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Die Kreuzritter (Staat des Deutschen Ordens) Historischer Roman (Schlacht bei Tannenberg) von Sienkiewicz, Henryk (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2014
  • Verlag: e-artnow
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Die Kreuzritter (Staat des Deutschen Ordens)

Dieses eBook: 'Die Kreuzritter (Staat des Deutschen Ordens)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Die Kreuzritter ist ein Roman des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz. Er wurde 1900 erstmals veröffentlicht und seither in 25 Sprachen übersetzt. Durch die Teilungen Polens existierte seit über 100 Jahren kein polnischer Staat mehr, als Sienkiewicz den Roman über den Deutschen Orden des 14. Jahrhunderts verfasste, der 1410 in der Schlacht bei Tannenberg eine Niederlage gegen ein vereintes Heer aus Polen, Litauern, Weißrussen und Tataren erlitt. Zur Inhalt: Der junge polnische Adlige Zbyszko von Bogdaniec zieht Ende des 14. Jahrhunderts als Begleiter seines Onkels Ma?ko nach Krakau an den Hof Königs W?adys?aw Jagie??o. Auf der Reise lernt er Danusia, eine Zofe der Herzogin Anna von Masowien und Tochter des Ritters Jurand von Spychów kennen. Nahe der Abtei Tyniec trifft der Reisezug auf den Gesandten des Deutschen Ordens, Kuno von Lichtenstein. Der heißblütige Zbyszko greift den Ordensritter prompt an, welcher daraufhin Klage gegen ihn beim König führt. Aufgrund dieser schwerwiegenden Verletzung der königlichen Autorität, ein Gesandter steht unter dem Schutz des Monarchen, soll der junge Zbyszko hingerichtet werden. Danusia rettet ihn, indem sie ihm die Ehe verspricht... Henryk Sienkiewicz (1846-1916) war ein polnischer Schriftsteller und Träger des Nobelpreises für Literatur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 800
    Erscheinungsdatum: 20.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026822400
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1611 kBytes
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Die Kreuzritter (Staat des Deutschen Ordens)

Zweites Kapitel.

Inhaltsverzeichnis

An der Thüre erschien jetzt die Fürstin, eine Frau in mittleren Jahren, in einem roten Mantel und einem enganliegenden grauen Gewande mit goldenem Gürtel, der vorn durch einen großen Ring am Kleide festgehalten war. Hinter der freundlich lächelnden Herrin zeigten sich einige Hoffräulein, ältere und auch halbwüchsige. Kränze aus Lilien und Rosen schmückten ihre Stirnen, und viele hatten Lauten in den Händen. Wieder andere trugen frische Blumensträuße, die sie wohl unterwegs gepflückt hatten. Bald war die ganze Stube voll, denn nach den Mädchen kamen mehrere Höflinge und Pagen. Heiter und guter Dinge traten alle ein, mit strahlenden Gesichtern, laut sprechend und singend, wie trunken von der schönen Nacht und dem hellen Mondschein. Unter den Höflingen befanden sich auch zwei fahrende Schüler, der eine mit einer Laute, der andere mit der Zither am Gürtel. Eines der Mägdlein, das noch ganz jung, vielleicht zwölf Jahre alt war, trug eine kleine, mit Kupfernägeln beschlagene Laute hinter der Fürstin her.

"Gelobt sei Jesus Christus!" sagte die Fürstin, in der Mitte des Gastzimmers stehen bleibend.

"Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen!" antworteten die Anwesenden, sich tief verneigend.

"Wo ist der Wirt?"

Als dieser der Fürstin Worte vernahm, drängte er sich vor und ließ sich nach deutscher Sitte auf die Knie nieder.

"Wir wollen hier rasten und uns stärken," sagte die Herrin. "Tummelt Euch also, denn wir sind hungrig."

Die Bürger hatten sich bereits entfernt. Zwei Edelleute vom Orte, sowie Macko aus Bogdaniec und der junge Zbyszko verbeugten sich jetzt abermals und wollten die Gaststube verlassen, um die Gesellschaft nicht zu stören, aber die Fürstin hielt sie zurück.

"Ihr seid Edelleute, Ihr stört uns nicht. Macht Euch mit unseren Hofherren bekannt. Woher hat Euch Gott geführt?"

Nun gaben sie ihre Namen, ihr Geschlecht, ihre Beinamen und die Dörfer an, von denen sie die Namen trugen.

Als dann die Fürstin von Macko gehört hatte, woher er kam, klatschte sie in die Hände und rief: "Das trifft sich gut! Erzählt uns von Wilna, von meinem Bruder und meiner Schwester. Kommt Fürst Witold zur Entbindung der Königin und zur Taufe hierher?"

"Er wollte kommen, weiß aber nicht, ob es ihm möglich sein wird. Deshalb sandte er durch die Fürsten und Bojaren der Königin vorerst eine silberne Wiege als Geschenk. Mit dieser Wiege sind auch wir, mein Neffe und ich, gekommen und unterwegs haben wir sie bewacht."

"Befindet sich diese Wiege hier? Ich möchte sie sehen. Ganz aus Silber ist sie?"

"Ja, ganz aus Silber. Aber sie befindet sich nicht hier. Sie ist schon nach Krakau gebracht worden."

"Und was thut Ihr hier in Tyniec?"

"Wir kehrten hierher zurück, zu dem Prokurator des Klosters, unserm Blutsverwandten, um der Obhut des ehrwürdigen Ordens zu übergeben, was wir im Krieg gewannen und was der Fürst uns als Schenkung überließ."

"Möge Gottes Segen darüber walten! Ist es ansehnliche Beute? Doch sagt, warum es noch ungewiß ist, ob mein Bruder kommt?"

"Für den Feldzug zu den Tataren rüstet er sich."

"Ich sage Euch, mich quält nur das eine: die Königin hat diesem Feldzuge kein glückliches Ende prophezeit, und was sie prophezeit, trifft immer ein."

Macko lachte. "Ei, unserer gottesfürchtigen Herrin will ich nicht widersprechen, aber mit dem Fürsten

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