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Die Leidenschaft des Lords Roman von Wolf, Joan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.08.2016
  • Verlag: venusbooks
eBook (ePUB)

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Die Leidenschaft des Lords

Gegen die Liebe ist sie machtlos: das Romance-&-Regency-Highlight 'Die Leidenschaft des Lords' von Joan Wolf jetzt als eBook bei venusbooks. England um die Jahrhundertwende. Annabelle ist untröstlich: Ihr geliebter Mann, der Earl of Weston, ist gestorben. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie zu ihrem Entsetzen, dass er seinen unberechenbaren Bruder als Vormund für ihren kleinen Sohn und das herrschaftliche Gut bestimmt hat. Ausgerechnet Stephen, der ihr vor langer Zeit das Herz gebrochen hat! Als der attraktive Schurke vor ihr steht, ist Annabelle wild entschlossen, ihm die kalte Schulter zu zeigen. So beginnt ein Spiel voller Ablehnung und verborgener Leidenschaft zwischen den beiden... 'Joan Wolf ist eine begnadete Erzählerin!' Publishers Weekly Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das Romance-Highlight 'Die Leidenschaft des Lords' von Joan Wolf lädt zu einer Reise in die Regency-Zeit ein. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.

Joan Wolf ist die amerikanische Grande Dame der Liebesromane. Sie wuchs in der New Yorker Bronx auf und studierte Englische und Vergleichende Sprachwissenschaften am renommierten Hunter College in Manhattan. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie längere Zeit als Englischlehrerin an einer High-School, bevor sie ihre internationale Karriere als Autorin begann. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrer Katze und ihrem Hund in Connecticut. Bei venusbooks veröffentlichte sie die Romane 'Die Braut des Fürsten', 'Das Herz des Earls', 'Die Liebe des Königs' und 'Die Leidenschaft des Lords'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 415
    Erscheinungsdatum: 12.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958854444
    Verlag: venusbooks
    Größe: 1308 kBytes
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Die Leidenschaft des Lords

2. Kapitel

Normalerweise beendete ich im Frühling die Jagdsaison und bereitete die Übersiedelung nach London vor, um meine gesellschaftlichen Verpflichtungen zu erfüllen; doch Gerald war tot, und nichts lief mehr in den gewohnten Bahnen. Das Gefühl der Leere und der Einsamkeit in meinem Inneren war mir nur allzu bekannt, und ich verbrachte einen großen Teil meiner Zeit mit Giles. Ich redete mir ein, daß er mich brauchte; doch in Wirklichkeit war wohl ich es, die sich an ihm festhielt.

Erleichtert kehrte ich in die Normalität zurück, als Sir Matthew Stanhope mich besuchte. Der Regionalherr, der gleichzeitig der Leiter der Sussex-Jagd war, kam am 29. März zu mir, zwei Tage nach der offiziellen Beendigung der Jagdsaison. Wir saßen in dem kleinen Zimmer hinter der Treppe, das ich vor zwei Jahren als Schreibstube für mich eingerichtet hatte. Zur Erfrischung nahm er ein Glas Wein, ich trank Tee.

"Vor ein paar Tagen ist Fentons Hecke niedergetrampelt worden", sagte er, lehnte sich in dem alten, mit Samt bezogenen Lehnsessel zurück und trank mit einem kräftigen Schluck das halbe Glas leer. "Einer dieser verdammten Cousins von Watson hat sich das geleistet."

Die Nachbarbauern bei Laune zu halten, war normalerweise meine Aufgabe. "Oje", sagte ich. Fenton war einer von Westons Pächtern, und ich kannte seinen Stolz auf die neue Hecke. "Hat ihm jemand gesagt, daß der Jagdherr die Sträucher ersetzen wird?" fragte ich.

"Ich war selbst bei ihm", erklärte mir Sir Matthew. "Er ist trotzdem immer noch aufgebracht. Seine Frau sagt, was wäre wohl passiert, wenn der Kleine gerade dort draußen gespielt hätte? Er wäre totgetrampelt worden, meint sie."

Leider hatte Mrs. Fenton recht. Verärgert stellte ich meine Tasse ab. "Wie, zum Teufel, ist dieser Kerl in Fentons Hecke geraten, Sir Matthew? Die Jagd sollte doch mindestens drei Felder weiter stattfinden."

"Das hat sie ja auch, Annabelle, durchaus! Aber dieser verdammte Dummkopf hat ein geliehenes Pferd geritten - ein nervöses Vollblutpferd - und er konnte es nicht mehr zügeln. Das Pferd ist mit ihm durchgegangen und in die Sträucher gerast."

Wir betrachteten einander und waren beide empört über soviel Dilettantismus. Sir Matthew besaß das asketische Gesicht eines mittelalterlichen Gelehrten; doch war er ein Mann vom Land, leidenschaftlicher Reiter und der beste Führer der Fuchsjagdhunde, den es weit und breit gab. Er kannte mich seit meinem achten Lebensjahr.

"Es wird nicht gut sein für die Jagd, wenn die Bauern ringsum sich sogar in ihren eigenen Gärten nicht mehr sicher fühlen", bemerkte ich.

"Ich weiß, ich weiß." Sir Matthew trank sein Glas aus, schenkte sich dann wieder nach und kam zum eigentlichen Anliegen seines Besuches. "Glauben Sie, daß es Ihnen möglich wäre, die Fentons aufzusuchen, Annabelle? Könnten Sie ihnen verständlich machen, daß es sich um einen Unfall gehandelt hat und nicht noch einmal Vorkommen wird?" Er räusperte sich. "Gerne bitte ich Sie wirklich nicht darum, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, meine Liebe. Ihre Trauer sollte Sie vor derlei Dingen verschonen." Sir Matthews schmales, strenges Gesicht drückte seinen Ernst aus. "Aber die Fentons sind Pächter von Weston, und wenn Mrs. Fenton die Frauen der anderen Nachbarn aufwiegelt..."

"Dann wird die Sussex-Jagd Schwierigkeiten bekommen", beendete ich den Satz für ihn.

Schweigend sahen wir einander an.

Die Sussex-Jagd war unsere gemeinsame Leidenschaft. Wie ich schon früher erwähnte, war Sir Matthew der Jagdmeister, und unsere Meute kostbarer Fuchsjagdhunde versorgte er auf seinem Gut Stanhope. Die Kosten für so eine Meute stellten erhebliche Summen dar, und man konnte nicht von Sir Matthew erwarten, sie allein zu tragen. Deshalb basierte unsere Jagdgemeinschaft, genau wie viele andere, auf Mitgliedsbeiträgen.

Wer zur Sussex-Jagd gehören wollte, mußte einen bestimmten Betrag in jedem Jahr entrichten. Den Mitgliedern war

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