text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Kameliendame von J., Alexandre Dumas d. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2014
  • Verlag: Null Papier Verlag
eBook (PDF)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Kameliendame

Die tragisch-bittere 'Kameliendame' ist ein Roman des französischen Autors Alexandre Dumas d. J., der lange Zeit im Schatten seines Übervaters stand, sich aber mit dieser Großen Leidenden der Literaturgeschichte freischreiben konnte. 'Die Kameliendame' erschien 1848 und wurde zu einem der größten Erfolge der französischen Literatur. Die Pariser Halbwelt im 19. Jahrhundert: Erzählt wird das tragische Schicksal des 'leichten Mädchens' Marguerite Gautier, dieses, obschon natürlich gesellschaftlich geächtet, geht eine unerwünschte Liaison mit einem Jüngling aus besserem Hause ein. Marguerite, hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe und ihrer Plicht, ihrem Geliebten sozial nicht zu schaden, trifft eine folgenschwere Entscheidung. Das Buch ist wundervoll leichtfüßig, ja amüsant geschrieben, wenn man von der Katastrophe absehen kann, die sich nicht aufhalten lässt, egal wie oft man von Neuem beginnt zu lesen. Beflügelt durch den großen Erfolg arbeitete Dumas den Stoff zu einem Bühnenstück um. Die legendäre Schauspielerin Sarah Bernhardt brillierte in der Rolle des 'gefallenen Mädchens'. Bekannt ist auch die Verfilmung von 1936, in der Greta Garbo die Titelrolle gab. Musikalisch wurde die Kameliendame ebenso ein Erfolg: Giuseppe Verdi vertonte das Drama 1853 in 'La Traviata' als eine der ersten realistischen Opern seiner Zeit. ?Höre, lieber Armand,? sagte Margarete zu mir, ?wir Geschöpfe des Zufalles haben phantastische Wünsche und unbegreifliche Liebeslaunen. Wir gewähren dem einen, was wir dem andern versagen. Manche opfern ihr ganzes Vermögen, ohne etwas von uns zu erlangen; andere hingegen gewinnen uns mit einem Blumenstrauß. Unser Herz hat keine andere Zerstreuung und keine andere Entschuldigung, als seine Launen. Du hast mich schneller für Dich gewonnen, als dies je einem Manne gelungen ist, das schwöre ich Dir; warum? 1. Auflage Umfang: 274 Buchseiten Null Papier Verlag

Alexandre Dumas der Jüngere, auch Dumas fils, (Geb. 27. Juli 1824 in Paris; Gest. 27. November 1895 in Marly-le-Roi) war ein französischer Romanschriftsteller und dramatischer Dichter. Er war der uneheliche Sohn von Alexandre Dumas dem Älteren und Marie-Catherine Labay, einer Näherin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 274
    Erscheinungsdatum: 02.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954184576
    Verlag: Null Papier Verlag
    Originaltitel: La Dame aux camelias
    Größe: 1491 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Kameliendame

I

I ch bin der Meinung, daß man erst nach langer Beobachtung der Menschen imstande ist, Charaktere zu schaffen, gleichwie man erst durch anhaltendes Studium befähigt wird, eine Sprache zu sprechen.

Ich habe noch nicht das Alter erreicht, wo man erfindet, und begnüge mich daher mit dem Erzählen von Tatsachen.

Die folgende Geschichte ist durchaus wahr, ich habe nur die Namen der daran teilnehmenden Personen verändert, denn alle, mit Ausnahme der Heldin dieser Erzählung, leben noch.

Überdies gibt es zu Paris Personen, welche Zeugen der hier gesammelten Tatsachen waren und dieselben bestätigen könnten, wenn mein Zeugnis nicht genügte; ich allein aber wurde durch besondere Verhältnisse in den Stand gesetzt, diese Geschichte zu schreiben, denn ich allein wurde mit allen Einzelheiten so vertraut, um eine genaue, verständliche und vollständige Erzählung geben zu können.

Diese Einzelheiten kamen auf folgende Art zu meiner Kenntnis. Am 12. März 1843 las ich in der Rue Lafitte einen großen gelben Anschlagzettel, welcher die Anzeige eines Verkaufes von Möbeln und Luxusartikeln enthielt. Dieser Verkauf sollte "infolge eines Todesfalls" stattfinden. Die verstorbene Person wurde nicht genannt, aber die Versteigerung des Nachlasses sollte am 16. in der Rue d'Antin von zwölf bis fünf Uhr nachmittags stattfinden.

Am 13. und 14., hieß es auf dem Anschlagzettel, könne man die Wohnung besuchen, in der sich die Möbel, Gemälde und alle zu versteigernden Gegenstände befanden.

Ich war stets ein Liebhaber von merkwürdigen Stücken, ich nahm mir also vor, diese Gelegenheit zu benützen, um dieselben zu sehen und vielleicht etwas davon zu kaufen.

Am folgenden Tage begab ich mich in das bezeichnete Haus der Rue d'Antin. Am Haustor sah ich zwei noch größere Anschlagzettel, welche über die bevorstehende Versteigerung noch genauere Auskunft gaben, als jener, den ich in der Rue Lafitte gesehen hatte. Der Hausmeister sagte mir auf meine Anfrage, daß die zu verkaufenden Gegenstände im ersten Stock zu sehen wären und daß die Wohnung offen sei.

Es war noch früh, und dennoch waren schon Besucher und sogar Besucherinnen da, welche, obgleich in Samt gekleidet und in Kaschmirs gehüllt, den vor ihren Augen ausgebreiteten Luxus dennoch mit Bewunderung betrachteten.

In der Folge begriff ich diese Verwunderung und dieses Erstaunen, denn bei genauer Beobachtung dieses Luxus, der nicht immer von völlig tadellosem Geschmack war, erriet ich bald, wer diese Gemächer bewohnt haben müsse. Überdies erkannte ich in den drei oder vier Besucherinnen, deren elegante Coupés 1 vor dem Hause hielten, galante Damen, die in der großen Welt ziemliches Aufsehen machten; ich wußte mir daher ihr Erstaunen und Lächeln zu erklären, so oft ihnen ein Gegenstand von großem Werte vorkam.

Kurz, es unterlag keinem Zweifel, daß ich in der Wohnung einer durch ihren Luxus bekannten femme entretenue war. Wenn es etwas gibt, was galante Frauen zu sehen wünschen, so sind es die Wohnungen jener Rivalinnen, deren Equipagen täglich an ihren eigenen vorüberrollen, die, gleich ihnen, Logen in der Oper und im italienischen Theater haben, und ihre Schönheit, ihre Brillanten und Skandale ohne Erröten zur Schau tragen.

Die Bewohnerin der Prunkgemächer, in denen ich mich befand, war tot; es konnten daher die tugendhaftesten Frauen bis in ihr Zimmer dringen. Der Tod hatte diese glänzende Kloake gereinigt, und überdies konnten sich diese Damen – wenn sie wirklich einer Entschuldigung bedürften – damit entschuldigen, daß sie zu einer ö

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen