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Die Herrin des Clans von Cartland, Barbara (eBook)

  • Verlag: Barbara Cartland Ebooks ltd
eBook (ePUB)
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Die Herrin des Clans

Die Nachricht, daß sein Onkel, der Herzog von Invercaron, tot ist und er den Titel erben soll, weckt in Talbot McCaron gemischte Gefühle. Gleich nach seiner Ankunft aus Indien in England wird der neue Herzog von den Clan-Ältesten bedrängt, zu heiraten. Durch einen glücklichen Zufall hat der neue Chieftain des Clans der Macbeth, Lady Jane, Gräfin von Dalbeth, von ihrer Patentante ein riesiges Vermögen geerbt, das sowohl die Macbeths als auch den Clan der McCaron vor dem Ruin retten könnte. Bald darauf jedoch hält er ein nymphenähnliches, halbverhungertes und verängstigtes Wesen vom Selbstmord ab ... Dame Barbara Cartland war eine der erfolgreichsten und bekanntesten britischen Autorin von Liebesromanen. Sie war außerdem zweifellos eine der produktivsten, denn während ihres langen Lebens schrieb sie 675 Liebesromane. Davon sind 160 brandneue Erscheinungen, die gerade als 'Die unendliche Liebesroman Kollektion' herausgegeben werden. Unschuldige Frauen und attraktive Männern spielen die Hauptrolle in ihren Geschichten, die ein Happy End finden. Barbara selbst war ein Paradiesvogel in vielerlei Hinsicht, die ebenso bekannt war für ihre brisanten, geistreichen Interviews und ihr fesselndes, aufregendes Privatleben wie für ihre pinke Kleidung und extravagante Erscheinung. Während Barbara in ihren Romanen tugendhafte traditionelle Werte zwischen Verliebten lobte, war ihre eigene Lebensgeschichte die einer unabhängigen, selbstbewussten Frau. Bis heute hat sie eine Milliarde Ausgaben in 38 Sprachen verkauft, was sie zur meist verkauften Liebesroman-Schriftstellering der Welt macht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 198
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9781782138532
    Verlag: Barbara Cartland Ebooks ltd
    Größe: 729 kBytes
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Die Herrin des Clans

1 ~ 1886

Der Herzog von Invercaron fand keinen Schlaf. Er warf sich im Bett von einer Seite auf die andere.

Es ist einfach lächerlich, dachte er. Ich sollte endlich einschlafen, anstatt mir den Kopf über unbestimmte Vorahnungen zu zerbrechen.

Doch eine innere Stimme, die sich beim besten Willen nicht zum Schweigen bringen ließ, sagte ihm, daß etwas nicht in Ordnung war.

Am meisten irritierte ihn, daß er nicht wußte, was ihm eigentlich den Schlaf raubte, in den er gewöhnlich nach einem langen, anstrengenden Tag mühelos fiel.

Ein solcher Tag lag tatsächlich hinter ihm. Gleich als er am Morgen aufgestanden war, war ihm klar geworden, daß ihn nur unangenehme Dinge erwarteten.

Er versuchte sich einzureden, daß er seine Pflicht, die ihm auferlegt worden war, erfüllen mußte, genau wie er einem Regimentsbefehl gefolgt wäre, ohne Widerspruch zu erheben.

Es waren kaum zwei Monate vergangen, seit er die feuchte Hitze Kalkuttas hinter sich gelassen und sich nach England eingeschifft hatte. Er hatte die Heimreise ohne die leiseste Vorstellung davon angetreten, was an deren Ende auf ihn zukam.

Als er das Telegramm geöffnet hatte, das ihn vom Tode seines Onkels und der Tatsache informierte, er habe dessen Titel geerbt, hatte Talbot McCaron, wie er damals noch hieß, das Ganze zunächst für einen dummen Scherz seiner Offizierskameraden gehalten, die einander aus purer Langeweile ständig den einen oder anderen Streich zu spielen pflegten.

Erst nach mehrfacher Lektüre des dem Telegramm folgenden Briefes, den er vorfand, als er von einer äußerst gefährlichen Mission an der Nord-West-Grenze Indiens zurückkehrte, stellte er fest, daß er tatsächlich der dritte Herzog von Invercaron war.

Anschließend ging alles so schnell, daß er kaum noch zur Besinnung kam.

Sein Vorgesetzter gewährte ihm selbstverständlich Urlaub. Dabei wußten beide, daß es nur eine Frage der Zeit war, bis er den Dienst quittieren mußte. Seine Pflichten in Schottland als Chieftain des McCaron-Clans würden ihm nicht gestatten, zum Regiment zurückzukommen.

"Wir werden Sie sehr vermissen", versicherte sein Kommandeur ehrlichen Herzens. "Ich weiß, daß gewisse Leute Ihnen sehr dankbar sind für Ihre Unterstützung in Angelegenheiten, die wir im Augenblick nicht diskutieren sollten."

"Ich werde Sie ebenfalls vermissen", gestand Talbot McCaron bedauernd ein.

"Darüber bin ich mir im Klaren, mein Lieber", erwiderte der Oberstleutnant. "Andererseits wird es Zeit für Sie, sich an einem festen Ort niederzulassen und eine Familie zu gründen. Es wäre doch wirklich keiner Frau zuzumuten, einen Mann zu heiraten, der ständig sein Leben freiwillig aufs Spiel setzt, wie Sie es während der letzten Jahre getan haben."

Die zwei Männer lächelten sich wie zwei Verschwörer an. Diese Bemerkung bezog sich auf geheime Angelegenheiten, deren Einzelheiten am besten unausgesprochen blieben, selbst unter vier Augen.

Von den guten Wünschen seiner Offizierskameraden begleitet, fuhr der Herzog nach Kalkutta, wohin ihn der Vizekönig zu einer Unterredung bestellt hatte.

Am meisten bekümmerte ihn der Abschied von seinen Sepoys, mit denen er Seite an Seite unzählige Kämpfe ausgefochten hatte. Sie hatten ihm blindlings vertraut, wußten sie doch, daß sie es nur der Tüchtigkeit und dem Glück ihrer Offiziere verdankten, daß sie einigermaßen unversehrt davonkamen.

Wann immer Talbot McCaron einen seiner Männer verloren hatte, hatte er tiefen Schmerz empfunden. Sich selbst gegenüber gab er ehrlich zu, daß auch keiner seiner schottischen Clansleute ihm mehr Treue und Hingabe hätte zeigen können, als diese einfachen Inder, die unter ihm dienten.

Bei seiner Ankunft in London hatte er zu seiner Überraschung erfahren, daß ihn eine ganze Anzahl von Leuten zu sehen wünschten.

Im Verlauf seines letzten Heimaturlaubes hatte er zwei Wochen lang damit zugebracht, Theateraufführungen, Bälle

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