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Die Geliebte - Eleonoras geheime Nächte Roman von Bilotti, Sara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Geliebte - Eleonoras geheime Nächte

Zwei Männer, so unterschiedlich wie Tag und Nacht, und eine folgenschwere Entscheidung ... Die sonnige Toskana hat Eleonoras Leben schöner gemacht. Hier hat sie ein Zuhause gefunden, und seit sie bei Emanuele wohnt, empfindet sie zum ersten Mal ein Gefühl von Zughörigkeit. Doch als sie hört, dass er ihr Vertrauen missbraucht haben soll, zerbricht das fragile Glück, und Eleonora flieht sich in Alessandros Arme, den sie im Grunde ihres Herzens nie vergessen hat. Irgendwann wird ihr klar, dass der Moment gekommen ist, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, so schmerzhaft sie auch sein mag. Der Moment, sich endlich zu entscheiden ... Sarah Bilotti wurde 1971 in Neapel geboren, wo sie auch heute noch lebt. Sie hat klassischen Tanz studiert und arbeitet heute als Lehrerin und Autorin. Die Begehrte, Die Verführte und Die Geliebte sind ihre ersten Romane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 19.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641186906
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Il perdono (03)
    Größe: 485kBytes
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Die Geliebte - Eleonoras geheime Nächte

1

"Wie denken Sie darüber, dass die Unterhaltungsindustrie uns heutzutage eher zerstreut als zum Denken anregt?"

Die raue Stimme der Journalistin, die aus den Lautsprechern des Plasmafernsehers drang, verlieh ihren Worten zusätzlich Gewicht. Dennoch wirkte sie blass und unbedeutend neben Alessandro, der mit seinem Charisma nicht nur das ganze Fernsehstudio einnahm, sondern auch den Bildschirm und Eleonoras Wohnzimmer.

In Großaufnahme waren seine ebenmäßigen Gesichtszüge zu sehen, und da er schwieg, zoomte ihn die Kamera noch näher heran, bis nur noch die Augen und die erstaunt hochgezogenen Augenbrauen im Bild waren. Eleonora wusste, dass niemand außer ihr Alessandros Verärgerung mitbekommen würde, weil nur sie ihn so gut kannte. Sein Verhalten und die Mimik bedeuteten, dass ihm die Frage nicht gefallen hatte. Dass er sie snobistisch und anbiedernd fand.

"Unterhaltung hat im Grunde nur einen Zweck, nämlich den Menschen ein paar angenehme Momente zu verschaffen", antwortete Alessandro schließlich, und sein Blick wurde sanft. Offenbar war er zum Schluss gekommen, dass die Journalistin nichts für die banalen Fragen konnte, die ihr ein Redakteur in den Mund gelegt hatte, und er sie deshalb nicht angehen durfte. "Die Unbeschwertheit und die Erholung, die damit einhergehen, helfen beim Nachdenken. Kinodrehbücher zu schreiben ist alles andere als einfach. Um die Zuschauer zu erreichen, muss man dafür sorgen, dass sie kurz innehalten, sich entspannen und lachen. Dann, wirklich erst dann, kann man das eine oder andere Signal aussenden."

Die Journalistin hatte nichts von dem verstanden, was er da gesagt hatte, das war offenkundig. Dennoch nickte sie heftig und lächelte, als hätte sie gerade im Lotto gewonnen. Sie war zierlich und attraktiv, mit einer gewissen Ausstrahlung.

Eleonora wusste nur zu gut, wie Alessandro auf sein Gegenüber wirkte, allerdings wusste sie ebenfalls, dass die Journalistin keine Chance bei ihm hatte. Alessandro suchte sich stets Frauen aus, die seinen Beschützerinstinkt weckten. Eine zierliche Figur reichte da nicht.

"Dann wäre es also falsch, Existences zu den Unterhaltungsfilmen zu zählen?"

Diesmal nickte Alessandro, und im Gegensatz zur Journalistin tat er es mit Überzeugung.

" Existences ist eine italienisch-britische Koproduktion, wodurch der Film die Möglichkeiten einer Fusion unterschiedlicher Kulturen ausschöpft. Er ist unterhaltsam, weil er humorvoll ist und die Zuschauer berührt. Zugleich wirft er zahlreiche Fragen auf über den Sinn dieser Jahre. Ich weiß nicht, was die Jugendlichen im nächsten Jahrhundert in den Geschichtsbüchern lesen werden, für Zeitzeugen ist es immer schwierig zu beurteilen, was sie gerade erleben. Aber eines steht für mich fest: Der Individualismus der Achtzigerjahre hat wahre Unmenschen hervorgebracht, und es hat gut zwanzig Jahre gedauert, um das Wertesystem wiederherzustellen. Die Menschheit ist nicht untergegangen, sie hat sich nur in übergroßen Egos und undurchdringlichen Spiegelkabinetten verirrt. Wir alle sind inzwischen darum bemüht, eine neue gemeinsame Identität zu schaffen. Davon handelt der Film, der die Geschichte einer britischen Familie erzählt, die auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter nach Rom zieht. Die Kunstmalerin, die Italien zu ihrer Wahlheimat gemacht hat, ist plötzlich spurlos verschwunden."

"Apropos, lassen Sie uns über die weibliche Hauptfigur Melanie sprechen, übrigens hervorragend verkörpert von Barbara Connors. Melanie findet Zuflucht im Schloss von Davide, der von Ihnen dargestellt wird, um sich selbst zu verwirklichen. Gelingt es ihr denn am Ende?"

Erneut eine hochgezogene Braue, gefolgt von einem entwaffnenden Lächeln.

"Melanie geht ja genau den umgekehrten Weg wie die anderen Figuren, die sich von ihrem Egoismus befreien wollen. Sie dagegen spürt, dass sie ihre Identität verloren hat, und sucht diese in D

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