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Die Lichter von Berlin Roman von Noack, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2017
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Lichter von Berlin

Ein mutiges Leben - ein Erbe für die Ewigkeit: Der bewegende Roman "Die Lichter von Berlin" von Bestseller-Autorin Barbara Noack als eBook bei dotbooks. Dunkelheit zieht auf über dem Berlin der 30er Jahre - doch der Mut einer jungen Frau strahlt wie ein Licht in finsterer Nacht ... Voller Hoffnung reist Jenny nach Berlin, um dort Gesang zu studieren. Der goldene Glanz und das wilde Leben der Stadt ziehen sie sofort in ihren Bann - ebenso wie der charmante Künstler Björn Jonasson. Mit ihm wagt Jenny zum ersten Mal, von Freiheit zu träumen: Freiheit von den ehrgeizigen Ambitionen ihrer Mutter und von allen Konventionen. Doch als das Glück zum Greifen nahe scheint, wandelt sich ihr geliebtes Berlin plötzlich in eine gefährliche Falle: denn Jennifer ist Jüdin. Wir ihr unbändiges Verlangen nach Leben und Liebe stärker sein als die Fesseln des Schicksals? "Jennys Geschichte steht stellvertretend für viele begabte Frauen des letzten Jahrhunderts, die sich ihr Leben zu Recht anders vorgestellt hatten - und es dennoch mit Würde gelebt haben." Bestseller-Autorin Viola Alvarez "Ein Meisterstück von der Großmeisterin der Unterhaltungsliteratur." Welt am Sonntag Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der berührende Frauenroman "Die Lichter von Berlin" von Bestseller-Autorin Barbara Noack - auch bekannt unter dem Titel "Jennys Geschichte". Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Barbara Noack, geboren 1924, hat mit ihren fröhlichen und humorvollen Bestsellern deutsche Unterhaltungsgeschichte geschrieben. In einer Zeit, in der die Männer meist die Alleinverdiener waren, beschritt sie bereits ihren eigenen Weg als berufstätige und alleinerziehende Mutter. Diese Erfahrungen wie auch die Erlebnisse mit ihrem Sohn und dessen Freunden inspirierten sie zu vieler ihrer Geschichten. Ihr erster Roman "Fräulein Julies Traum vom Glück", auch bekannt unter dem Titel "Die Zürcher Verlobung", wurde zweimal verfilmt und besitzt noch heute Kultstatus. Auch die TV-Serien "Der Bastian" und "Drei sind einer zu viel", deren Drehbücher die Autorin verfasste, brachen in Deutschland alle Rekorde und verhalfen Horst Janson und Jutta Speidel zu großer Popularität. Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks ihre Romane "Brombeerzeit", "Danziger Liebesgeschichte", "Das kommt davon, wenn man verreist", "Das Leuchten heller Sommernächte", "Der Bastian", "Der Duft von Sommer und Oliven", "Der Traum eines Sommers", "Der Zwillingsbruder", "Die Melodie des Glücks", "Drei sind einer zuviel", "So muss es wohl im Paradies gewesen sein", "Valentine heißt man nicht", "Was halten Sie vom Mondschein?", "Die Lichter von Berlin" und "Fräulein Julies Traum vom Glück". Ebenfalls bei dotbooks veröffentlichte Barbara Noack ihre Romane "Eine Handvoll Glück" und "Ein Stück vom Leben", die auch im Sammelband "Schwestern der Hoffnung" erhältlich sind. Im Sammelband erschienen sind auch "Valentine heißt man nicht & Der Duft von Sommer und Oliven". Die heiteren Kindheitserinnerungen "Flöhe hüten ist leichter", "Eines Knaben Phantasie hat meistens schwarze Knie", "Ferien sind schöner" und "Auf einmal sind sie keine Kinder mehr" sind außerdem im Sammelband "Als wir kleine Helden waren" erhältlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 285
    Erscheinungsdatum: 09.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958246218
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2573 kBytes
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Die Lichter von Berlin

Jahrhundertwende

Mathilda Bär, Jennys Großmutter, gehörte zu den ersten Mietern in dem pompösen Neubau am Kurfürstendamm gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Von ihrer geräumigen Wohnung im zweiten Stock aus konnte sie das Vorfahren der Kutschen bei Hochzeiten und Trauerfeiern beobachten - und einmal hatte sie auch den Kaiser hineingehen sehen. Ihr Fernglas lag auf dem Fensterbrett immer parat. Manchmal wehten Orgelfetzen durch die kurz geöffnete Kirchentür, und wenn der Straßenlärm nachließ, hörte sie das Brüllen der Löwen im nahen Zoo.

Jedes Jahr, wenn Mathildas Tochter Paula Bergenser mit ihrem Mann Robert und ihrer Tochter Jenny samt Kinderfräulein aus Hamburg zu Besuch kam - aus der Provinz, wie die Berliner abfällig sagten -, hatte sich das Häuserspalier zu beiden Seiten des Kurfürstendamms Richtung Halensee verlängert. Die Bauweise entsprach ganz dem Prunkgeschmack der gut verdienenden Großbürger: Die Fassaden wurden mit strammen Karyatiden, Säulen und Balustraden, die Dächer mit Kuppeln oder Türmchen bestückt, ein unbekümmertes Stilgemisch, welches das Gesicht des Kurfürstendamms prägte.

Seit der Reichsgründung hatte sich Berlin, die Hauptstadt des Kaiserreiches, innerhalb weniger Jahrzehnte zur modernsten Industriestadt Europas mit fast zwei Millionen Einwohnern entwickelt. Die Stadt schluckte nach und nach das gesamte Umland: Äcker, Wiesen, ganze Dörfer. Für die vielen Arbeit suchenden Zuwanderer - meist Polen und Schlesier - und für das ansässige Proletariat wurden fünfstöckige Mietskasernen aus dem Boden gestampft, mit mehreren Innenhöfen hintereinander, die nie ein Sonnenstrahl erwärmte. Sie stellten ideale Brutstätten für Tuberkulose dar; "Motten in der Lunge" sagten die Berliner dazu. Die Armut war vor allem im Osten und Norden der Stadt angesiedelt. Die Gewinner des allgemeinen Aufschwungs zog es in den Westen. Alles war hier neu, die Reichen, die Häuser, in denen sie wohnten, der Protz. Selbst die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gegenüber von Madame Bärs Wohnung war erst vor fünf Jahren erbaut worden.

Bergensers kamen zu Weihnachten, das war Tradition, und blieben bis zum zweiten Januar. Dieses Mal sahen sie dem letzten Tag des Jahres nicht ohne Lampenfieber entgegen, denn in der Silvesternacht begann ein neues Jahrhundert: das zwanzigste.

Jenny sollte an diesem Abend früh zu Bett gehen, damit sie um Mitternacht ausgeschlafen war. Selbstverständlich wurde sie von Fräulein Amanda bewacht, die Tag und Nacht um sie war, solange sie denken konnte, blaß und temperamentlos wie Milchsuppe, immer gleichmäßig sanft und geduldig. Es war so bequem mit ihr, sie nahm Jenny jede Bemühung ab mit der Bemerkung: "Das mach ich schon, mein Liebling, du kannst das ja doch nicht." Dieser Satz sollte lange noch jede Eigeninitiative des Kindes verhindern.

Gegen sieben Uhr rauschte Madame Bärs älteste Tochter Magda mit ihrem Mann Edmund Kimmeistiehl in beeindruckender Gala in die Diele, um Robert und Paula Bergenser zum Theater abzuholen. Unter einem Cape aus imitiertem Breitschwanz schleppte Plissiertes hinter Magda her. Edmund, ihr Gatte, Kaiser Wilhelm II. verblüffend ähnlich, trug einen Pelerinenmantel genau wie S. M., wenn in Zivil, dazu einen Zylinder. Ihre Kinder hatten sie zu Haus beim Personal gelassen.

Tilla Bär betrachtete mißbilligend ihren Schwiegersohn: "Schneidig, schneidig, lieber Edmund, aber wenn ich dir raten darf, dann laß den Hut hier, du weißt, in der Silvesternacht..."

"Mir passiert schon nichts", unterbrach er sie. Ein Kimmelstiehl ließ sich von Schwiegermutter nur ungern Ratschläge geben. Bornierter Pinkel, dachte Tilla hinter ihm her.

Dann waren sie fort, auf dem Weg zum Apollotheater, und in der großen Wohnung wurde es still, bis auf das Knacken des Parketts und feines Gläserklingen aus dem Salon, wo Ida den Tisch für das Nachtmahl deckte.

Tilla Bär hatte eine Einladung vom Verein der Künstlerinnen m

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