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Die Macht des Schicksals oder Harry und Felizitas (Ein fesselnder Seeroman) Newton Forster: Im Dienst der Company (Abenteuerroman) von Marryat, Kapitän Frederick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2014
  • Verlag: e-artnow
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Die Macht des Schicksals oder Harry und Felizitas (Ein fesselnder Seeroman)

Dieses eBook: 'Die Macht des Schicksals oder Harry und Felizitas (Ein fesselnder Seeroman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Aus dem Buch: 'Der Abend war stürmisch. Laut plätscherte der Regen nieder und hörte dann auf, als hätte er dem Winde Nahrung gegeben, der jetzt mit neuem Ungestüm herantobte und sich durch jede Ritze zwängte. Der Teppich des kleinen Gemachs wurde hin und wieder vom Boden erhoben, angeschwellt durch das ärgerliche Eindringen des suchenden Sturmes, und die einsame Kerze, deren ungeputzter Docht nicht nur eine ungewöhnliche Länge gewonnen, sondern auch eine Art Pilzhut gebildet hatte, war jeden Augenblick in Gefahr zu erlöschen, während die Kattunvorhänge der Fenster feierlich hin- und herwehten. Aber das tiefe Träumen Edward Forsters wurde plötzlich durch den Knall einer Kanone gestört, welchen das Ungestüm des Windes leewärts hertrug und mit großer Heftigkeit gegen die Thüre und die Vorderfenster der Hütte schleuderte, denn letztere zitterten einige Augenblicke von der Erschütterung. Forster fuhr auf, legte sein Buch auf den Herd und stieß den Tisch mit seinem Ellenbogen zurück, so daß der größere Theil von dem Inhalte seines Glases verspritzt wurde. Auch die rußige Dochtkrone fiel herunter, und die Kerze ihrer Last enthoben, verbreitete wieder ein strahlenderes Licht.' Frederick Marryat (1792 - 1848) war ein englischer Marineoffizier und Schriftsteller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 800
    Erscheinungsdatum: 02.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026826743
    Verlag: e-artnow
    Größe: 824 kBytes
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Die Macht des Schicksals oder Harry und Felizitas (Ein fesselnder Seeroman)

Zweites Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Kühn wag' ich mich hinaus auf hohe See'n
Scheu' Kritik nicht, noch des Pedanten Spleen;
Der Meeressohn darf Stubenwitz verschmäh'n.
Horch! - ein Stoß -
Der Kalkfels reißt des Kieles Planken los.
Verzweiflung schauert durch der Opfer Glieder,
Die - starren Blicks, voll Wehgezeter -
In's Thal des Todes schau'n. - Dem neuen Streiche
Weicht krampfhaft knarrend die solide Eiche.
Bis - gleich der Mine, wo im Zauberschacht
Der grimme Dämon der Zerstörung wacht -
Zuletzt der starke Rumpf in Stücke reißt
Und seine Trümmer durch die Wogen schmeißt,

Falconer.

Es war in dem traurigen Monate des Nebels der Misanthropie und des Selbstmords - in dem Monate, in welchem der Himmel von den unzufriedenen Menschen einen spärlicheren Zoll des Dankes erhält, - in dem die Sonne aufgeht, aber nicht scheint - zwar ein unfreiwilliges Licht verbreitet, aber uns nicht mit ihren gemüthlichen Strahlen erfreut - in welchem große Talglichter dem Kaufmann beistehen, seinen Gewinn zu berechnen oder über seinen Vertust zu philosophiren - kurz es war an einem Abende des Monats November im Jahre 17-, als Edward Forster, der lange Zeit in Seiner Majestät Flotte gedient hatte, in dem bequemen Armstuhle eines gemächlichen Stübchens saß, in welches er sich in Folge einer schweren Wunde, die seit vielen Jahren stets im Frühling wieder aufzubrechen pflegte, mit seinem Halbsold zurückgezogen hatte.

Die Oertlichkeit des Häuschens, welches er bewohnte, war nicht gerade so behaglich, wie es selbst oder sein Inneres, denn es lag auf einem Berge, der ganz in der Nähe als schroffer Absturz nach jenem Theile des atlantischen Meeres führte, welcher die Küste von Cumberland unter dem Namen der irischen See peitscht. Forster war jedoch von früher Jugend auf Seemann gewesen und fühlte daher eine gewisse Wonne, wenn er das Stöhnen und Pfeifen des Windes hörte, der - wie ein zudringlicher Gast, der gerne Eingang haben möchte - an den Läden seiner Hütte klapperte, während er in seiner Hängematte lag. Hin und wieder wurde er auch durch das Heulen des Sturmes geweckt, und er hüllte sich dann in seine Decken, um auf's Neue zu schlafen - froh, daß er der Wuth des wilden Elements nicht ausgesetzt war.

Seine Finanzen gestatteten ihm keine üppigen Genüsse, und das Destillat des Landes mußte die Stelle des Weines vertreten; die Füße auf der Kaminstange und sein Glas Whiskey-Toddy an der Seite, hatte er sich über dem Buche, das er gelesen, in eine Kette von Gedanken vertieft. Eine Stelle rief ihm Scenen in's Gedächtniß, die lange entschwunden waren, die Scenen seiner Jugend und Hoffnung - die glücklichen Luftschlösser eines frischen Herzens, welche die Zeit stets mit ihren Täuschungen über den Haufen wirft.

Der Abend war stürmisch. Laut plätscherte der Regen nieder und hörte dann auf, als hätte er dem Winde Nahrung gegeben, der jetzt mit neuem Ungestüm herantobte und sich durch jede Ritze zwängte. Der Teppich des kleinen Gemachs wurde hin und wieder vom Boden erhoben, angeschwellt durch das ärgerliche Eindringen des suchenden Sturmes, und die einsame Kerze, deren ungeputzter Docht nicht nur eine ungewöhnliche Länge gewonnen, sondern auch eine Art Pilzhut gebildet hatte, war jeden Augenblick in Gefahr zu erlöschen, während die Kattunvorhänge der Fenster feierlich hin- und herwehten. Aber das tiefe Träumen Edward Forsters wurde plötzlich durch den Knall einer Kanone gestört, welchen das Ungestüm des Windes leewärts hertrug und mit großer Heftigkeit gegen die Thüre und die Vorderfenster der Hütte schleuderte, denn letztere zitterten einige Augenblicke von der Erschütterung. Forster fuhr auf, legte sein Buch auf den Herd und stieß den Tisch mit seinem Ellenbogen zurück, so daß der größere Theil von dem Inhalte seines Glases verspritzt wurde. Auch die rußige Dochtkrone fiel herunter, und die Kerze ihrer Last enthoben, verb

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