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Die Methode Cortés oder die Kunst, Ängste zu überwinden - Band 3 von Giehl, Klaus M. G. (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Die Methode Cortés

In den vorigen Bänden gibt der rosenkriegsgeplagte und mittlerweile ehemalige Biologieprofessor Jakob Zucker einem Arrangement mit seiner Frau Magnolia, das den Umgang mit den Kindern und den Unterhalt vernünftig regelt, eine Chance. Dennoch parkt er sein Segelboot heimlich nahe Gibraltar, um flugs fliehen zu können, falls es nicht klappe und Magnolia ihn wieder nur 'melken' wolle. Und genau dies geschieht. Die Entscheidung zur Flucht wird Jakob 'erleichtert', weil das Erbe seiner Mutter, das er ohnehin zugunsten der Kinder hatte ausschlagen wollen, auf mysteriöse Weise verschwindet und Onkel Richard, der sich bei Jakobs 'Einigung' mit Magnolia noch so hilfreich einbracht hatte, jetzt nicht helfen kann. Auf seiner abenteuerlichen Flucht erhält Jakob ein Angebot seiner ehemaligen Universität, wieder in Austin einzusteigen. Aber dies weiß Magnolia zu verhindern, denn sie weigere sich, den Strafantrag, den sie wegen des unterlassenen nachehelichen Unterhalts gestellt habe, zurückzunehmen, und genau das wäre die Bedingung für den Wiedereinstieg gewesen. In seiner Verzweiflung erhält Jakob ein Angebot von Ming Li, einer ehemaligen Kollegin, als Assistent in ihrem Labor anzufangen. Erleichtert akzeptiert Jakob. Und nun geht es weiter: Wird Jakob die Rückkehr in die Forschung gelingen? Wird er das Rätsel um das verschwundene Erbe lösen? Und wird er verstehen, womit Onkel Richard seinerzeit Magnolia zum 'Einlenken' hatte bewegen können? Klaus Giehl, geboren in Nürnberg, studierte Jura und Medizin. Er war lange Zeit in der neurobiologischen Forschung an der University of Ottawa (Postdoc), der Universität des Saarlandes (Gruppenleiter) und dem University of Texas Southwestern Medical Center at Dallas (Assistant Professor) tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Regulation neuronalen Überlebens durch Wachstumsfaktoren (v.a. Neurotrophine, GDNF) und Lipoproteinrezeptoren. Heute lebt er auf seinem Segelboot und schreibt Romane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 550
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748560517
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 494 kBytes
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Die Methode Cortés

WAS BISHER GESCHAH

Jakob Zucker, ein deutschstämmiger Biologieprofessor an der University of Texas at Austin, ist verzweifelt: Seine Gattin Magnolia hat sich von ihm getrennt, ist mit den Kindern Max und Moritz zurück nach Mainz gezogen, und instrumentalisiert diese nun nach dem Motto "Cash für Umgang". Als sich Jakob nicht auf dieses Spiel einlässt, sondern gegen Magnolia prozessiert, behauptet sie, er wolle die Kinder in die USA entführen, weshalb er die beiden jetzt gar nicht mehr sehen dürfe.

Die Streitigkeiten zwischen Magnolia und Jakob eskalieren zu einem "interkontinentalen" Rosenkrieg. Nachdem das Gericht befindet, die Ehe solle in den USA geschieden werden, der Sorgerechtsfall jedoch in Deutschland bleiben, steht Jakob vor einem Dilemma: Mit diesem Ergebnis kann er sich zwar weitgehend vor Magnolias Geldgier schützen (Ehegattenunterhalt gibt es in Texas nicht!), aber er hat keine verlässliche Handhabe, seine Kinder zu sehen, und das umso weniger, als Magnolia auf ihrer "Entführungshypothese" beharrt. Laut Jakobs Anwälten bestehe nur eine Möglichkeit, dieser Hypothese den Boden unter den Füßen wegzuziehen: Jakob müsse in die EU zurückkehren. Dort allerdings findet er keine Professur.

Gequält von Zwiegesängen seiner Ängste um Kinder und Karriere erinnert er sich an eine Geschichte, die ihm ein Freund einst erzählt hat: Cortés verbrannte seine Schiffe, um sich den Rückzug unmöglich und die Eroberung des Aztekenreichs schmackhafter zu machen. Habe auch er, Jakob, ein Schiff, das er verbrennen könne, um sich den Weg zu seiner höchsten Priorität - den Weg zu seinen Kindern! - zu ebnen? Um endlich diese lähmenden Ängste loszuwerden? Ja! Er müsse von heute auf morgen alles hinschmeißen in Austin! Dann hätte er die Karriere ruiniert und brauche nicht mehr um sie zu bangen. Jakob kündigt ad hoc und kehrt angstfrei (aber seiner Karriere nachtrauernd) nach Deutschland zurück.

Wieder in der alten Heimat, geschieht zunächst das Erwartete: Endlich kann Jakob seine Kinder sehen. Und er hat Glück: Kaum im Lande, bekommt er einen Zeitvertrag als Gastwissenschaftler in Kopenhagen. Torben, sein Chef, bietet ihm sogar nach einigen Monaten an, die Stelle zu verlängern. Doch dann ziehen dunkle Wolken auf: Magnolia überzeugt das Gericht, dass Jakob mit seiner Rückkehr das Unterhaltsrecht verletzt habe, da er laut Gesetz größtmöglichen Ehegatten- und Kindesunterhalt zu erwirtschaften habe, nun aber in Dänemark erheblich weniger verdiene als in den Staaten. Die Konsequenz ist gravierend: Es wird ein "hypothetischer" Unterhalt bestimmt, der sich an Jakobs US-Salär orientiert.

Der versteht inzwischen schon das "Hypothetische" als tragendes Element des deutschen Rechts. Indes versteht er nicht, wie er von dem, was ihm konkret bleibe bei diesem "hypothetischen" Unterhalt, leben, geschweige denn Umgang mit den Kindern finanzieren könne! Zu allem Übel hat auch noch Herr Kamp, Jakobs Schwiegervater, Klage erhoben: Er will von Jakob die dreißigtausend Euro bekommen, die er (wie Herr Kamp fälschlicherweise behauptet!) Jakob dereinst für den Hauskauf in Austin geliehen habe.

Niedergeschmettert sieht Jakob keinen Ausweg mehr und besinnt sich auf eine alte Leidenschaft, das Segeln: Er erwirbt Herrn Vægters Smuk, eine bezaubernde Segelyacht, und investiert die dezimierten Restressourcen in den Aufbruch in ein neues Leben. Nach Polynesien soll es gehen. (Doch vorerst heimlich, bis er sich in "sicheren Gefilden" befinde.)

Unterdessen zermartern sich Jakobs Mutter Flora und deren Bruder Richard den Kopf, wie sie Jakob helfen können. Nach einer Gerichtsverhandlung, für die Jakob seine Reise kurz unterbrochen hat (inzwischen hat er sich mit seiner Smuk bis an das dänische Nordkap vorgekämpft), ergreift Richard die Initiative: Er überredet Magnolia zu einem Schlichtungsgespräch mit Jakob. Und das für diesen Unbegreiflic

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