text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die geölte Jungfrau von Stade, Ferdinand von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2012
  • Verlag: Club der Sinne
eBook (PDF)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die geölte Jungfrau

'Diese Jungfrau hat aus meiner Muskete eine Kanone gemacht.' - 'Und Ihr aus meiner Grotte eine Klangschale.' Die 12 Mini-Kurzgeschichten treffen ins Schwarze und bleiben dennoch fantasievoll. Erinnerungen an Madame Musch lassen alte Gefühle an einen ehemaligen Freund aufsteigen und dies am Tag vor der Hochzeit. Mit einem kräftigen Schluck aus der Pulle wird eine eigensinnige Pennerin zur Königin der Nacht und in Die geölte Jungfrau zeigt sich eine raffinierte Nonne noch listiger als ein verschlagener Trödler. Geschichten, auf das Wesentliche konzentriert, lesen sich bis das Badewasser eingelassen ist oder der Rotwein geatmet hat. Kurz und erfrischend anders.

Geboren in den frühen 60igern, studierte von Stade sein Leben lang die Menschen und das Leben. Unzählige Begegnungen mit ihren Geschichten oder Fantasien zu diesen Geschichten inspirierten ihn immer wieder zum Schreiben. Seine Romane und Kurzgeschichten, die er zum Teil auch unter Pseudonym herausgegeben hat, haben überraschende Verbreitung gefunden. Bekannt wurde Ferdinand von Stade durch seine erotischen Erzählungen. Seinem Motto 'Lust ist Liebe zum Leben?' treu, lebt er heute mit seiner Frau und Freundin zurückgezogen im Seitenflügel eines kleinen Schlosses. Über seine adlige Herkunft schweigt er ebenso, wie über Details zu seiner Person. Keine Interviews, aber eine ständig aktualisierte Website, die über sein Schaffen berichtet, finden Sie unter ferdinand-von-stade.de Im Club der Sinne: 'Maßlos mollig' 'Vollmondvögeln' 'Venusschlund' 'Lady Maskulina' 'Lehrjahre eines Lüstlings' 'Bück dich, Chefin!' 'In Fesseln' 'Lady Apache' 'Die Lolita-Falle' 'Nymphenschoß - lustvoll und grausam' 'Ich bin keine Hure!' 'Die keltische Sklavin' 'Die geölte Jungfrau' 'Gabrieles Lippen' 'Unterwerfung des Harems' 'Sei unkeusch!' 'Lobbyluder' 'Studentin - jung und käuflich' 'Mit dem Arsch auf der Motorhaube'

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 86
    Erscheinungsdatum: 15.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955279479
    Verlag: Club der Sinne
    Größe: 567 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die geölte Jungfrau

Dämonenopfer

"AiyaHai! AiyaHai!"

Ein wilder Trommelrhythmus peitschte das Blut in den Adern auf und ging direkt über den Bauch in den Unterleib. Der Schrei einer Frau drang an mein Ohr. Sie war unbekleidet, und man band sie gerade mit gespreizten Beinen auf eine Art Altar. Ihre dunkelbraune Haut glänzte im Feuerschein.

Seit ich vor mehr als neun Vollmonden mit einigen Planken der "HMS King George" hier an das Eiland gespült wurde, hatte ich keine Menschenseele gesehen. Nicht einmal eine Fußspur im Sand oder eine Hütte im Palmenwald. Trotzdem erkundete ich präzise die Insel, wanderte an zwei Tagen mittendurch und an drei außen herum, bis ich schließlich auf diese seltsamen Steinskulpturen stieß. Grauer behauener Vulkanstein stellte große Köpfe dar, die im Kreis von etwa fünfzig Metern angeordnet waren. In der Mitte stand eine Art Podest oder Altar. Hölzerne Haken wiesen darauf hin, dass hier zuweilen etwas festgebunden wurde. Um die Kultstätte herum erstreckte sich dichter Urwald. So dicht, dass ich diesen Ort nur durch Zufall entdeckte.

Die Statuen mochten uralt sein, aber die hellweißen Muscheln, die man ihnen als Augen drapiert hatten, waren das sicherlich nicht. Es kamen also Menschen auf diese Insel - wilde Menschen.

Die Trommeln hallten schwer durch den Dschungel, schienen von jedem Baum, jedem Ast und jedem Blatt zurückgeworfen und verstärkt zu werden. Ein bohrendes Gefühl im Bauch mahnte zur Flucht. Das neugierige Kribbeln im Kopf verlangte näher heranzuschleichen.

"AiyaHai! AiyaHai!"

Selbst in unseren aufgeklärten Zeiten von 1763 wurde in diesen entfernten Winkeln unserer runden Erde von Menschenfressern berichtet, von Blutopfern und Schädelkulten. Aber der Gedanke, dass hier eine unschuldige Frau gemartert würde, ließ mich nicht los. Ich musste zur Kultstätte schleichen, obwohl schon die ersten Sterne am Firmament erschienen.

Wie Schatten, mit geheimnisvollen weißen Mustern bemalt, tanzten die Wilden um mehrere Feuer, die um den Altar herum brannten. Vor demselben zuckte in heftigen Krämpfen seiner Lenden eine Art Medizinmann, dessen Kopf mit prächtigen Paradiesvogelfedern geschmückt war. Er packte die Oberschenkel des Opfers am Becken und zog sie an sich heran. Im Rhythmus der Trommeln zelebrierte er den Akt der Geschlechter, drang jedoch nicht in die Frau ein. Mir schien das ein Fruchtbarkeitsritual zu sein, denn die anderen Stammesmitglieder schnappten sich in diesem Augenblick einen Partner und rieben die Unterleiber aneinander.

"Och, och, och ..."

Die Tänzer stöhnten im Schlag ihrer Herzen, nur das Opfer schrie zwischendurch panisch auf.

Seit fast einem Jahr hatte ich mich nicht mehr an den Reizen einer Frau erfreut, und nun musste ich sehen, wie wenige Meter vor mir die strammen Schwänze der Wilden wuchsen und feuchte Vulvas im Feuerschein glänzten. Die Männlichkeit in meiner Hose drängte sich gegen die nachlässige Schnürung meines Gürtels. Wollüstige Leiber, runde Brüste, muskulöse Arme und knackige Pos tanzten ekstatisch, zum Teil wie in Trance.

Da sprang eine kleine Frau mit langen schwarzen Haaren einem stämmigen Wilden direkt auf den tanzenden Schoß. Mit einem heftigen Schrei der Lust ließ sie ihn dabei eindringen. Sofort klammerten sich ihre Schenkel um seine Hüfte, um nicht abgeworfen zu werden.

Andere wälzten sich auf dem Boden; Hauptsache, es geschah im Rhythmus der Trommeln.

Später, als die Letzten sich verausgabt und ihr Lustopfer dargebracht hatten, trat langsam Ruhe auf dem Kultplatz ein. Man schlief, wo man gerade lag. Nur das gefesselte Opfer wimmerte ängstlich.

Mit einem Ständer, wie er mich seit Jugendjahren nicht mehr geziert hatte, als ich heimlich den wenig geschnürten Waschfrauen auf die Brüste spähte, verzog ich mich nach hinten. Nach einem kurzen tiefen Schlaf, der mir voll von wilder nackter Haut schien, schlich

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen