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Die Glut, die du in mir weckst Baccara Bd. 1509 von LINDSAY, YVONNE (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Die Glut, die du in mir weckst

Seine dunklen Augen geben nichts preis. Aber in seinem Herzen brennt ein Wunsch: Raffaele Rossellini will sich an Lana rächen. Denn sie ist schuld daran, dass seine Schwester im Koma liegt. Als Lana vor dem privaten und beruflichen Bankrott steht, ist seine Stunde gekommen. Höflich lässt Raffaele sie auf seinem Anwesen wohnen. Hier will er sie zur Liebe verführen, ihr Herz erobern - und sie danach wegschicken. Nur, während er sie zum ersten Mal küsst, erkennt er, dass der Plan einen Haken hat: Die Gefühle, die Lana in ihm weckt, lodern heißer als jede Rache ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863499068
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Baccara Bd.1509
    Größe: 592 kBytes
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Die Glut, die du in mir weckst

1. KAPITEL

Er verachtete und hasste sie mit jedem Atemzug, den er tat, mehr.

Da stand sie, abseits. Eine einsame Frau. Verwitwet.

Verwitwet, nicht geschieden.

Groß, elegant, unnatürlich gefasst. Hatte sie ihren verstorbenen Mann überhaupt geliebt? Er bezweifelte es. Wenn sie ihn geliebt hätte, hätte sie ihn gehen lassen. Hätte ihn Maria überlassen, anstatt an einer Ehe festzuhalten, die längst keine mehr war.

Ohne auf den kalten Wind zu achten, der ihm unablässig Regen ins Gesicht blies, verharrte Raffaele Rossellini in einiger Entfernung von den am Grab stehenden Trauernden.

Er ließ sich von seiner Wut mitreißen. Würde seine geliebte Schwester jetzt im Krankenhaus liegen, nur noch durch Apparate am Leben gehalten, wenn die kühle Blondine in Schwarz den wiederholten Bitten ihres Mannes, ihn freizugeben, nachgegeben hätte? Wenn sie ihn vor der Geburt eines Kindes, das nun weder Vater noch Mutter haben würde, hätte gehen lassen?

Erneut von tiefem Schmerz überwältigt, seufzte er auf.

Er war hergekommen, um dem Mann, den seine Schwester geliebt hatte, die letzte Ehre zu erweisen. Einem Mann, mit dem er geschäftlich zu tun gehabt hatte und den er als Freund betrachtete. Bald würde er, Raffaele, wieder am Bett seiner Schwester sitzen. Obwohl sie vermutlich nicht merkte, dass er bei ihr war.

Die lebenserhaltenden Maßnahmen würden nach der Geburt des Kindes eingestellt werden. Die Ärzte hofften, diese Geburt so lange wie möglich hinauszögern zu können, damit das Kind weiter wuchs. Raffaele fand die Argumentation, dass ein ungeborenes Leben nicht unnötig aufgegeben werden sollte, schrecklich. Seine jüngere Schwester war ein so lebensfroher Mensch gewesen. Und dass sie nicht in Würde sterben durfte, ehe ihr Kind geboren war, war eine grausame Vorstellung für ihn.

Er versuchte sich einzureden, dass sie es genauso gewollt hätte - sie hatte sich so sehr auf ihr Baby gefreut -, doch dieser Gedanke milderte nicht seine Verzweiflung darüber, dass sie bereits gegangen war. Anwesend und doch nicht da. Am Leben und doch nicht mehr lebendig.

Raffaele sah zu der blonden Frau hinüber, die er nur vom Hörensagen kannte. Die Witwe des Mannes, der eben zur letzten Ruhe gebettet worden war. Wie versteinert stand sie am Grab, ohne dass eine einzige Träne über ihr blasses Gesicht gelaufen wäre. Selbst jetzt, nachdem die anderen Trauergäste gegangen waren, zeigte sie keinerlei Trauer.

Seine Wut wurde von Bitterkeit verdrängt. Er hatte das Versprechen, das er vor Jahren seiner sterbenden Mutter gegeben hatte, gebrochen. Er hatte seine kleine Schwester nicht beschützt. Nun war es zu spät, den Schaden zu beheben, der durch seine Nachsichtigkeit Marias Launen gegenüber entstanden war.

Als er ihre Affäre mit einem verheirateten Mann entdeckt hatte, hätte er gleich einschreiten sollen, auch wenn es vermutlich unmöglich gewesen wäre, seine dickköpfige Schwester zu bremsen. Doch er hätte etwas unternehmen sollen, damit sich ihr Traum, den Vater ihres Kindes zu heiraten, erfüllte. Er hätte mit Lana Whittaker sprechen und sie mittels seiner Autorität irgendwie dazu bringen sollen, dem Wunsch ihres Mannes nach einer Trennung zuzustimmen.

Zu spät. Es war zu spät.

Der Anblick des leblosen Körpers seiner Schwester, in dem ein neues Leben heranwuchs, war unauslöschlich in seinem Gedächtnis eingebrannt. Ja, er hatte versagt, Maria zu beschützen, aber bei ihrem ungeborenen Kind würde er nicht versagen.

Raffaele Rossellini machte den gleichen Fehler nie zweimal.

Das Kind würde wie sein eigenes aufwachsen. Das hatte er Maria versprochen. Ihr Sohn oder ihre Tochter würde innig geliebt werden und rechtzeitig alles über seine oder ihre Mutter erfahren, damit die Erinnerung an sie nicht verblasste.

Ungeweinte Tränen brannten Raffaele in den Augen, als er den Rücken der Frau am Grab fixierte.

Noch einmal würde er nicht versag

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