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Die Herzensdiebin und der Duke von Marvelle, Delilah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Die Herzensdiebin und der Duke

Wer bin ich? Ein Unfall auf dem Broadway hat Roderick das Gedächtnis geraubt! Einzig die betörende Schönheit, die sich besorgt über ihn beugt, kommt ihm vage bekannt vor. Vertrauensvoll folgt er ihr in ihre ärmliche Wohnung. Und erkennt rasch: Seine zauberhafte Retterin ist die Anführerin einer Diebesbande, vor der ganz New York erzittert. Aber was ist das schon gegen die Leidenschaft, die zwischen ihnen brennt? Bis Roderick sich eines Tages erinnert: Er ist der Duke of Wentworth und sein Zuhause sind nicht die Slums der City, sondern sein Landsitz in England! Zwischen ihm und seiner Herzensdiebin liegen Welten, die die Liebe kaum überbrücken kann ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 12.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733763381
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 457 kBytes
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Die Herzensdiebin und der Duke

1. Kapitel

Im Bemühen, jemanden zu vergessen, denkt man gewisser Weise an nichts anderes.

- Jean de La Bruyère, Les Caractères (1688)

6. Juli 1830, früher Nachmittag, New York City

G eorgia Emily Milton beachtete all die wohlhabenden Männer nicht, die auf dem Broadway an ihr vorbeieilten. Sie hatte es sich zur Regel gemacht, nicht nach dem Unerreichbaren zu sehen. Doch als sie von dem belebten Teil des Broadways auf das weniger geschätzte Little Water zusteuerte, fiel ihr ein bemerkenswert großer und gut gekleideter Herr auf, der ihr gemäßigten Schrittes entgegenkam. Als sie ihn erblickte, verlangsamte sie ihren Schritt. Sie wünschte sich insgeheim, als Dame geboren zu sein.

Sie schlängelte sich durch die Menge, um ihn noch besser sehen zu können, und erhaschte einen flüchtigen Blick auf seine stattliche, muskulöse Gestalt. Er trug einen grauen Gehrock, eine gut sitzende Hose und eine reich bestickte Weste mit zweireihigen Knöpfen. Seine Hände steckten in edlen Handschuhen. Mit ihnen zog er seinen grauen Zylinder tiefer ins Gesicht, um seine Augen vor dem hellen Sonnenlicht zu schützen, das die umliegenden Schaufenster reflektierten.

Allein für seinen Hut würde sie zwei Monate arbeiten müssen.

Nachdem er sich geschickt an mehreren Personen vorbeigeschlängelt hatte und nun auf ihrer Höhe angelangt war, sah er sie aus seinen grauen hervorstechenden Augen an. Dieser Blick ließ sie erzittern. Seine Augen funkelten so ungezügelt, dass ihr Atem stockte.

Er reckte sein Kinn und ging direkt auf sie zu, ohne den Blick von ihr zu wenden. Mit jedem Schritt, den sie sich einander näherten, klopfte Georgias Herz heftiger. Als er sie endlich beinahe erreicht hatte, verlangsamte er seinen Schritt. Der fremde schwarzhaarige Mann nickt ihr förmlich, wenn auch etwas gestelzt, zu und brachte ihr damit eine Anerkennung entgegen, wie sie Männer seines Standes tagsüber sonst niemals zu zeigen pflegten.

Er tat so, als stände er nicht einer Wäscherin in zerschlissenen Kattun-Röcken von der Orange Street gegenüber, sondern einer eleganten jungen Dame, die mit einem Spitzensonnenschirm in der Hand an der Seite ihrer Mutter über den Broadway spazierte. Georgia überlegte, ob sie ihm eine Kusshand zuwerfen sollte, da er ihr das Gefühl vermittelte, unglaublich schön und begehrenswert zu sein, doch glücklicherweise besann sie sich eines Besseren. Sie verstand es, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Sie wandte den Blick ab, reckte das Kinn und schritt so erhaben an dem stattlichen Mann vorbei, wie es sich für eine achtbare Frau gehörte. Dabei streifte sie jedoch absichtlich seinen Arm, nur um anschließend über die wehenden Röcke einer Wäscherin zu stolpern, die sich unsanft an ihr vorbeidrängelte. Sie fluchte innerlich.

Der Fremde reagierte blitzschnell und umfasste ihre Taille. Mit einem schnellen Ruck stand Georgia wieder sicher auf beiden Beinen. Georgia erstarrte, als ihr Pompadour zu ihrem Handgelenk herunterrutschte und gegen seinen kräftigen Unterarm schlug.

Ihr Herz hüpfte, als sie spürte, wie ihr Gesäß gegen einen kräftigen männlichen Oberschenkel gedrückt wurde, gegen seinen kräftigen männlichen Oberschenkel.

Er neigte den Kopf zu ihr herunter, und seine Muskeln spannten sich an, während er sie etwas fester an sich drückte. Er zog seinen Arm noch enger um ihre Taille. "Sind Sie wohlauf, Madam?"

Seine Stimme klang belegt und kultiviert, und er sprach mit einem so vornehmen britischen Akzent, dass das irische Mädchen in ihr erbost die Fäuste hob.

"Das bin ich, Sir. Danke." Georgia versuchte, sich von ihm zu lösen.

Während er seinen Arm langsam zurückzog, streichelte er mit seiner Hand beiläufig ihre Hüfte hinauf über den Rücken. Georgia erschauderte. Ihre Haut prickelte erregt.

Ungläubig starrte sie den Fremden an, der nun mit der Hand über ihre Rippen hinau

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