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Die Lichter der Nacht Roman von Wiersema, Robert J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Lichter der Nacht

Kennt das Schicksal keine Gnade? Der berührende Familienroman »Die Lichter der Nacht« von Robert J. Wiersema jetzt als eBook bei dotbooks. Im Schlaf sieht sie aus wie ein Engel ... Für Karen Barret bricht eine Welt zusammen, als ihre kleine Tochter Sherry sich von ihrer Hand losreißt und vor einen Truck läuft. Wie durch ein Wunder überlebt Sherry ihre schweren Verletzungen - doch fortan liegt sie im Koma. Während Karen sie zuhause pflegt und fest daran glaubt, dass ihre Tochter wieder aufwachen wird, droht Karens Ehemann, an dem Schicksalsschlag zu zerbrechen. Als die Not der Familie am größten ist, scheint es plötzlich ein Lebenszeichen von der kleinen Sherry zu geben - jedoch auf so ungewöhnliche Weise, dass kein Arzt es für möglich hält und Sherrys Eltern sich nur noch eins fragen: Kann Glauben wirklich Berge versetzen? »Ein eindrucksvolles, bewegendes, intelligentes Debüt voller Magie.« Publishers Weekly Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der gefühlvolle Roman »Die Lichter der Nacht« von Robert J. Wiersema. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Robert J. Wiersema wurde 1970 in Agassiz nahe Vancouver geboren und studierte englische Literatur. Heute lebt er in Victoria, British Columbia. »Die Lichter der Nacht« ist sein Debütroman, der im englischsprachigen Raum die Bestsellerlisten eroberte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 01.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961488742
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1106 kBytes
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Die Lichter der Nacht

»JUBILEE, hier ist A32. Zwei, ich wiederhole, zwei verletzte Personen. Unfall mit Fahrerflucht. Geschätzte Ankunftszeit vier Minuten. Ende.«

»Verstanden, A32. Bitte Zustand melden. Ende.«

»Verstanden, Jubilee. Eine weibliche Erwachsene. Blutungen. Schock. Zustand stabil. Ende.«

»Verstanden, A32. Zweite Person. Ende.«

»Verstanden, Jubilee. Ein weibliches Kind, drei Jahre. Schweres Schädeltrauma mit vermindertem Bewusstsein und selbstständiger Atmung. Schwere Schädelblutungen. Ende.«

»Verstanden, A32. Trauma eins erwartet Sie am Tor. Ende.«

KAREN BARRETT Sherry und ich gingen Hand in Hand zum Einkaufszentrum.

Die Hillside-Arkaden sind nur ein paar Blocks vom Haus entfernt, und mittwochmorgens warten in der Feinkostabteilung Clowns, Jongleure und Musiker auf die Kinder. Ich hatte ihr das blaue Kleidchen angezogen, das mit Pooh dem Bären vorne drauf. Sie hatte es sich selbst ausgesucht. »Mein himmelblaues Kleid, weil es zum Himmel passt.« Ganz vorsichtig zog ich den Reißverschluss am Rücken zu, damit sich auch kein einziges flaumiges Härchen in den Zähnen verklemmte. Als ich fertig war, kitzelte ich sie sanft unter den Armen.

War es das letzte Mal, dass ich sie lachen hörte?

Sherry liebte die Clowns, und der Lärm, den die Kinder in der Abteilung machten, war wie Musik in meinen Ohren. Meistens aßen wir eine Kleinigkeit - einen Muffin oder Pommes frites -, bevor wir nach Hause gingen, und wenn wir zurückkamen, war es Zeit für ein Nickerchen, für uns beide.

Es war ein herrlicher Frühlingstag. Der Himmel leuchtete in einem klaren kalten Blau, aber es war nicht kühl. Im Gegenteil, die Luft roch nach Wärme und Wachstum, nach Wiese und Blumen. Auf unserem Weg durch unser Viertel blieben wir des Öfteren stehen, streichelten die Katzen der Nachbarn, rochen am frisch erblühten Flieder und sammelten Steine auf, die meine Taschen ausbeulten.

Ich sah in beide Richtungen, bevor wir den ungesicherten Überweg an der Hillside betraten. Das tue ich immer. Die Straße ist zu breit, als dass man irgendwelche Risiken eingehen kann; drei Fahrbahnen in jede Richtung, durch eine Betonbefestigung voneinander getrennt. Die Busse und Lkws rasen nur so an einem vorbei. An dem Überweg gibt es keine Ampel, also passe ich immer besonders genau auf. Lieber warteten wir eine Weile, bevor wir ein Risiko eingingen.

Wir ließen den von links kommenden Kombi passieren, in einiger Entfernung sah ich, wie sich von rechts ein Truck näherte. Alles in Ordnung. Ich nahm ihre kleine Hand.

Alles in Ordnung.

Wir beeilten uns. Bis zur anderen Seite war es ein ziemlich weiter Weg für eine Dreieinhalbjährige, aber wir hatten ihn schon oft zurückgelegt.

Wir hätten an der Befestigung stehen bleiben sollen.

Als ich wieder aufschaute, war der Truck schon ganz nah, vielleicht hundert Meter entfernt. Er war alt und verrostet, rot mit weißen Kotflügeln. Und er raste auf uns zu.

Ich spürte, wie sich ihre Finger aus meiner Hand lösten. Wie sie loslief.

»Sherry!«, rief ich, als sie mir entglitt.

Wir befanden uns auf der gleichen Spur wie der Truck, wir hätten nur bis zur nächsten laufen müssen. Es war nicht weit, anderthalb Meter höchstens.

Ich hätte sie festhalten müssen. Ich weiß nicht, warum ich sie nicht festgehalten habe.

Sie drehte sich um und sah mich an.

»Sherry!«

Ich sah zu, wie sie mit ihren weißen Beinchen über die Straße lief, in ihren kleinen weißen Schuhen, dem kleinen blauen Kleid.

Ihrem himmelblauen Kleid.

Als ich nach oben sah, konnte ich fast das Gesicht des Truckfahrers erkennen. Er hatte die Spur gewechselt, um uns auszuweichen, war auf die Spur eingeschwenkt, auf die Sherry gerade gelaufen war. Das Brüllen des Motors übertönte alle anderen Geräusche.

Im selben Moment wollte ich sie packen, ab

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