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Die kleinen Momente des Glücks Roman von Hinz, Patrick (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Die kleinen Momente des Glücks

Eine Komödie mit Tiefgang, eine Tragödie mit Herz: Das einfühlsame Lesevergnügen 'Die kleinen Momente des Glücks' von Patrick Hinz als eBook bei dotbooks. Wenn das Schicksal zweimal klingelt ... Es gibt Menschen, die gerne über Gefühle sprechen - und zu dieser Sorte gehört Herr S. eindeutig nicht. Ganz im Gegenteil: Herr S. lässt niemanden an sich heran und hat es sich in seinem stacheligen Schutzpanzer sehr bequem gemacht. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem zwei Menschen vor seiner Tür stehen, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Der eine ist sein Cousin, ein nerviger Eso-Fuzzi. Die andere ist seine Mutter. Und die ist sterbenskrank. Nein, Herr S. ist wirklich kein Mann, der gerne über seine Gefühle spricht - aber das heißt nicht, dass er keine hat. Denn nun holen sie ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit ein ... Von verletzten Gefühlen und neuen Chancen: Ein bewegender Roman über die Fallstricke des Schicksals und den Wahnsinn, den man Leben nennt. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die kleinen Momente des Glücks' von Patrick Hinz. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Patrick Hinz, Jahrgang 1973, lebt in München und arbeitet als freier Wortjongleur: Er ist als Autor von Sachbüchern sowie als Werbetexter, Redakteur und Marketing-Berater erfolgreich. Bei dotbooks veröffentlichte Patrick Hinz bereits die Romane "Ich bin Paul", "Pennys Fest" und "Die kleinen Momente des Glücks".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 225
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247987
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1416 kBytes
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Die kleinen Momente des Glücks

Kalter Entzug

Ich möchte über Ellen reden, denn ich weiß zumindest, wer sie ist. Ellen ist wunderbar. Ellen hat alles, was ich mir an einer Frau wünsche. Ellen sieht toll aus, Ellen ist blitzgescheit, und Ellen hat ein Lachen, das es mit jedem Superlativ dieser Welt aufnehmen kann. Die letzten vier Wochen, die ich mit ihr verbringen durfte, waren erfüllt von Wertschätzung, Humor und Leidenschaft, für beide von uns, dessen bin ich mir sicher.

Ein Beispiel für Wertschätzung: Ich habe für Ellen mein Lieblingsrisotto zubereitet, mit echten Safranfäden, einer von mir eigens aus Kalbsknochen ausgekochten Brühe, mit der ich ganz vorsichtig den Reis aufquellen lasse, damit er die perfekte Schlonzigkeit erreicht, frischen Steinpilzen und dem Brät italienischer Würste mit Fenchelaroma. Der Zubereitungsprozess lief gewohnt reibungslos ab, zu reibungslos, denn anstatt Parmesan zu reiben und auf die Uhr zu sehen, fand die Reibung während des Köchelns auf meiner Couch statt. Ich rieb mich an Ellen und sie sich an mir, und so ergab eine Reibung die andere, und als ich nach einer halben Stunde in die Küche zurückkehrte - ich hatte zwar instinktiv und Sex witternd die ganze Brühe in den Risottotopf geschüttet und den Reis sowohl auf Deutsch als auch auf Italienisch gebeten, sich selbst zu helfen, da ich mich um eine dringende Angelegenheit kümmern müsse -, war das Risotto verkocht. Von der Konsistenz her ein für die Geriatrie konzipierter und zu Tode geschlonzter Pudding mit salzigem Abgang. Und was tat Ellen? Sie schlürfte tapfer das Risotto-Massaker und attestierte mir ungeahntes Spitzenkoch-Potenzial.

Ein Beispiel für Humor: Sie aß mein Risotto, das schlechteste Risotto aller Zeiten, und attestierte mir ungeahntes Spitzenkoch-Potenzial.

Ein Beispiel für Leidenschaft: Während ich Risotto zubereitete, hatten wir unglaublich tollen Sex auf meiner Couch.

Ellen kommt in die Schublade mit der Aufschrift besonders wertvoll. Außer ihr stecken dort nur Nelson Mandela, außerdem mein ehemaliger Lateinlehrer, der mir durch eine gnadenlos ungerechtfertigte und von Wohlwollen nur so strotzenden Vier die Versetzung in die neunte Klasse ermöglichte (ich gab regelmäßig, mit Tränen der Verzweiflung in den Augen, Arbeiten ab, deren Übersetzungen eher etwas mit Usbekisch als mit Latein zu tun hatten), und Erna, meine Lieblings-Omi, die nun neben Herrn Schmidbauer auf einer schlohweißen Wolke sitzt und für mich Apfelpfannküchlein zubereitet, während Nelson die Teller mit Vanilleeis und Schlagsahne dekoriert.

Um es kurz zu machen: Ellen ist die Inkarnation des fleischgewordenen Lottogewinns, ein Sechser plus Zusatzzahl, kein Dreier oder die letzten zwei Ziffern von Spiel 77. Ein Jackpot, den man sich in Raten auszahlen lässt, um ein Leben lang davon zu profitieren.

Und genau aus diesen Gründen habe ich Schluss gemacht.

Zum einen, weil ich sie mit mir verglichen und mich natürlich nicht gefunden habe. Ich halte mich selbst für alles andere als besonders wertvoll, und schon nach kurzer Zeit war mir daher klar, dass ich vieles sein mochte, aber eins definitiv: ihrer nicht würdig. Und zum anderen, weil Ellen vorgestern etwas getan hat, mit dem ich nicht zurechtkomme. Man könnte es einen unbedachten Fehler ihrerseits nennen, allerdings bin ich nicht sicher, ob sie das auch so sehen würde.

Ellen sagte, dass sie mich liebe.

Ja, tatsächlich. Einfach so. Mir nichts, dir nichts. Wir lagen zusammen im Bett, hatten uns gerade eine gute Nacht gewünscht und sie ihren Kopf an mich gekuschelt. Ich war schon fast abgetaucht in eine andere Bewusstseinsebene, da hauchte Ellen ein "Herr S., ich liebe dich" in meine Richtung und schlief ein. Und da lag sie nun, offensichtlich im Reinen mit sich und der Welt nach dieser schonungslosen Beichte. Ihr nach Shampoo und Parfum duftender Kopf lastete auf meinen Schultern - und noch so vieles mehr.

Ellen kam mir in diesem Moment vor wie d

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