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Die Mädchen aus der Firefly Lane Immer für dich da von Hannah, Kristin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
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Die Mädchen aus der Firefly Lane

Die einmalige Kraft einer Frauenfreundschaft. Im Sommer 1974, zum Sound von Fleetwood Mac und Abba, lernt die Außenseiterin Kate die schöne, aufregende Tully kennen, die alles zu haben scheint, was ihr fehlt. Aus den sehr unterschiedlichen Mädchen werden Freundinnen, die weder Tullys Karrierestreben noch Kates Entscheidung für Kinder und Familie trennen kann. Jahrelang umschiffen Tully und Kate die Klippen jeder engen Freundschaft - Eifersucht, enttäuschte Liebe - und halten zueinander. Bis zu jenem Tag, als ein Verrat ihr Vertrauen auf die Probe stellt ... Ein so kraftvoller wie einfühlsamer Roman über Liebe, Verlust und Zusammenhalt - voller Zeitkolorit und großer Gefühle. Große Serienverfimung auf Netflix. Die deutsche Erstausgabe erschien unter dem Titel 'Immer für dich da'.

Kristin Hannah, geboren 1960 in Südkalifornien, arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen der USA und lebt mit ihrem Mann im Pazifischen Nordwesten der USA. Nach zahlreichen Bestsellern waren es ihre Romane Die Nachtigall und 'Liebe und Verderben', die Millionen von Lesern in über vierzig Ländern begeisterten und Welterfolge wurden.
Im Aufbau Taschenbuch liegen ebenfalls ihre Romane Die andere Schwester , Das Mädchen mit dem Schmetterling , Die Dinge, die wir aus Liebe tun und Die Mädchen aus der Firefly Lane vor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 08.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841219626
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Firefly Lane
    Größe: 2271 kBytes
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Die Mädchen aus der Firefly Lane

2. Kapitel

Für die meisten Menschen im Land war das Jahr 1970 eine Zeit der Umwälzungen und gesellschaftlichen Veränderungen. Nur in einem Haus im Magnolia Drive blieb alles beim Alten.

Die zehnjährige Tully saß auf dem kalten Holzfußboden des Wohnzimmers und bastelte ein Blockhaus für ihre Puppen, die auf rosafarbenen Papiertaschentüchern schliefen. In ihrem Zimmer hätte sie ihre Schallplatte mit den Jackson Five hören können, doch im Wohnzimmer gab es nicht einmal ein Radio.

Tullys Großmutter mochte weder Musik noch das Fernsehen oder Brettspiele. Meistens saß sie, wie jetzt auch, in ihrem Schaukelstuhl am Kamin und stickte. Sie hatte bereits zahllose Stickbilder produziert, auf den meisten standen Bibelsprüche. Im Dezember spendete sie alle der Kirchengemeinde, die sie dann auf ihrem Weihnachtsbasar verkaufte.

Tullys Großvater war ebenfalls still, seit seinem Schlaganfall stand er nicht mehr aus dem Bett auf. Nur hin und wieder läutete er eine kleine Glocke, dann wurde Tullys Großmutter hektisch, was sonst nie vorkam - schon beim ersten Klingeln sprang sie auf und eilte mit einem Seufzer zu ihm.

Tully griff nach der Puppe mit dem blonden Haar, ließ sie mit der dunkelhaarigen Puppe tanzen und summte dazu Daydream Believer. Als an der Haustür geklopft wurde, hielt sie überrascht inne.

Mr und Mrs Beattle kamen sonntags, um Tully und ihre Großmutter zur Kirche abzuholen, doch es war nicht Sonntag, und an den anderen Tagen schaute nie jemand vorbei.

Tullys Großmutter schob ihre Stickarbeit in die rosafarbene Plastiktüte an ihrer Seite und schlurfte zur Haustür, um zu öffnen. Zuerst geschah gar nichts. Dann sagte sie: »Ach, du bist es.«

Ihre Stimme hatte sonderbar geklungen. Tully trat auf den Flur hinaus.

Im Rahmen der Haustür stand eine hochgewachsene Frau mit langem, wirrem Haar und einem Lächeln, das seltsam verrutscht wirkte. Trotzdem war sie eine der schönsten Frauen, die Tully jemals gesehen hatte, mit milchweißem Teint, einer schmalen Nase und hohen Wangenknochen. Doch die Lider über den braunen Augen wirkten schwer und schienen sich immer wieder schließen zu wollen.

»Begrüßt man so eine Tochter, die man ewig nicht gesehen hat?« Die Frau ging an Grandma vorbei und beugte sich zu Tully hinab. »Ist das meine kleine Tallulah Rose?«

Hatte die Frau »Tochter« gesagt? Grandmas Tochter? Aber das bedeutete doch, dass sie ...

»Mommy?«, flüsterte Tully und wagte es kaum zu glauben. Wie oft hatte sie davon geträumt, ihre Mutter käme zurück, wie lange darauf gewartet.

»Hast du mich vermisst?«

Tully nickte heftig. Um ein Haar hätte sie vor lauter Freude laut gelacht.

Grandma schloss die Tür. »Möchtest du einen Kaffee?«

Tullys Mutter schüttelte den Kopf. »Ich möchte meine Tochter abholen.«

»Wahrscheinlich hast du auch kein Geld mehr«, sagte Grandma müde.

Tullys Mutter schien ärgerlich zu werden. »Und wenn schon.«

»Tully braucht - «, begann Grandma.

»Ich glaube, ich kann selbst beurteilen, was meine Tochter braucht.« Tullys Mutter versuchte, gerade zu stehen, doch das schaffte sie irgendwie nicht. Immer wieder geriet sie ins Wanken, schaute komisch und fuhr sich mit den Fingern durch ihr Haar.

»Ein Kind aufziehen bedeutet Verantwortung, Dorothy«, sagte Grandma. »Warum bleibst du nicht bei uns und lernst Tully - « Sie brach ab und runzelte die Stirn. »Du bist ja betrunken.«

Tullys Mutter lachte und zwinkerte Tully zu.

Tully tat es ihr nach. Betrunken sein war nicht schlimm. Bevor er krank wurde, hatte auch Grandpa getrunken. Sogar Grandma nahm dann und wann ein Glas Wein zu sich.

Tullys Mutter wandte sich wieder zu Grandma. »Ich habe heute Geburtstag, falls du das vergessen hast.«

»Wirklich?«, rief Tully aufgeregt. »Warte!« Mit wild klopfendem Herzen lief sie in ihr Zimmer und

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