text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Mütter-Mafia und Friends Das Imperium schlägt zurück

  • Erscheinungsdatum: 21.04.2011
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Mütter-Mafia und Friends

Von Super-Mamis, anderen Mutter-Tieren und dem ach so süßen Nachwuchs ...

In diesem Buch sind herrlich bissige Kurzgeschichten zum Thema 'Mütter' versammelt - von Kerstin Gier, Hanna Dietz, Henrike Heiland, Birgit Fuchs, Steffi von Wolff, Jana Voosen, Gabriella Engelmann, Dagmar Hansen, Eva Völler, Heide John, Ann Hertz, Andrea Koßmann, Maximilian Buddenbohm, Britt Reißmann und Matthias Sachau.

Sie alle werden das Kind schon schaukeln! Kommentiert werden alle Geschichten von der Mütter-Society persönlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 335
    Erscheinungsdatum: 21.04.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838704579
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1254 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Mütter-Mafia und Friends

" Die Katze im Himmel (S. 123-124)
Dagmar Hansen

Die Wohnung, die Tobias vor drei Monaten gemietet hatte, war hell, gut geschnitten, bezahlbar, ruhig und im Grünen gelegen, aber mit guter Verkehrsanbindung, und noch dazu ein Geschenk des Himmels. Es war undankbar, an Geschenken des Himmels herumzumeckern, speziell an diesem, das ihm nach längerer Suche in den Schoß gefallen war, weil eine alte Dame – die Tante eines Kollegen – gestorben war.

Tobias hatte trotzdem angefangen, sich zu fragen, ob er die Wohnung auch genommen hätte, wenn er gewusst hätte, dass der zehnjährige Sohn der alleinerziehenden Nachbarin zum Inventar gehörte. Bestimmt hätte er auch eine andere Wohnung gefunden, zumal er nicht unter Zeitdruck stand. Tobias war an einem Samstag umgezogen. Am Sonntagmorgen um halb zehn, als er gerade in seiner neuen Küche mit Blick auf den großen Garten frühstückte, klingelte es – zweimal lang, zweimal kurz. Vor der Wohnungstür stand ein Junge mit hellblondem Lockenkopf und strahlte ihn an.

"Hallo! Ich war gestern bei meinem Papa zu Besuch, deshalb war ich nicht da, als Sie in Tante Schuhmanns Wohnung eingezogen sind." Der Steppke plauderte weiter wie ein Wasserfall, und nach wenigen Minuten wusste Tobias, dass er Finn hieß, dass seine Mutter gerade im Park joggte, dass seine Katze Rosine hieß und sehr alt war und oft zur Tierärztin musste und dass Tante Schuhmann, die seine Freundin gewesen war, auch sehr alt gewesen war, nämlich vierundneunzig Jahre, jetzt im Himmel wohnte. Als er das sagte, füllten sich seine großen blauen Augen zu Tobias' Entsetzen mit Tränen.

"Im Himmel geht es der alten Dame sicher gut!", versicherte er dem Jungen. "Irgendwann müssen wir alle sterben, das ist leider so. Deine Freundin hat sehr, sehr lange gelebt, das Glück hat nicht jeder." Finn wischte sich mit der Hand über die Augen und zog die Nase hoch, ein Geräusch, das Tobias hasste. "Von mir aus hätte sie ruhig noch viel länger leben können. Ich vermisse sie ganz doll." "Ja, es ist traurig, wenn jemand, den man mag, nicht mehr da ist", sagte Tobias, schaute auf seine Armbanduhr und erklärte, dass er jetzt weiter Kisten auspacken und Bilder aufhängen müsse, es gäbe noch viel zu tun, und morgen müsse er wieder zur Arbeit. "Ich könnte Ihnen helfen", sagte Finn eifrig. "Ich habe Zeit. Der Tante Schuhmacher habe ich auch immer geholfen. Ich hab im Bioladen für sie eingekauft und Blumen gegossen und Staub gesaugt und so.""

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen