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Die Melodie der Insel Roman von Martin, Ricarda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2014
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die Melodie der Insel

Eine bewegende Geschichte vor der rauen Kulisse Schottlands: Der gefühlvolle Roman "Die Melodie der Insel" von Rebecca Michéle als eBook bei dotbooks. Schottland im Jahre 1860: Trotz aller Entbehrungen liebt die kleine Màiri ihr Leben auf der Insel St. Kilda vor der schottischen Küste. Nie scheint sich etwas auf dem abgeschiedenen Eiland zu verändern - bis zu jenem Tag, an dem vor der Küste ein Schiff in Seenot gerät. Mit dem einzigen Überlebenden dieses Unglücks kehrt Unruhe auf der Insel ein. Zwist und Geheimnisse bringen die Bewohner gegeneinander auf und ein schrecklicher Vorfall zwingt Màiris Eltern, sie der gütigen Lady McFinnigan anzuvertrauen. Diese nimmt das Mädchen mit aufs Festland, um ihr eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Doch mit jedem Jahr, das verstreicht, wächst in Màiri die Sehnsucht nach der malerischen Insel ihrer Kindheit ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Die Melodie der Insel" von der Erfolgsautorin Rebecca Michéle. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Rebecca Michéle, 1963 in Rottweil in Baden-Württemberg geboren, eroberte mit ihren historischen Liebesromanen eine große Leserschaft. In ihrer Freizeit trainiert die leidenschaftliche Turniertänzerin selbst Tänzer. Bei dotbooks erschienen bereits Rebecca Michéles Romane 'Die Melodie der Insel''Irrwege ins Glück''Heiße Küsse im kalten Schnee''Der Fürst ihrer Sehnsucht''Rhythmus der Leidenschaft''Der Ruf des Schicksals''Heiße Küsse im kalten Schnee' Die Website der Autorin: www.rebecca-michele.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 07.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955207281
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1189 kBytes
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Die Melodie der Insel

PROLOG

Auf dem Nordatlantik, 27. August 1930

Seit Stunden schon stand die Gräfin regungslos an der Reling und starrte auf das graue, aufgewühlte Meer. Weder die Kälte noch der starke Wind, der immer wieder Gischt über das Deck des Motorseglers spritzte, störte die alte Dame. Es schien, als würde sie die Naturgewalten des rauen Atlantiks nicht wahrnehmen. Ihr Blick fixierte einen imaginären Punkt irgendwo am Horizont, und in ihrem Gesicht zeigte sich der Ausdruck gespannter Erwartung.

Captain Barrow, Kommandant der HMS Harebell, trat von der Brücke auf das Deck und klopfte seine Pfeife sorgsam an einem Pfosten aus. Während er die Pfeife mit frischem Tabak füllte, beobachtete er die Gräfin zunehmend besorgt. Es war ein Fehler gewesen, ihrem Wunsch, sie als Passagier mitzunehmen, nachzukommen, denn die HMS Harebell war auf dieser Fahrt nicht als Passagierschiff unterwegs. Die Lady hatte ihm für die Überfahrt jedoch hundert Pfund gegeben, für den Captain eine Menge Geld. Obwohl er seit Jahren diese gefährliche und schwierige Strecke befuhr, war seine Heuer nicht gerade üppig. Stürme, Unwetter und Gegenströmungen machten jede Fahrt aufs Neue zu einem Abenteuer, und man wusste nie, ob das Schiff Stunden oder gar Tage für die Überfahrt benötigte. Der Captain hatte diese Fahrten immer gehasst. Glücklicherweise war es heute das letzte Mal, dass er die vermaledeite Inselgruppe im Nordatlantik ansteuerte, darum wohl hatte er auch der eindringlichen Bitte der alten Dame nachgegeben, obwohl eine Mitnahme von Passagieren auf der heutigen, letzten Fahrt nicht vorgesehen war. Hundert Pfund - das bedeutete, dass er endlich das schadhafte Dach und die undichten Fenster an seinem Haus richten lassen konnte, und seiner Frau wollte er einen weichen und warmen Wintermantel kaufen. Natürlich konnte er sich keinen Pelzmantel, wie die Gräfin einen trug, leisten, aber seine Frau sollte im kommenden Winter nicht wieder frieren müssen. Barrows Blick schweifte über die Gestalt der Lady. Sie musste schon alt sein, sicher an die siebzig Jahre, wenn nicht sogar älter, aber ihre Haltung war aufrecht und ihr Rücken gerade. Lediglich beim Laufen stützte sie sich auf einen Stock, dessen Griff aus Gold war, wie der Captain bemerkt hatte. Nachdem er seine Pfeife angezündet und ein paar Züge inhaliert hatte, trat er neben die Dame.

"Mylady, es wird bald dunkel, und es ist kalt. Möchten Sie sich nicht unter Deck begeben?"

Langsam wandte sie sich zu ihm um. Ihr Blick begegnete dem seinen, beinahe hypnotisch hielt sie ihn fest, als sie leise, aber bestimmt sagte: "Sie brauchen sich keine Sorgen um mich zu machen, Captain. Ich weiß, was ich tue."

Dann drehte sie sich wieder dem Meer zu und schien die Anwesenheit Barrows vergessen zu haben. Der Captain seufzte. Er war für alle Menschen an Bord, einschließlich seiner einzigen Passagierin, verantwortlich. Nicht auszudenken, was es für ihn bedeutete, wenn der Lady etwas geschah, zumal sie ohne Begleitung reiste, was für eine Dame ihres Alters und ihres Standes völlig unüblich war. Wenigstens erweckte sie den Anschein, gesund und rüstig zu sein, und der Blick aus ihren grüngrauen Augen war der einer jungen Frau. Früher musste sie einmal sehr schön gewesen sein. Auch wenn ihr Gesicht von tiefen Falten durchzogen und ihr Haar schlohweiß war, die edlen und wohlgeformten Gesichtszüge waren deutlich zu erkennen und wiesen auf eine starke Willenskraft hin. Dennoch wollte Barrow, dass sie jetzt das Deck verließ und sich in ihre Kabine begab, denn bei der Fahrt durch die Nacht musste er sich ganz auf das Manövrieren durch die zahlreichen vor ihnen liegenden Untiefen und Riffs konzentrieren.

"Bei allem Respekt, Mylady, aber auf diesem Schiff bin ich der Captain, und ich fordere Sie auf, das Deck sofort zu verlassen. In der Dunkelheit ist das Schiff schwer zu steuern, und in dieser Gegend muss man jederzeit mit einem plötzl

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