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Die Hexe und der Herzog Roman von Riebe, Brigitte (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Hexe und der Herzog

Pracht und Schrecken des Mittelalters: Der historische Roman »Die Hexe und der Herzog« von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe als eBook bei dotbooks. Innsbruck im Jahre 1485: Wie Gift schleicht sich der Hexenwahn in die Herzen der Menschen, angefacht von dem fanatischen Inquisitor Heinrich Kramer. Inmitten dieser aufgewühlten Zeit verschlägt es die junge Lena an den Hof des Herzogs, wo sie auf eine Anstellung hofft. Als der mächtige Herrscher jedoch ausgerechnet ihr seine Aufmerksamkeit schenkt, wird Lena in ein gefährliches Spiel verwickelt: Eifersüchtigen Hofdamen ist die schöne Magd ein Dorn im Auge - und schon bald wispert man hinter vorgehaltener Hand von Hexerei! Verzweifelt versucht Lena, ihre Unschuld zu beweisen, doch so verstrickt sie sich immer mehr in dem Spinnennetz aus Aberglauben, Rachsucht und teuflischer Gier. Einzig der junge Rechtsgelehrte Johannes Merwais scheint ihr zu glauben - aber wird er ihr auch noch helfen wollen, wenn er das Geheimnis ihrer Vergangenheit erfährt? Spannend erzählt und erstklassig recherchiert: »Ein Genuss - faszinierend und beste historische Unterhaltung.« Frankfurter Stadtkurier Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der farbenprächtige Historienroman »Die Hexe und der Herzog« von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Brigitte Riebe, geboren 1953 in München, ist promovierte Historikerin und arbeitete viele Jahre als Verlagslektorin. 1990 entschloss sie sich schließlich, selbst Bücher zu schreiben, und veröffentlichte seitdem über 30 historische Romane und Krimis, mit denen sie regelmäßig auf den Bestseller-Listen vertreten ist. Heute lebt Brigitte Riebe mit ihrem Mann in München. Die Website der Autorin: www.brigitteriebe.com Bei dotbooks veröffentlichte Brigitte Riebe ihre historischen Romane: »Der Kuss des Anubis« »Die Töchter von Granada« »Schwarze Frau vom Nil« »Pforten der Nacht« »Liebe ist ein Kleid aus Feuer« »Die Hexe und der Herzog« »Die Braut von Assisi« Auch bei dotbooks erscheint ihr Roman »Der Wahnsinn, den man Liebe nennt«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 530
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966555562
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Diana-Taschenbücher 35453
    Größe: 2306 kBytes
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Die Hexe und der Herzog

Kapitel 2

Dass Kassian stahl, bemerkte Lena erst, als Sebis heller Schopf nach ein paar Tagen ganz überraschend in der Gesindeküche auftauchte. Wie der Kleine sie im Labyrinth der Hofburg überhaupt so zielsicher hatte ausfindig machen können, war ihr zunächst rätselhaft, aber sobald sie genauer darüber nachdachte, doch keine echte Überraschung. Schon oftmals hatte Sebi bewiesen, über welch feine Sinne er verfügte, auch wenn kaum ein verständliches Wort über seine Lippen kam. Jetzt stand er vor ihr, mager und zerzauster denn je, und sah mit seinen wasserhellen Augen zu ihr auf.

»Ist das etwa dein Balg?«, spottete einer der aufmüpfigsten Küchenjungen, anstatt weiter seine Zwiebeln zu schneiden, wie sie es ihm aufgetragen hatte. »Eine feine Vogelscheuche hast du da in die Welt gesetzt!«

Lena schluckte den Ärger über diese Bemerkung hinunter, denn der Frechdachs hatte leider nicht ganz unrecht. Sebis heiß geliebte Beinlinge, die Bibiana ihm im letzten Winter aus Hirschlederresten zusammengeflickt hatte, waren speckig und starrten vor Schmutz. Die lammfellgefütterte, viel zu weite Schecke ließ ihn nur noch armseliger wirken. Sein blondes Federhaar stand verfilzt und widerspenstig nach allen Seiten ab. Offensichtlich hatte er sich wieder tagelang nicht kämmen lassen. Das schmale Gesicht war braun von Lehm.

Der Junge hätte in der Tat keinen ungünstigeren Zeitpunkt wählen können, denn seit den ersten Morgenstunden wollte der Zug von Bauern und Knechten nicht mehr abreißen, die durch die Tore strömten und immer noch weitere Lieferungen an Schlachttieren, Eiern, Getreide und Wein in die Hofburg brachten. Jeder, der in der Küche zu tun hatte, schuftete unter Hochdruck, allen voran Kassian, musste er doch Stück für Stück mit den endlosen Listen des gestrengen Kämmerers abgleichen. Offenkundig jedoch waren seine Fähigkeiten im Lesen und Schreiben eher bescheiden. Deshalb beschränkte er sich auf ein kaum durchschaubares System von Kreuzen, Kringeln und Strichen, das ihn zwischendrin allerdings immer wieder zu lautstarken Tobsuchtsanfällen trieb.

»Nach links gefälligst, direkt hinein in die Stallungen!«, schrie er, als neue Schweine hereingetrieben wurden. »Bist du blind, du lahmarschiger Tölpel?« Schon im nächsten Augenblick riss er einem jungen, rotwangigen Burschen die Kiste voller Ungeduld aus den Händen. »Nicht hierher, Tropf, schrundsdummer! Alle Eier zum Hintereingang. Wie oft soll ich das noch sagen?«

Mittlerweile wurde freier Platz immer rarer. Obgleich sowohl der Neuhof als auch die Hofburg mit stattlichen Eiskellern ausgerüstet waren, in denen man zahllose gefrorene Blöcke gestapelt hatte, schien selbst hier die Aufnahmekapazität allmählich erschöpft. Kassian führte sich auf, als ruhe die gesamte Verantwortung allein auf seinen Schultern.

»Ihr treibt mich noch zur Verzweiflung!« Vily, der nicht schnell genug Reißaus genommen hatte, bekam im Vorübergehen eine saftige Kopfnuss verpasst. »Wollt ihr, dass ich vor dem Fest mausetot umfalle? Dann macht ruhig so weiter, alle miteinander! Und was zum Teufel hat dieses verlauste Lumpenbündel hier in meiner Küche zu suchen?«

Seine Rechte holte weit aus. Bevor Lena ihm in den Arm fallen konnte, hatte Sebi sich geschmeidig geduckt, seine unvermeidliche kleine Holzkiste als kostbarsten Schatz wie immer fest an sich gepresst. Kassians Schlag ging ins Leere, was ihn nur noch wütender machte.

»Ich krieg dich, kleine Ratte, darauf kannst du wetten!«, stieß er hervor und versuchte den Jungen zu packen. Sebi rannte los, kroch unter den Tisch, kam wieselflink wieder hervor und schlug zwischen halb aufgerissenen Säcken, Schemeln, Mörsern, Raspeln, Krügen und Platten Haken wie ein flüchtiger Feldhase. Kassian blieb ihm zwar auf den Fersen, doch der wendigen Schnelligkeit des Kleinen war er mit seiner stattlichen Wampe nicht gewachsen. Ein paar schweißtreibende Runden hatten sie schon in der Küche gedreht, als Sebi plötzlich w

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