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  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Jahre ohne dich

Eine mutige Frau, die niemals aufgibt: Der Familiengeheimnis-Roman "Die Jahre ohne dich" von Bestseller-Autorin Tania Schlie als eBook bei dotbooks. Hamburg in den 50er Jahren. Ihr Leben scheint vorbestimmt - sie soll früh heiraten, Kinder bekommen, eine brave Hausfrau und Mutter werden ... Elisabeth ist nicht bereit, sich zu fügen: Tief in sich spürt sie diesen Hunger nach mehr - sie will das Sägewerk ihres Vaters am Ufer der Elbe weiterführen, jeden Tag den Duft der afrikanischen Hölzer genießen und in der rauen Männerwelt bestehen. Doch nur Theo von Waren, der Hafenmeister mit den strahlend grauen Augen, ist bereit, der jungen Frau Respekt für ihren Ehrgeiz zu zollen und sie zu unterstützen. Noch dazu plagen Elisabeth rätselhafte Träume, in denen sie ein unbekanntes Mädchen sieht, dass ihr doch auf rätselhafte Weise vertraut zu sein scheint. Gibt es in ihrer Familie ein Geheimnis, von dem sie nichts ahnt? Ein Lesevergnügen von Tania Schlie über eine ebenso starke wie mutige Frau, die unbeirrt ihren Weg zum Glück sucht - auch wenn sie weiß, dass dieser mehr als steinig ist ... Jetzt als eBook kaufen und genießen - der bewegende Familiengeheimnis- und Schicksalsroman "Die Jahre ohne dich" von Tania Schlie, ursprünglich veröffentlicht unter dem Pseudonym Greta Hansen. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag. Tania Schlie, geboren 1961, studierte Literaturwissenschaften und Politik in Hamburg und Paris. Bevor sie anfing zu schreiben, war sie Lektorin in einem großen Verlag. Heute lebt sie als erfolgreiche Autorin in der Nähe von Hamburg. Bei dotbooks veröffentlicht Tania Schlie, die auch unter den Namen Greta Hansen und Caroline Bernard erfolgreich ist, die Romane "Die Spur des Medaillons", "Eine Liebe in der Provence", "Elsas Erbe", "Der Duft von Rosmarin und Schokolade", "Der Duft von Sommerregen", "Die Liebe der Mademoiselle Godard", "Ein Sommer in Bonneville", "Zwischen uns der Ozean" und "Die Jahre ohne dich".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 433
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484362
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1023 kBytes
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Die Jahre ohne dich

Kapitel 2

Elisabeth mochte ihre neue Heimat Hamburg. Die Trümmerberge und die Knappheit an allem, was lebensnotwendig war, nahm sie als gegeben hin, sie kannte es ja nicht anders. Sie war gern am Fluss, wo ihr Vater im Oberhafen, unweit des Hauptbahnhofs, seine Sägerei hatte. Die Kontorräume gingen zur Straße hinaus, auf der anderen Seite lag die Elbe. Durch ein wuchtiges Holztor gelangte man von der Straße in den rechteckigen Hof. Rechts wurden die eingehenden Stämme gelagert, auf der linken Seite befanden sich die beiden Hallen. In der einen stand die Gattersäge, in der anderen wurden die Stämme vermessen, gekennzeichnet, entrindet und weiterverarbeitet. Das fertig gesägte Holz wurde bis zum Abtransport am Ende des Hofs gelagert. Ein einfaches Schienensystem sorgte dafür, dass das Holz per Hand auf Loren vom Hoftor zur Entrindung geschoben werden konnte.

Wenn man sie ließ, saß Elisabeth stundenlang im Büro ihres Vaters auf der breiten Fensterbank, die Füße untergeschlagen, und sah auf das glitzernde Wasser hinaus. Sie kannte bald die Flaggen der Schiffe aus aller Herren Länder und konnte auch verschiedene Schiffstypen voneinander unterscheiden.

Auf der anderen Seite des Hafenbeckens standen die rot geklinkerten, mit Türmen verzierten Speicher mit ihren grünen Kupferdächern. Von dort wehten die unterschiedlichsten Gerüche zu ihr herüber. Es roch nach Kaffee, nach scharfem Pfeffer, nach Tee, manchmal auch nach nasser Wolle, wenn die Orientteppiche feucht geworden waren. Diesen Geruch mochte sie nicht, und sie rümpfte jedes Mal die Nase darüber. Sie konnte von ihrem Platz aus sehen, wie die Waren in Säcken von den Schiffen hoch hinauf in die einzelnen Böden gehievt wurden. Oben standen die Männer in den offenen Luken und zogen die Säcke mit Enterhaken zu sich heran.

Diesem Treiben konnte sie stundenlang zusehen, ohne sich zu langweilen. Der Anblick des Flusses beruhigte sie.

"Du hast früher schon gern aufs Wasser gesehen", meinte ihre Mutter einmal, als sie sie im Büro des Vaters abholte. "Ich musste deinen Kinderwagen immer so hinstellen, dass du auf das Wasser hinuntersehen konntest."

"Welches Wasser denn?", fragte Elisabeth, doch ihre Mutter wandte den Blick ab und antwortete nicht.

Wenn ihr Vater einen Rundgang durch die Sägerei machte, dann nahm er sie mit und befahl ihr, sich dicht bei ihm zu halten. Allein durfte sie die Hallen nicht betreten, weil es für ein kleines Mädchen zu gefährlich war. Das Kreischen der Säge, wenn einer der riesigen Stämme auf dem Tisch hindurchgeschoben wurde, um ihn nach und nach in Bretter und Balken zu teilen, war ohrenbetäubend. Aber Elisabeth hielt sich nie mehr die Ohren zu, nachdem die Arbeiter sie, als sie es beim ersten Besuch in der Halle getan hatte, ausgelacht hatten. Neben den Geräuschen, die hoch und singend waren und plötzlich abrissen, wenn der Stamm das Ende des Sägeblatts erreichte, mochte sie die Gerüche. Sie waren durchdringend und würzig, es duftete nach Harz und manchmal nach verbranntem Holz, wenn das Sägeblatt stecken blieb und sich verkeilte. Das war immer ein besonders gefährlicher Moment. Es kam schon mal vor, dass das Blatt riss und unter dem Druck wie ein Geschoss durch die Halle flog. Nikolaus Michelsen wurde dann fuchsteufelswild und schrie die Arbeiter an der Säge an, gefälligst besser aufzupassen. Meistens waren in einem solchen Fall die Spaltkeile, die am Ende der Säge dafür sorgten, dass die gesägten Bretter sich nicht verkeilten, nicht richtig gesetzt oder der ganze Stamm war nicht sorgfältig genug im Gatterwagen eingespannt und verrutschte während des Sägevorgangs.

Zu dem Geruch des Holzes kam der der beiden dampfenden, schwitzenden Haflingerpferde Hans und Lore. Sie zogen die Stämme vor die Säge und die fertig gesägten Bretter ins Lager. Die schweren Tiere mussten mächtig arbeiten, um die meterlangen Balken zu transportieren. Ihre Hinterlassenschaften lieferten in den ersten Jahre

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