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Die hemmungslosen Sieben (Teil 5) von Larus, Benjamin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2012
  • Verlag: Club der Sinne
eBook (ePUB)
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Die hemmungslosen Sieben (Teil 5)

5. Teil: Sebastian Die jüngsten Partybekanntschaften halten Benjamin tüchtig auf Trab. Der attraktive Klamottenverkäufer Sebastian jedoch soll ihm mehr bescheren als nur zwei neue Anzüge und eine gewagte Nummer im Hinterzimmer eines Herrenbekleidungsgeschäfts: Eine Einladung in die Oper versetzt den jungen Abenteurer in eine so unerwartete wie weltentrückte Hochstimmung, dass er nur noch Wachs ist in den Armen seiner beiden gierigen Begleiter! Angesichts der Tatsache, dass zum Beispiel der Kinsey-Report von 1948 neunzig bis fünfundneunzig Prozent aller Menschen als 'bis zu einem gewissen Grad bisexuell' einstuft, erscheint es erstaunlich, dass Bisexualität in der mittlerweile vorhandenen Vielfalt erotischer Literatur ein absolutes Nischendasein führt (von den obligatorischen Lesben-Szenen in den einschlägigen Werken einmal abgesehen). Auch die schwul-lesbische Kultur grenzt sich hier bislang scharf ab. Unser Autor Benjamin Larus wollte sich eines Tages mit diesem Missverhältnis nicht mehr zufrieden geben und begann, selbst erotische Erzählungen zu schreiben, in welchen sich Lust und Liebe keinerlei Einschränkungen durch bloße Geschlechtszugehörigkeit mehr ausgesetzt sehen. Dabei bewegen sich die Protagonisten seiner Geschichten aber keineswegs in unerreichbaren Fantasiewelten - sie lassen vielmehr erahnen, dass uns 'echte' Bisexualität auch in der ganz alltäglichen Realität als etwas verblüffend Selbstverständliches erscheinen kann! Veröffentlichungen im Club der Sinne: 'Trio Bisessual (Teil 1)' (Teil 1 von 6) 'Trio Bisessual (Teil 2)' 'Trio Bisessual (Teil 3)' 'Trio Bisessual (Teil 4)' 'Trio Bisessual (Teil 5)' 'Trio Bisessual (Teil 6)' 'Trio Bisessual' (Komplettausgabe) 'Umzug mit Ausziehen (Teil 1)' 'Umzug mit Ausziehen (Teil 2)' 'Umzug mit Ausziehen (Teil 3)' 'Umzug mit Ausziehen (Teil 4)' 'Einsam, bi-sam, dreisam (Teil 1)' 'Einsam, bi-sam, dreisam (Teil 2)' 'Einsam, bi-sam, dreisam (Teil 3)' 'Einsam, bi-sam, dreisam (Teil 4)' 'Einsam, bi-sam, dreisam' (Komplettausgabe) 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 1)' 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 2)' 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 3)' 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 4)' 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 5)' 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 6)' 'Die hemmungslosen Sieben (Teil 7)' 'Lust mal vier'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 105
    Erscheinungsdatum: 05.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955273019
    Verlag: Club der Sinne
    Größe: 572 kBytes
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Die hemmungslosen Sieben (Teil 5)

Ich fühlte mich rundum wohl an Körper und Geist, als ich unter einem wunderbar strahlenden Frühlingshimmel - so blau wie Sebastians Augen! - gemächlich die mittlerweile doch etwas belebtere Goethestraße entlangschlenderte.

In jenem bekannten Manieren -Buch eines in Frankfurt lebenden äthiopischen Prinzen hatte ich zu meiner Verwunderung einmal gelesen, für einen Herrn gezieme es sich nicht, eine Einkaufstüte zu tragen. Nun, einmal abgesehen von der Tatsache, ob man mich als Herrn bezeichnen würde oder ich das überhaupt sein wollte - dieses gediegene Behältnis (das vulgäre Wort Tüte wollte hier so gar nicht passen) aus edler Kartonage, welches ich an zwei dicken Kordeln halb stolz, halb etwas verlegen neben mir herschwingen ließ, hätte gewiss auch seine Hoheit persönlich akzeptiert! Und wenn ich die mir jetzt fast unwirklich erscheinenden Ereignisse der letzten Stunde Revue passieren ließ, spielte ich mit dem Gedanken, mit ihr als würdigem Erststück eine Sammlung mit Erinnerungsobjekten zu begründen, die im Zusammenhang mit ganz besonders ausgefallenen oder befriedigenden Erlebnissen pikanter Art stehen sollte ...

Für weitere Shopping-Touren war nun wirklich kein Geld mehr übrig, sodass ich keinerlei Eile hatte. Ich ließ mich auf dem nächsten größeren Platz (ich werde nie kapieren, bis wohin er Goetheplatz heißt und wo der Rathenauplatz beginnt) in aller Ruhe auf einer Bank nieder, reckte mein Gesicht eine Minute dankbar der Sonne entgegen und zückte schließlich mein Mobiltelefon.

" Du hast jetzt einen armen, aber gut gekleideten Freund - Sebastian hat mir je zwei schöne Anzüge und Slips aufgeschwatzt! ", tippte ich ein. Was sonst noch passiert war, das würde ich meinem Göttergatten lieber nicht so einfach per SMS mitteilen!

Ich schaute mich um. Für einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung hatte die Mittagspause bereits begonnen, und aus dem Bankenviertel fluteten Horden von gut angezogenen Klonen an den Rändern des Platzes entlang.

Auch wenn mir unsere Chefin mit ihrer rigorosen Kleiderordnung mein eigenes Leben etwas erschwert und vor allem verteuert hat, so habe ich doch grundsätzlich durchaus etwas übrig für förmliche Kleidung, so sie denn gut sitzt und geschmackvoll kombiniert wird. Und ich kann durchaus nicht sagen, dass die Banker und Betriebswirte, die ich hier vorüberhasten sah, wie reingesteckt in ihre Anzüge und Kostüme gewirkt hätten: Das ordentlich geputzte Schuhwerk passte normalerweise durchaus zur übrigen Garderobe, Männer wie Frauen waren zudem annehmbar frisiert und letztere normalerweise auch dezent und ansprechend geschminkt. Auffällig war beim dreißig- bis fünfzigjährigen Gros dieser Menschen auch deren offensichtlich erstaunlich schlanke Figur - sicherlich gingen viele von ihnen in der Mittagspause statt zum Essen ins Fitnessstudio, vielleicht kaschierten die Jacketts aber auch gnädig manches Bäuchlein. Einigen dieser Erscheinungen jedenfalls hätte in meiner Kleinstadt wohl nicht nur ich hinterhergeschaut, schon allein deshalb, weil der Anblick gut angezogener Leute auf deren Straßen eher die Ausnahme ist. Und dennoch - selten ging mal jemand vorüber, der meinen Blick länger als ein, zwei Sekunden an sich zu fesseln vermocht hätte!

Die Herren der Schöpfung, welche sich noch gesunden Haarwuchses erfreuten, hatten alle die gleiche, zurückhaltend gegelte Frisur, bei den Frauen war man sich ähnlich einig, was Länge und Blondierungsgrad betraf, und natürlich verstieß auch kaum jemand der Betroffenen gegen die aktuelle Brillenmode. Dazu ebenjene gut sitzenden Anzüge und Kostüme - alles schien regelkonform, geschmackvoll aufeinander abgestimmt, gepflegt, es gab nichts zu meckern. Wo aber blieb das Individuelle, das Persönliche, Interessante?

Ich gebe zu, womöglich wären auch Sebastian oder Sven, so sie sich hier eingereiht hätten, an mir vorübergegangen, ohne dass ich auch nur geahnt hätte, wie lohnend der

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