich Spaß an einem Baseballspiel der Seattle Mariners, während ich in Wirklichkeit nur an meine Frau denken konnte. An meine Frau, die seit einem Jahr tot war.

Ritchie, Hannahs Bruder und mein bester Freund, hatte mich zu dem Spiel eingeladen und mir die Karte für den Logenplatz geschenkt. Klar, ich weiß, warum er das getan hat. Mir ist nur allzu klar, dass mein Schwager mich nicht eingeladen hat, weil er mich irrtümlich für einen eingefleischten Baseballfan hält. Er wusste natürlich genau, welcher Tag sich jährte.

Auch wenn ich, wie gesagt, nicht zu Sentimentalitäten neige, aber diesen einen Tag kann ich nicht vergessen.

Als Arzt, genauer gesagt als Kinderarzt, ist mir der Tod vertraut. Ich bin ihm schon viel zu oft begegnet, und keine dieser Begegnungen ist leicht, gerade wenn es Kinder betrifft. Und selbst wenn das Ende wie bei Hannah friedlich und heiter verläuft, fühle ich mich betrogen und wie ein Verlierer.

Als Teenager war ich selbst sportlich aktiv. Im Herbst habe ich Football gespielt, im Winter Basketball und im Frühjahr Baseball. Im Sommer habe ich als Rettungsschwimmer gearbeitet. S

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