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Die Meisterin aus Mittenwald Roman von Martini, Christiane (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Meisterin aus Mittenwald

Eine Frau auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit: 'Die Meisterin aus Mittenwald' von Christiane Martini jetzt als eBook bei dotbooks. Kaum, dass Anna siebzehn Jahre alt ist, scheint ihr Leben schon zu Ende zu sein: Im Jahre 1702 soll sie ins Kloster gebracht werden, nachdem die Kirche ihre Mutter als Hexe beschuldigt und umgebracht hat. Auf dem beschwerlichen Weg durch tiefe Alpenschluchten und schwindelnd-hohe Pässe geschieht ihren Bewachern der Inquisition ein dramatisches Unglück, das für Anna aber die Freiheit bringt. Sie kann entkommen und nimmt die Identität eines jungen Mannes an. Ihrem brennenden Lebenswunsch folgend, gelingt es ihr, eine Lehre als Geigenbauer in Mittenwald zu beginnen. Annas Traum, die Kunst des Geigenbaus wie niemand sonst zu beherrschen, gerät in Gefahr, als sie sich in den Gesellen Moritz verliebt und beide Opfer einer blutigen Intrige werden, in die ihr Meister und ein skrupelloser, venezianischer Söldner verstrickt sind. Auf einmal steht wieder alles auf dem Spiel und eine atemlose Flucht nach Venedig beginnt ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Meisterin aus Mittenwald' von Christiane Martini. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Christiane Martini, geboren 1967 in Frankfurt am Main, ist Diplom-Musiklehrerin und Absolventin des Konzertexamens. Sie leitet ihre eigene Musikschule 'CasaMusica' und ist Dozentin für Blockflöte, Querflöte und Klavier. Neben eigenen Kompositionen hat sie auch zahlreiche musikalische Lehrwerke verfasst. Christiane Martini ist nicht nur Musikerin, sondern als Autorin in verschiedenen Genres zu Hause. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Nähe von Frankfurt und wurde von ihrer Heimatstadt Dreieich mit einem kulturellen Förderpreis für Musik und einem Stipendium ausgezeichnet. Christiane Martini veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane 'Mops Maple' und 'Saitensprung mit Kontrabass', den historischen Roman 'Die Meisterin aus Mittenwald', die Katzenkrimis um Kater Caruso sowie die heiteren Kriminalromane 'Tote Oma mit Schuss', 'Tote Oma auf Eis', 'Tote Oma im Weihnachtsfieber' und 'Tote Oma Ahoi!'. 'Tote Oma mit Schuss' ist zudem Teil des Sammelbands 'Morden im Norden - Vier Krimis in einem eBook'. Die Reihe um den schlauen Kater Caruso und seine Katzenbande umfasst die folgenden Bände: 'Meisterdetektiv auf leisen Pfoten - Carusos erster Fall' 'Venezianischer Mord - Carusos zweiter Fall' 'Die venezianische Schachspielerin - Carusos dritter Fall' 'Schatten über der Serenissima - Carusos vierter Fall' Alle vier Fälle sind auch im Sammelband erhältlich: 'Mord in der Lagunenstadt - Kater Caruso ermittelt in Venedig'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 275
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958243576
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1155kBytes
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Die Meisterin aus Mittenwald

TEIL 1

Kapitel 1

Seit den frühen Vormittagsstunden brannte die Augustsonne unermüdlich hernieder. Mücken und Bremsen surrten durch die Luft und belagerten den Tross der Inquisition, der auf dem Weg zu einem Kloster in den Alpen war. Auf dem vorderen Fuhrwerk saß ein Mädchen, schön von Gestalt, aber mit nach innen gekehrtem, tieftraurigem Blick. Der Inquisitor hatte bestimmt, sie zur Errettung ihrer Seele in die Obhut eines Nonnenordens zu geben.

Anna und ihre Mutter streiften durch die saftigen Blumen- und Kräuterwiesen hinter den mächtigen Stadtmauern Augsburgs. Es war ein wahres Vergnügen für sie, denn das Gras raschelte sachte im Wind, bunte Falter tänzelten heiter herum und Vögel pfiffen ausgelassen ihre Melodien. Wiesenglockenblumen, Graslilien, Sonnenröschen, Schafgarbe, Margeriten und Sandthymian leuchteten in einem Wildblütenmeer um die Wette.

Anna wurde jäh aus ihrem Tagtraum gerissen, denn sie waren soeben mit dem Fuhrwerk, auf dem sie saß, über einen dicken Stein gerumpelt. Der Mann, der vorne auf dem Gefährt hockte, musste ihn wohl übersehen haben. Das Fuhrwerk holperte arg und geriet in Schieflage. Der Mann fluchte und schimpfte aufs Übelste vor sich hin, er zog und zerrte an seinen Riemen, damit der Gaul nicht durchging, und lehnte sich mit aller Kraft seines Körpergewichtes in die entgegengesetzte Richtung. Es dauerte einen Moment, doch schließlich gelang es ihm, das Fuhrwerk wieder unter Kontrolle zu bringen.

Anna hatte sich vor der Vollstreckung des Urteils von ihrer Mutter verabschieden dürfen. In einem unbeobachteten Moment steckte sie ihr ein Tüchlein zu, in das sie Blüten des giftigen Fingerhuts gehüllt hatte.

Als Anna Abschied von ihrer Mutter nahm und ihr heimlich das Tuch mit den violetten Blüten zusteckte, hatte Maria wissend genickt.

"Mutter, geliebte Mutter", hatte Anna gewimmert, und auch nun schluchzten diese Worte aus ihr heraus. Tränen flossen über ihre Wangen und tropften auf den Muschelkamm. Anna steckte ihn behutsam in ihre Haare zurück, umschlang die Knie und gab sich dem Schmerz hin. Sie wollte schreien, um die schrecklichen Bilder nicht mehr sehen und die üblen Stimmen nicht hören zu müssen, die sie im Geiste quälten. Sie konnte diese böse Welt nicht fassen und so verschwamm sie in einem Meer aus Tränen und löste sich in einem matten Schleier auf. Doch wieder bahnten sich die grauenvollen Bilder den Weg und bohrten sich in ihr Bewusstsein.

"Die rothaarige Hexe soll sterben, Hexe, Hexe", schrien die Menschen, die sich neugierig am Ufer des Lechs zur Gottesprobe versammelt hatten.

Eigentlich war der Inquisitor, Jakobus von Schaffhausen, mit seinen Männern auf der Durchreise von Ulm nach Mittenwald gewesen. Er gehörte dem Orden der Dominikaner an und war vom Ulmer Prior des Ordens beauftragt worden, in Augsburg den Baumeister für die Errichtung einer Konventkirche des Klosters auszuwählen. Außerdem sollte er dem Prior aus dem Bergdorf eine für ihn in Auftrag gegebene Violine mitbringen.

Mit dem ersten Hahnenschrei hatte man Maria Muringer aus dem Jakobertor hinausgeführt und zum Ufer des Lechs gebracht. Dort wurde sie vor den Augen vieler Schaulustiger gefesselt. Dann packte der Inquisitor Maria am Kopf und löste ihre roten Haare. In diesem Moment fuhr ein blitzendes Licht in sie hinein und ließ sie wie Feuer brennen. Augenblicklich ließ der Inquisitor die Muringer los und wischte sich erschreckt über die Hände.

Anna durfte ihre Mutter nicht beerdigen, es blieb keine Zeit dafür. Sie hoffte, dass der Apotheker für eine Grabstelle sorgen würde.

Am Rande der Via Claudia Augusta, der alten Römerstraße, standen einige Neugierige.

Der Tross polterte über die hölzerne Zugbrücke zum roten Tor hinaus und ließ Augsburg hinter sich zurück. Sie fuhren am angrenzenden Haunstetter Wald vorbei, durch den ein für Schmuggler beliebter Pfad führte, in Richtung Frieden

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