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Die Melodie des Glücks Roman von Noack, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.08.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Melodie des Glücks

Was sich neckt, das liebt sich: Der gefühlvolle Roman "Die Melodie des Glücks" von Bestseller-Autorin Barbara Noack jetzt als eBook bei dotbooks. Kaum ist die junge Eve Witwe geworden, steht sie vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Von nun an soll sie den maroden Verlag ihres Mannes leiten. Doch wo keine Autoren - da keine Bücher. Eve setzt alles daran, den angeschlagenen Betrieb auf Vordermann zu bringen und stößt dabei auf den Debütautor Raoul Tambour. Er stellt das genaue Gegenteil zur vernünftigen Eve dar: Er ist unzuverlässig und arrogant - doch dabei ungemein charmant ... Eve verliebt sich Hals über Kopf - aber kann man ein Scheusal wie Raoul wirklich lieben? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der bewegende Roman "Die Melodie des Glücks" - ehemals unter dem Titel "Geliebtes Scheusal" erfolgreich - von Bestseller-Autorin Barbara Noack. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Barbara Noack, geboren 1924, hat mit ihren fröhlichen und humorvollen Bestsellern deutsche Unterhaltungsgeschichte geschrieben. In einer Zeit, in der die Männer meist die Alleinverdiener waren, beschritt sie bereits ihren eigenen Weg als berufstätige und alleinerziehende Mutter. Diese Erfahrungen wie auch die Erlebnisse mit ihrem Sohn und dessen Freunden inspirierten sie zu vieler ihrer Geschichten. Ihr erster Roman "Die Zürcher Verlobung" wurde zweimal verfilmt und besitzt noch heute Kultstatus. Auch die TV-Serien "Der Bastian" und "Drei sind einer zu viel", deren Drehbücher die Autorin verfasste, brachen in Deutschland alle Rekorde und verhalfen Horst Janson und Jutta Speidel zu großer Popularität. Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane: "Auf einmal sind sie keine Kinder mehr" "Brombeerzeit" "Danziger Liebesgeschichte" "Das kommt davon, wenn man verreist" "Das Leuchten heller Sommernächte" "Der Bastian" "Der Duft von Sommer und Oliven" "Der Traum eines Sommers" "Der Zwillingsbruder" "Die Melodie des Glücks" "Drei sind einer zuviel" "Ein Stück vom Leben: Schwestern der Hoffnung - Band 2" "Flöhe hüten ist leichter" "Eine Handvoll Glück: Schwestern der Hoffnung - Band 1" "Eines Knaben Phantasie hat meistens schwarze Knie" "Ferien sind schöner" "Jennys Geschichte", "So muss es wohl im Paradies gewesen sein" "Valentine heißt man nicht & Der Duft von Sommer und Oliven" "Schwestern der Hoffnung - Die Saga in einem Band" "Valentine heißt man nicht" "Was halten Sie vom Mondschein?" Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane "Die Zürcher Verlobung"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 29.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247789
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1884 kBytes
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Die Melodie des Glücks

3. Kapitel

Raoul Tambour schickte weder den Vertrag unterschrieben zurück, noch ließ er verlauten, weshalb er es nicht tat. Jede schriftliche Anfrage blieb unbeantwortet. Auch wartete man im Chrysanth-Verlag vergebens auf die restlichen hundert Seiten. Eves Nervosität stieg von Tag zu Tag. Der unerfreuliche Auftritt des Kraftmeiers Tambour war über der Güte seines Manuskriptes, das sie noch einmal gelesen hatte, verblaßt. Sie setzte alle Zukunftshoffnungen auf diesen Stoff.

"Meine liebe Frau Chrysanth, worauf warten Sie eigentlich noch?" staunte Herr Docht. "Der Mensch hat längst mit einem anderen Verlag abgeschlossen."

Eve beschloß zu handeln. An einem heißen Junimorgen versah sie das ältliche Fräulein Kügler - übrigens die einzige Person im Verlag, die ihr von Herzen wohlgesinnt war - mit Fahrgeld und dem Auftrag, Raoul Tambour in seiner Wohnung aufzusuchen.

"Und wenn Sie das Gefühl haben, er läßt sich verleugnen, dann geben Sie nicht auf. Klingeln Sie Sturm. Klagen wegen Hausfriedensbruchs gehen auf Spesenkonto."

Fräulein Kügler war vom großen Erfolg der "Brennenden Stiere" ebenso überzeugt wie Eve selbst.

"... schon wegen der Stelle, Frau Chrysanth, wo er das halbverhungerte Wurm von den Partisanen rettet und mitnimmt, und eigentlich stört es ihn furchtbar auf der Flucht und verrät ihn zweimal, und kleine Babys kann er sowieso nicht leiden. Er wäre es bestimmt in einem Kloster losgeworden, aber nein, er schleppt es weiter mit sich. Und sehen Sie, Frau Chrysanth, das ist das menschliche Anständige an ihm, und deshalb läßt er uns auch nicht mit den letzten hundert Seiten sitzen."

Im Endeffekt fand jeder Mensch in jedem Roman genau das, was ihn interessierte. Die Kritiker klopften seinen Stil ab und untersuchten ihn nach Aussage und Anliegen, die Heimlichen blätterten so lange, bis sie an die Liebesszenen gerieten, die Gründlichen prüften an Hand von Lexika, ob der Autor sich auch nirgends geirrt hatte, und ältliche Fräulein wie die Kügler erwärmten ihr einsames Herz an der Rettung eines Partisanenbabys.

Um neun Uhr dreißig an einem leuchtend blauen Junitag zog sie ebenso neugierig wie tatendurstig aus.

Kurz vor Büroschluß kehrte sie verschwitzt, bis zur Weinerlichkeit verstört in den Verlag zurück und stülpte ihre Kunstlederhandtasche in einen, sich selbst in einen anderen Sessel vor Eves Schreibtisch.

"Also wenn ich Ihnen erzähle, was ich alles durchgemacht habe ...!"

"War es so schlimm?"

"Auf jeden Fall werden Sie glauben, die Kügler spinnt."

Eve steckte den Tauchsieder in den Wassertopf.

"Kaffee?"

"Das wäre aber nett. - Also, man ist ja allerlei gewohnt, wenn man sein Leben lang mit Autoren zu tun hatte. Die sind ja 'ne Plage für sich ..."

"Haben Sie Tambour gesprochen?" fragte Eve, die Fräulein Kügler ebenso schätzte, wie sie ihre Weitschweifigkeit fürchtete.

"Ich erzähle lieber der Reihe nach. Zuerst fuhr ich zu seiner Wohnung. Das ist aber keine Wohnung, wo er wohnt. Das ist ein alter Kahn, Frau Chrysanth. Und wo der liegt! Noch weiter draußen geht's gar nicht. Siebzehn Minuten zu Fuß von der Omnibushaltestelle, und das bei der Hitze und mit meinem Bein, Sie wissen doch."

"Ja, ich weiß", sagte Eve. "Haben Sie es heute nicht gewickelt?"

"Eben nicht. Aber das war noch nicht das Schlimmste. Ich balanciere also -endlich angekommen - über den wackligen Landungssteg und rufe 'Hallo' - und was glauben Sie wohl, wer mir öffnet! ?"

"Wie soll ich das wissen", sagte Eve ungeduldig.

In Fräulein Küglers Augen trat prickelndes Entsetzen. "Sie war so ordinär, so - überall ordinär, wenn Sie vielleicht wissen, was ich damit meine. Und rothaarig dazu."

"Tambours Geliebte wahrscheinlich", konstatierte Eve.

"Sehen Sie, das habe ich auch gleich gedacht!"

"Na und?"

"Ich fragte sie, ob Herr Tambour in diesem Kahn wohnt, und sie sagte: 'Ja, aber er ist sch

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