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Die Glücksträumerin Roman von Conrad, Stella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Glücksträumerin

Charmant, turbulent und herzerwärmend komisch: Der Feelgood-Roman "Die Glücksträumerin" von Stella Conrad jetzt als eBook bei dotbooks. Maren und Harald Behringer genießen das Leben in vollen Zügen: Das Eigenheim ist abbezahlt, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus - doch mit der wohlverdienten Ruhe und Entspannung ist es schnell vorbei, als Harald einen Unfall hat und der Ernährer der Familie erst einmal für Monate flach liegt. Auf einmal muss sich Maren um alles kümmern: Charmant und unkonventionell packt sie die Probleme bei den Hörnern! Wenn da nicht die Kinder und der ach so leidende Mann wären, die die frischgebackene Familienunternehmerin manchmal leicht in den Wahnsinn treiben ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Die Glücksträumerin", ein Roman mit viel Herz und Humor von Stella Conrad. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Stella Conrad, 1960 in Recklinghausen geboren, lebt an der Nordseeküste. Nach zehnjähriger Tätigkeit als Köchin (wobei sie backstage sogar Stars wie Tina Turner, Joe Cocker, Depeche Mode, Herbert Grönemeyer und Die Toten Hosen bekochte) arbeitete sie als Veranstalterin, Pressebetreuerin und in einer Schauspielagentur, bevor sie sich dem geschriebenen Wort zuwandte. Bei dotbooks erschienen bereits Stella Conrads Romane 'Die Küchenfee', 'Die Tortenkönigin', 'Blindflug' und 'Der Feind an meinem Tisch' und 'Geständnisse einer Fernsehköchin'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 456
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955205478
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 684 kBytes
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Die Glücksträumerin

KAPITEL 2

Maren

Es war bereits deutlich nach Mitternacht, als ich endlich die Haustür hinter den Orthmanns schließen konnte. Ich hatte Kopfschmerzen, wie stets nach einem Abend mit Brigitte, die mit jedem Glas Wein immer noch einen Gang höher schaltete, was ihr sinnloses Gequatsche anging.

Die Abende mit den Orthmanns liefen immer gleich ab: Während sich die Herren wie in amerikanischen Filmen aus den Sechzigerjahren nach dem Dessert mit Zigarren und Cognac zurückzuziehen pflegten, durfte ich an Brigittes Gesprächsthemen Interesse heucheln: welcher Starfriseur gerade angesagt war, welcher Chirurg Sharon Stone wohl zu ihrem fantastischen Aussehen verhalf, welchen Designer man in dieser Saison tragen musste, und wie man damit umgehen sollte, dass im Golfclub neuerdings auch Leute zugelassen waren, die sich offensichtlich keine fünf Urlaube pro Jahr leisten konnten. Traditionell gipfelte bei Brigitte alles spätestens nach der dritten Flasche Wein in weinerlicher Sentimentalität.

So auch diesmal. Die Tränen waren reichlich geflossen, und sie hatte geschluchzt: "Nicht, dass du mich missverstehst, Maren – ich liebe Michael. Aber ich habe ihm meine Karriere geopfert. Ich hätte ein großer Star werden können."

Diesen Monolog konnte ich mittlerweile mitbeten, so oft hatte ich ihn schon gehört. Großer Gott, war diese Frau langweilig.

Aber ich hatte, wie immer, die Zähne zusammengebissen und ihr versichert, dass Deutschlands Bühnen und die große Kinoleinwand einen unersetzlichen Verlust erlitten hatten, bei ihrem Aussehen und ihrem Talent ...

Währenddessen hatte ich innerlich die Minuten gezählt, bis es endlich, endlich vorbei sein würde.

"Maren? Trinken wir noch ein Glas Wein zusammen?" Harald stand im Durchgang zum Wohnzimmer und hielt eine angebrochene Weinflasche hoch, die Brigitte nicht mehr geschafft hatte. "Oder möchtest du irgendetwas anderes, Liebling?"

Ich ging auf ihn zu und seufzte. "Um ehrlich zu sein, am liebsten eine Kopfschmerztablette."

Harald lachte und nahm mich in den Arm. "Mein armer Liebling. So schlimm?" Er küsste mich auf die Stirn. "Setz dich doch schon mal aufs Sofa, ich hole dir eine Tablette." Er ging Richtung Küche und drehte sich noch einmal zu mir um. "Die Tabletten ...?"

Ich grinste unwillkürlich. Natürlich wusste Harald nicht, wo irgendetwas in diesem Haushalt aufbewahrt wurde. Und – um ganz ehrlich zu sein – ich selbst auch nur in bestimmten Bereichen. Den Haushalt hatte Frau Bartels fest im Griff, seit etlichen Jahren schon. Ein großes Glück, dass unsere Perle Verwandte und Freunde in dieser Stadt hatte und den Umzug mitgemacht hatte.

"Badezimmer, im Schrank links neben der Tür", sagte ich und ließ mich auf das überdimensionale Sofa fallen. Ich streifte mir die hohen Pumps von den Füßen und bewegte meine Zehen, die in den schmalen, spitz zulaufenden Schuhen arg hatten leiden müssen. Was war ich bloß für eine Idiotin, dass ich nicht souverän über dem Modediktat stand und bequeme, flache Schuhe trug, wenn Besuch im Haus war. Sollte Brigitte oder sonst wer doch denken, was sie wollten. Aber nein, ich brezelte mich auf, als wollte ich auf den Opernball. Vergeblich versuchte ich, mir Brigittes Gesicht vorzustellen, wenn ich heute Abend in Jogginghose und Badelatschen die Tür geöffnet hätte.

Harald tauchte wieder auf und reichte mir eine kleine weiße Tablette und ein Glas Wasser. Dann goss er sich ein Glas Wein ein und setzte sich ebenfalls aufs Sofa.

"Tut's weh?", fragte er mit einem Blick auf meine

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