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Die Küchenfee Roman von Conrad, Stella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.04.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Küchenfee

Armin sah mit seinem treuherzigen Hundeblick auf, den sie immer so liebenswert gefunden hatte. "Setz dich doch zu mir, Lilli. Lass uns reden." Delikate Orangensauce zur Entenbrust, zartschmelzende Mousse au Chocolat zum Dessert - das alles zaubert Spitzenköchin Lilli im Handumdrehen. Aber als sie den eigenen Mann in flagranti mit ihrer Chefin ertappt, kocht sie über und wirft ihn kurzerhand raus. Ohne Job und doppelten Boden fängt Lilli mit ihren beiden pubertierenden Töchtern noch einmal ganz von vorne an. Denn so schnell lässt sich Lilli nicht unterkriegen! Eine spritzige, romantische Komödie für alle Leserinnen mit den 15 besten Rezepten von Köchin Lilli im Anhang! Jetzt als eBook: 'Die Küchenfee' von Stella Conrad. dotbooks - der eBook-Verlag. Stella Conrad, 1960 in Recklinghausen geboren, lebt an der Nordseeküste. Nach zehnjähriger Tätigkeit als Köchin (wobei sie backstage sogar Stars wie Tina Turner, Joe Cocker, Depeche Mode, Herbert Grönemeyer und Die Toten Hosen bekochte) arbeitete sie als Veranstalterin, Pressebetreuerin und in einer Schauspielagentur, bevor sie sich dem geschriebenen Wort zuwandte. Bei dotbooks erschienen bereits Stella Conrads Romane 'Die Küchenfee', 'Die Tortenkönigin', 'Blindflug' und 'Der Feind an meinem Tisch' und 'Geständnisse einer Fernsehköchin'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 436
    Erscheinungsdatum: 29.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955205447
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 762 kBytes
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Die Küchenfee

Kapitel 1

"Verdammt, verdammt, verdammt!" Lilli Berger fluchte zwischen zusammengebissenen Zähnen, während sie fieberhaft mit einem Quirl in einer kleinen gusseisernen Pfanne rührte. Die orangefarbene Flüssigkeit blubberte laut, und schließlich traf ein dicker Spritzer ihre linke Hand. Sofort bildete sich eine große Brandblase. Keine Zeit, sich darum zu kümmern. Das gehörte, wie Schnitte und Verbrennungen, zum Alltag in einer Restaurantküche. Sehr treffend hatte irgendjemand mal gesagt, Profiköche trügen die Narben an ihren Händen wie Generäle ihre Orden, als sichtbare Beweise siegreich geschlagener Schlachten.

Die Schlacht um die Orangensauce allerdings war keineswegs geschlagen und siegreich erst recht nicht. Die Sauce in der Pfanne war weit davon entfernt, die gewünschte Sämigkeit zu erreichen.

"Mist, warum willst du nicht ..." Ihr Schimpfen ging im Scheppern zu Boden fallender Topfdeckel unter.

"Wo bleibt die Orangensauce für die Entenbrust?" Monsieur Pierres Bariton war die Ungeduld deutlich anzuhören. "Und, verflucht noch mal, wer ist hier zu dumm, einen Topfdeckel festzuhalten?"

In der nächsten Sekunde stand der Chefkoch schon neben Lilli am Herd und starrte ihr aus nächster Nähe missbilligend ins Gesicht. Er hatte die Hände in die Hüften gestemmt und wippte ungeduldig vor und zurück. Im Hintergrund versuchte die zu Tode erschrockene Spülhilfe hektisch, sich und die Topfdeckel aus der Gefahrenzone zu bringen.

"Soso, Sie wollen also dem Polizeipräsidenten das Mittagessen versauen? Oder will Madame Berger mich wie üblich bloß quälen? Hm?"

Lilli ließ ihre Sauce nicht eine Sekunde aus den Augen. Das hatte sie schon als Lehrling gelernt: die Wutanfälle des Küchenchefs stoisch über sich ergehen zu lassen, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen.

"Und, Madame Lilli, ich bestehe darauf, dass Sie endlich eine vernünftige Kopfbedeckung tragen. Ich werde diese Hippie-Tücher in meiner Küche nicht länger dulden."

Monsieur Pierre schnaufte erbost.

Lilli drehte sich schwungvoll zu ihrem Chefkoch um und strahlte ihn an. "Hier ist die Orangensauce, oh göttlicher Maître, möge sie dem Herrn Polizeipräsidenten zur Stärkung gereichen."

Aus Richtung der Spüle erklang ein leises Kichern.

Blitzschnell fuhr Monsieur Pierre herum und stürzte sich auf die Spülhilfe. "Was fällt Ihnen ein? Hm? Hm? Was ist denn hier so komisch?", brüllte er die junge Punkerin an. "Und was sollen überhaupt diese Metallknöpfe in Ihrem Gesicht? Sich derart zu verschandeln! In meiner Küche ..."

Erschrocken riss das Mädchen in einer Abwehrbewegung den Spülschlauch hoch, sodass Monsieur Pierre plötzlich in einer Wasserkaskade stand, die ihm die Kochmütze vom Kopf spülte und damit seine verhassten Geheimratsecken zum Vorschein brachte.

Lilli konnte sich nur mühsam beherrschen. Einer musste schließlich in diesem Chaos die Ruhe bewahren und sich um die zur Nebenrolle degradierte Entenbrust kümmern, denn der aufgebrachte Koch und das junge Mädchen rangen weiter um den Schlauch. Wasser spritzte durch die Küche.

Lilli tranchierte das saftige, perfekt rosa gegarte Fleisch und richtete die Scheiben auf einem Saucenspiegel an. In letzter Sekunde rettete sie das Kartoffelgratin davor, ertränkt zu werden, und legte eine Portion auf den Teller. Ein Fächer aus marinierten Orangenfilets komplettierte das Gericht.

Lilli eilte mit dem Teller durch die Schwingtür zur Durchreiche für den Service und betätigte die Klingel. Sie zog eine pinkfarbene

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