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Die Heilerin von Alexandria Roman von Köster-Lösche, Kari (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2014
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die Heilerin von Alexandria

Eine starke Frau in einer unruhigen Zeit: 'Die Heilerin von Alexandria' von Kari Köster-Lösche, jetzt als eBook bei dotbooks. Alexandria, 106 n. Chr. In den Hafen läuft ein Sklavenschiff mit kostbarer Fracht ein. Die junge Thalia, Tochter eines Philosophen aus Kleinasien, wird an den griechischen Arzt Leptinos verkauft. Während sich Leptinos als Gefolgsmann des römischen Oberrichters Trimalchio und als Geliebter von dessen Erzfeindin Afrania in ein gefährliches Doppelspiel verstrickt, vertieft sich Thalia in die Schriften des berühmten Arztes Soranos von Ephesos - und erwirbt schließlich unschätzbare Kenntnisse als Ärztin und Hebamme. Als ein mysteriöser Mord ganz Alexandria in Angst und Schrecken versetzt, ist auch Thalia in Gefahr - denn unbemerkt ist sie in ein Netz aus Intrigen geraten ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Heilerin von Alexandria' von Kari Köster-Lösche. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Kari Köster-Lösche, 1946 in Lübeck geboren, Tierärztin und Wikingerexpertin, hat einen Großteil ihrer Jugend im schwedischen Uppsala, dem Zentrum der nordischen Kultur, verbracht. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Nordfriesland. Kari Köster-Lösche veröffentlicht bei dotbooks bereits die historischen Romane "Die Erbin der Gaukler", "Jagd im Eis", "Die Wagenlenkerin", "Hexenmilch", "Die Hexe von Tondern", "Die Reeder", "Die Heilerin von Alexandria" und das Kinderbuch "Stille Nacht, eisige Nacht" sowie zwei historische Romanserien: DIE WIKINGER-SAGA: Der Thorshammer. Band 1 Das Drachenboot. Band 2 Die Bronzefibel. Band 3 DIE SACHSEN-SAGA: Das Blutgericht - Erster Roman Donars Rache - Zweiter Roman Mit Kreuz und Schwert - Dritter Roman

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 537
    Erscheinungsdatum: 16.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955208585
    Verlag: dotbooks
    Größe: 858 kBytes
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Die Heilerin von Alexandria

TEIL 1 - SKLAVIN

KAPITEL 1
DER PHAROS

Die Männer hinter der unteren Balustrade des Leuchtturms der Insel Pharos sahen dem Segler neugierig entgegen. In der schon tiefstehenden Sonne glänzte die graublaue Farbe des Schiffsrumpfes, die den Piraten die meiste Zeit des Tages ausreichend Tarnung und Schutz gegen die römischen Galeeren bot.

Der schnelle Segler gierte schwer in den mitlaufenden Wellen. Aber kaum hatte er den Wellenbrecher passiert, richtete er sich auf und glitt elegant in das ruhige Gewässer des Haupthafens von Alexandria. Der Pirat auf dem Achterschiff neben dem Steuermann grüßte lachend das Wachpersonal auf dem Turm, während auf Deck Geschäftigkeit ausbrach. Die nackten Füße der Seeleute klatschten auf dem nassen Deck. Kurz danach hob sich das schwere Tuch des Rahsegels.

Kein lautes Wort fiel, und jeder Handgriff saß. Die Leuchtturmwärter nickten anerkennend. Pompejus der Kilikier konnte es sich leisten, die Römer zu verhöhnen - ob mit seinem Namen, den er sich zum Spott des römischen Oberbefehlshabers und Piratenjägers Pompejus zugelegt hatte, oder mit seinem Schiff, das stets schneller verschwand, als der Alarm der Römer bis zu ihren Militärstützpunkten gelangte.

Der Hafen war brechend voll. Vor der Mole des Palastviertels lagen unzählige Schiffe an Bojen und warteten auf einen Platz zum Entladen am Emporium. Pompejus verzog spöttisch seine dicken Lippen. Er hatte verderbliche Ware geladen. Er beanspruchte bevorzugte Abfertigung wie der Kapitän eines Getreideschiffes in Rom.

Während das Piratenschiff in den Wind schoß, ließ Pompejus seinen Blick über den Kai zwischen Emporium und Schleuse streifen, wo die einstöckigen Verkaufshallen standen.

Das Piratenschiff trieb zwischen den Ankerleinen anderer Schiffe achteraus auf das Heptastadion zu. Pompejus wartete noch eine Schiffslänge. Dann brüllte er seinen Befehl. Der Mann am Heck fischte die nächste erreichbare Ankerleine am Haken aus dem Wasser und begann sie durchzusäbeln.

Kurz danach erreichte auf dem Kai ein blauer Wimpel die Spitze einer Stange.

"Na also", brummelte Pompejus und schlug seinen hocherhobenen Arm nach unten.

Wenige Augenblicke später stieß das blaugraue Heck zwischen die buntgestrichenen Rümpfe der anderen Boote am Heptastadion.

Im Nu vergrößerte sich der Kreis neugieriger Leute, bis der Durchgangsverkehr nach Pharos blockiert war. Nicht alle Tage bekam man ein Sklavenschiff von Übersee zu sehen. Seeräuber waren seltener geworden, seitdem die Römer sie entschlossen bekämpften; den Alexandrinern war es ein Vergnügen mitanzusehen, wie Pompejus der Kilikier den Römern ein Schnippchen schlug.

Einer der Seeleute schlug den Riegel der Ladeluke zurück und brüllte einen Befehl nach unten. Ein Sklave nach dem anderen kletterte an Deck. Die Zuschauer johlten vor Vergnügen. Die Sklaven waren weißhäutig und barbarisch schmutzig. Kot und Erbrochenes hingen an ihren zerfetzten Kleidungsstücken; die Thraker trugen sogar Schafwolle auf der Haut.

Erwartungsvolles Schweigen machte sich breit, als der Seemann an der Luke einen Fluch ausstieß und in den Schiffsrumpf abtauchte. Danach kroch widerwillig der letzte Sklave heraus. Er hatte safrangelbe kurze Haare, die ihm wie eine Bürste vom Kopf abstanden, und eine gespaltene Oberlippe wie ein Hase. Als er sich aufrichtete, seufzten die Alexandriner vor Erstaunen.

Der ungehorsame Sklave war eine junge Frau.

Die Gefangenen wurden einzeln über die Planke vom Heck auf den Kai geschubst. Zwei Männer mit scharfen krummen Nasen und noch schärferen Waffen paßten auf, daß keiner weglief. Ein dritter fädelte eine Kette durch den Ring, der den Sklaven bereits während der Überfahrt um einen Fußknöchel gelegt worden war.

"Was machen wir mit diesem Trugbild von Weib, mit dieser lieblichsten Gorgo zwischen Alexandria und Bithynien?" spottete der Seemann, der an Bord für die Sicherheit d

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