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Die letzten Tage der Kelten Historischer Roman von Muecklich, Bernhard von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2015
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Die letzten Tage der Kelten

Die große historische Saga über die sagenumwobenen Kelten! Als Vercingetorix, der legendäre Fürst der Kelten, an jenem Morgen im Jahre 51vor Christus auf der Stadtmauer von Alesia steht, weiß er, dass die Tage der keltischen Kultur gezählt sind. Zu groß ist die Übermacht der Römer, die dort draußen vor den Toren der Stadt lagern und auf seine Auslieferung warten. Noch einmal erinnert er sich an diesem Morgen an die Zeit, als sein Vater ermordet wurde, als er selbst zum Krieger heranwuchs und seinem Feind und Vorbild Julius Caesar begegnete. Wie er später, beseelt von dem Gedanken, sein Land zu verteidigen, Männer aus allen Schichten und Stämmen des keltischen Reiches zusammenbrachte und sie in die große Schlacht von Gergovia führte. Und er erinnert sich an die Zeit nach dem großen Sieg, als seine Streitmacht auseinander fiel und die Keltenfürsten ihm den Rücken kehrten. Und damit kehren Vercingetorix' Gedanken wieder in die Gegenwart zurück: Ihm bleibt nur noch eines zu tun - er muss sich Caesar ausliefern. Die letzten Tage der Kelten sind angebrochen ...'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 381
    Erscheinungsdatum: 13.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955307240
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1772 kBytes
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Die letzten Tage der Kelten

Kapitel 2

Mit schneidenden Kopfschmerzen wachte Fearr am nächsten Morgen auf. Das geschäftige Treiben im Hause hatte ihn aus seinem mit absurden Träumen begleiteten Schlaf geweckt. Immer noch spürte er die Nachwirkungen des Alkohols in seinem Gehirn. Eine lange Weile blieb er noch bewegungslos auf seinem Bett liegen, dann beschloss er aufzustehen. Jede seiner Bewegungen wurde mit einem quälenden Stechen in seinem Kopf bestraft. Taumelig verließ er sein Zimmer und ging langsam, sich immer wieder irgendwo anlehnend, auf den Hof und weiter zum Brunnen. Die helle Frühlingssonne erschien ihm unerträglich grell und er musste fortwährend blinzeln. Am Brunnen angelangt, schüttete er sich einen Eimer kalten Wassers über seinen umnebelten Kopf. Es half nichts. Noch zwei weitere Eimer folgten dem ersten, aber Fearr konnte keine Erleichterung seiner Schmerzen feststellen. Kurz entschlossen richtete er sich auf und rannte, seine Pein herausschreiend, zum nahe gelegenen Weiher. Ohne zu zögern sprang er in das flache Gewässer und ließ das eiskalte Wasser um seinen Körper spülen. Nachdem er mehrere Runden geschwommen war, verspürte er endlich eine deutliche Linderung seines Kopfwehs. Langsam kehrten seine Lebensgeister zurück, und er fühlte sich wieder einigermaßen erfrischt. Ein paar Mal noch tauchte er unter, dann strebte er wieder dem Ufer zu. Er verließ den Teich und ließ sich rücklings auf das taufeuchte Gras sinken. Tief atmete er die klare, warme Frühlingsluft ein und schloss dabei die Augen. Das Zwitschern der Vögel und das leise Rauschen des nahen Birkenwäldchens drangen in sein Ohr. Ein wenig später war sein Kopf schmerzfrei. Er erhob sich, lief wieder zum Hof in sein Zimmer, wo er sich mit Hemd und Hose bekleidete. Hastig stopfte er sich noch ein Stück von dem frisch gebackenen Brot in den Mund, das er zuvor mit dem herrlichen Kräuterkäse bestrichen hatte, den seine Mutter erst vorgestern angesetzt hatte. Dann schlenderte er zur Koppel und griff sich ein Zaumzeug. Ein kurzer Pfiff, und sein Pony galoppierte übermütig zu ihm hin. Er zäumte es auf, schwang sich auf den kräftigen Rücken des Tieres und trabte durch das Hoftor dem nahen Walde zu. Als er den Waldrand erreicht hatte, ließ er sein Pony in Schritt fallen und saugte genüsslich den würzigen Duft der Moose und Bäume ein. Ja, unverkennbar, es war endlich Frühling geworden. Alles ergrünte und erblühte. Fearr fühlte sich glücklich und frei. Wieder trabte er an und strebte dem Waldrain zu. Dort angekommen, verhielt er neben den eingefallenen Blöcken eines alten Steingrabes. Seine Augen weideten sich an dem sich ihm bietenden Panorama. Leicht hügelig erstreckte sich ein ausgedehntes Wiesengelände zum Bach hinab, an dessen Auen wulstige, alte Weiden wuchsen, deren Kätzchen graugelb in der Sonne schimmerten. Die Blumen und Sträucher auf den Wiesen erstrahlten in bunter Pracht und Vielfalt und lockten Bienen und Schmetterlinge in allen Farben an. Mit einem Jubelschrei feuerte er sein Pony an und ritt in voller Karriere zum Bach hinunter. Das Wasser war klar und an dieser Stelle ziemlich flach. Beim Hindurchreiten störte er ein paar Forellen auf, die nach allen Seiten davonstoben. Dann galoppierte er den leicht ansteigenden Hang hinauf, einem lichten Eichenhain zu. Dort, in einer runden, strohgedeckten Hütte, wohnten Cunlean und Cardho, sein Lehrling. Als ob er Fearr erwartet hätte, stand der Druide vor seinem Haus, gestützt auf seinen mit verschlungenen Mustern reichlich verzierten, langen Stab. Das schon ergraute, ehemals schwarze Haar trug er, vom Stirnansatz bis zur Mitte des Kopfes rasiert, schulterlang. Wache, hellblaue weise Augen spähten aus einem wettergegerbten, sonnengebräunten Antlitz. Bekleidet war er mit einem einfachen, wollenen, knöchellangen Gewand in unbeflecktem Weiß.

Fearr parierte sein Pferd, sprang ab und warf die Zügel dem herbeieilenden Cardho zu. Dann lief er zu seinem alten Lehrer. Dieser lehnte s

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