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DIE MEROWINGER - Fünfter Roman: Chlodwigs Vermächtnis Fünfter Roman von Gordian, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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DIE MEROWINGER - Fünfter Roman: Chlodwigs Vermächtnis

'Je mehr Verbrechen du begingst, desto weniger hattest du den Tod verdient.' - 'Und was hatte ich verdient, deiner Meinung nach?' - 'Die Angst vor dem Tod.' Gallien zu Beginn des sechsten Jahrhunderts. Nach dem Ende der römischen Herrschaft ist das Land fest in den Händen der Germanen: Im Süden herrschen die Burgunden, im Südwesten die Westgoten - doch der mächtigste König ist ein Franke: Chlodwig, der sich mit seinem Volk zum Christentum bekannt hat. Siegreich zieht er von Schlacht zu Schlacht, bis die vielen Kriege ihren Tribut fordern und an seiner Lebenskraft zehren. Vier Söhne stehen bereit, um Chlodwigs Erbe anzutreten. Aber in der Familie der Merowinger war noch nie jemand bereit, die Macht zu teilen ... Die fesselnde Familiensaga über eine der mächtigsten Familien des frühen Mittelalters, die mit Blut und Schwert Geschichte schrieb: die Merowinger. Jetzt als eBook: 'DIE MEROWINGER: Chlodwigs Vermächtnis' von Autor. dotbooks - der eBook-Verlag.

Robert Gordian (1938-2017), geboren in Oebisfelde, studierte Journalistik und Geschichte und arbeitete als Fernsehredakteur, Theaterdramaturg, Hörspiel- und TV-Autor, vorwiegend mit historischen Themen. Seit den neunziger Jahren verfasste er historische Romane und Erzählungen. Robert Gordian veröffentlichte bei dotbooks bereits die Romane ABGRÜNDE DER MACHT, MEIN JAHR IN GERMANIEN, NOCH EINMAL NACH OLYMPIA, XANTHIPPE - DIE FRAU DES SOKRATES, DIE EHRLOSE HERZOGIN und DIE GERMANIN sowie drei historische Romanserien: ODO UND LUPUS, KOMMISSARE KARLS DES GROSSEN Erster Roman: Demetrias Rache; Zweiter Roman: Saxnot stirbt nie; Dritter Roman: Pater Diabolus; Vierter Roman: Die Witwe; Fünfter Roman: Pilger und Mörder; Sechster Roman: Tödliche Brautnacht; Siebter Roman: Giftpilze; Achter Roman: Familienfehde DIE MEROWINGER Erster Roman: Letzte Säule des Imperiums; Zweiter Roman: Schwerter der Barbaren; Dritter Roman: Familiengruft; Vierter Roman: Zorn der Götter; Fünfter Roman: Chlodwigs Vermächtnis; Sechster Roman: Tödliches Erbe; Siebter Roman: Dritte Flucht; Achter Roman: Mörderpaar; Neunter Roman: Zwei Todfeindinnen; Zehnter Roman: Die Liebenden von Rouen; Elfter Roman: Der Heimatlose; Zwölfter Roman: Rebellion der Nonnen; Dreizehnter Roman: Die Treulosen ROSAMUNDE, KÖNIGIN DER LANGOBARDEN Erster Roman: Der Waffensohn; Zweiter Roman: Der Pokal des Alboin; Dritter Roman: Die Verschwörung; Vierter Roman: Die Tragödie von Ravenna Ebenfalls erschien bei dotbooks die beiden Kurzgeschichtenbände EINE MORDNACHT IM TEMPEL und DAS MÄDCHEN MIT DEM SCHLANGENOHRRING sowie die Reihe WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN mit kontrafaktischen Erzählungen über berühmte historische Persönlichkeiten: WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN: Caesar, Chlodwig, Otto I., Elisabeth I., Lincoln, Hitler WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN: Napoleon, Paulus, Themistokles, Dschingis Khan, Bolívar, Chruschtschow WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN: Karl der Große, Arminius, Gregor VII., Mark Aurel, Peter I., Friedrich II.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 175
    Erscheinungsdatum: 23.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955205300
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Die Merowinger Bd.5
    Größe: 1051 kBytes
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DIE MEROWINGER - Fünfter Roman: Chlodwigs Vermächtnis

Kapitel 2

Remigius hielt die Kirche in der ehemaligen Sabaudus-Villa für den geeigneten Ort, um der Königin Chlotilde die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern zu vermitteln.

Als die Geistlichen, darunter Chundo, nach dem Abendgottesdienst gegangen waren, um ihre Quartiere in der Stadt aufzusuchen, bat er Chlotilde, auch ihre Frauen fortzuschicken und noch ein paar Augenblicke zu bleiben. Dem Wunsch der Griechin entsprechend, war der Raum für den Fall, dass ein Unerwünschter dazukam, nur schwach beleuchtet, allein die beiden großen Altarkerzen brannten.

Auf ein Zeichen des Bischofs trat die hohe, dunkle Gestalt hinter einer der Säulen hervor, schlug den Schleier zurück und beugte das Knie vor der Königin.

Chlotilde bewahrte während der grausigen Enthüllungen, die nun folgten, vollkommen die Fassung. Nur bei den Einzelheiten vom Tod ihrer Mutter wankte sie leicht, und der Bischof und die Besucherin sprangen hinzu, um sie zu stützen. Als die Griechin mit ihrem Bericht zu Ende war, umarmte die Königin sie und sank dann vor dem Kreuz auf die Knie. In dieser Haltung verharrte sie und betete lange. Die beiden anderen zogen sich derweil stumm, um sie nicht zu stören, in den Hintergrund des Chorraums zurück.

Schließlich erhob sich Chlotilde. Und als habe sie dazu gerade die Inspiration empfangen, sprach sie mit harter Stimme den Satz: "Das wird, so Gott will, Chlodwig dem Gundobad heimzahlen!"

Sie begaben sich dann zu dritt in die Gemächer der Königin.

Hier sprach Chlotilde ausführlich mit Scylla-Donata und erkundigte sich vor allem nach ihrer Schwester Chrona. Die beiden Frauen fanden rasch Gefallen aneinander. Remigius hatte der Griechin empfohlen, kein Wort über ihre Vergangenheit zu verlieren, um vor der sittenstrengen Königin als Tochter eines Schiffskapitäns, als in einen Gattenmord verwickelte Witwe und als ehrgeizige Konkubine zweier Herrscher nicht von vornherein unglaubwürdig zu sein.

Auch dass sie die Mutter des derzeitigen westgotischen Thronfolgers war, musste verschwiegen werden, denn deren skandalöse Geschichte erzählte man sich an allen Höfen, und Chlotilde kannte sie natürlich.

Remigius stellte sie als geborene griechische Aristokratin vor, Tochter eines Gesandten des Kaisers, die einen Senator in Valence geheiratet hatte und sich nach dessen Tode eine Zeitlang in jenes Kloster zurückgezogen hatte, wo sie Chronas Bekanntschaft machte.

Er dachte dabei, dass er die Wahrheit gelegentlich nachreichen könnte, wenn sie weniger Schaden anrichten würde.

Chlotilde, die sich oft langweilte, war hocherfreut, eine so interessante Fremde kennenzulernen, die noch dazu ihren Glauben und – so schien es – auch ihre tiefe Frömmigkeit teilte. Als der Bischof sich verabschiedete, blieben die Frauen noch lange beieinander. Und es erheiterte Scylla-Donata, als sie dann zur Nachtruhe in ein Gemach geführt wurde, das sie in ihrer Zeit mit Syagrius ein paar Monate lang bewohnt hatte.

Am nächsten Morgen war es die Königin selbst, die ihren Gast weckte. Auf dem Arm trug sie dabei ihren Jüngsten, den kleinen Childebert, zwei Monate alt. Erfreut stellte sie fest, dass ihre neue Freundin etwas von Kindern und ihrer Wartung verstand.

Scylla-Donata gab vor, als Ehefrau in Valence selber ein Kind geboren, doch an den Tod, der noch immer die Hälfte aller Neugeborenen holte, verloren zu haben. Auch Chlotilde hatte ja diese Erfahrung gemacht, und so fanden die beiden gleich wieder ein Thema,über das sie sich gefühlvoll und gründlich austauschen konnten.

Dabei sahen sie zu, wie die Dienerinnen den Kleinen badeten. Die Griechin rieb ihn dann selber mit Öl ein und zeigte den Frauen, wie man mit dem in das Öl getauc

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