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Die Minnesängerin Historischer Roman von Schrödter, Sybille (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Minnesängerin

Für ihren Traum wagt sie das Unmögliche: »Die Minnesängerin«, der historische Mittelalter-Roman von Sybille Schrödter, jetzt als eBook bei dotbooks. Die Oberpfalz im Jahre 1225: Nur ganz oben auf dem Hauptturm fühlt die junge Ava von Lechtenberg sich frei. Hier kann sie durchatmen, hier drängt sie niemand, in die Ehe mit einem Mann einzuwilligen, den sie nicht liebt - und hier darf sie ihrer heimlichen Leidenschaft hingeben: Sie singt die Lieder ihres Vaters, eines berühmten Minnesängers, und träumt davon, in seine Fußstapfen zu treten. Doch dies ist einer Frau streng verboten! Avas große Chance kommt, als sie ihren Vater auf einen Sängerwettstreit begleiten darf und er spurlos verschwindet. Ist er tot? Mit zitternden Knien, aber mutigem Herzen verkleidet Ava sich als Mann, um die Ehre ihres Vaters zu verteidigen. Aber sie hat nicht damit gerechnet, dass einer der Konkurrenten ungeahnte Gefühle in ihr weckt - und es jemanden gibt, der alles daran setzt, den »jungen Sänger« zu töten ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: der historische Mittelalter-Roman »Die Minnesängerin« von Sybille Schrödter. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Sybille Schrödter ist Juristin, Kabarettistin, Sängerin, Roman- und Drehbuchautorin - und so wenig, wie sie sich auf einen einzelnen Beruf festlegen lassen will, ist sie bereit, sich nur in einem Genre zu bewegen: Sie schreibt Kriminalromane und Thriller (»Weil mich menschliche Abgründe faszinieren«), historische Roman (»Weil es ein Vergnügen ist, in lang vergangenen Zeiten auf die Suche nach starken Frauenfiguren zu gehen«) und - unter verschiedenen Pseudonymen - Familiensagas (»Weil es in jeder Familie dunkle Geheimnisse gibt«) und Liebesgeschichten (»Nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt ...«). Sybille Schrödter lebt in Hamburg. Die Autorin im Internet: www.sybilleschroedter.de Bei dotbooks veröffentlicht Sybille Schrödter die Kriminalromane »Das dunkle Netz des Todes« und »Was letzte Nacht geschah« und die historischen Romane »Die Lebküchnerin«, »Das Erbe der Lebküchnerin« und »Die Minnesängerin«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 482
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961482979
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Piper Taschenbuch 5448
    Größe: 1455 kBytes
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Die Minnesängerin

Kapitel 1

Vom unbewohnten Hauptturm, der die Ringmauer der Burg fast um das Doppelte überragte, hatte man einen einzigartigen Blick über endlose Wiesen und dichte, dunkle Wälder bis hinüber zur Burg Hoheneich.

Dieser entlegene Winkel war Ava von Lechtenbergs Lieblingsplatz, und bei dem Gedanken, dass ihre Mutter Luitgard sie hier oben nicht finden würde, lächelte sie triumphierend in sich hinein. Der Einstieg zur allerhöchsten Stelle war nämlich nur über eine wackelige Leiter zu erreichen, und Luitgard fürchtete sich nicht nur vor Ratten und Fledermäusen, sondern auch vor schwindelnden Höhen. Sie traute sich nicht einmal auf den Wehrgang, der unter den Zinnen einmal um die Burg herumführte.

Ava war hierhergeflüchtet, nachdem die Mutter den Besuch von Kasimir und dessen Mutter angekündigt hatte. Dabei hatte Ava gar nichts gegen den jungen Mann. Früher, als Knabe, war er sogar ihr bester Freund gewesen, bis man ihn als Siebenjährigen auf die Burg Donaustauf zum Bruder seiner Mutter gegeben hatte, wo er zum Knappen ausgebildet worden war. Erst jüngst war er als frisch gebackener Ritter und stattlicher junger Mann nach Hause zurückgekehrt. Er war hochgewachsen, hatte breite Schultern, glattes dunkles Haar, lebendige grüne Augen mit langen, dichten Wimpern, die jeder Frau zur Ehre gereicht hätten ... Nein, sie konnte wirklich nichts Nachteiliges gegen ihn vorbringen. Im Gegenteil, sie liebte besonders seine lustigen Schilderungen über das spannende Leben bei Hof. Sie hing an seinen Lippen, wenn er erzählte: von den Festen, den Speisen, den Turnieren ... Was sie weniger mochte, war das Gerede der beiden Mütter, dass es endlich an der Zeit sei, an eine Vermählung zu denken. Vor lauter Scham wäre sie jedes Mal am liebsten im Erdboden versunken, sah sie in ihm doch nicht mehr als jenen Bruder, den sie zum großen Bedauern ihres Vaters nicht hatte.

Ava ließ den Blick in die Ferne schweifen und entdeckte die beiden Reiter, die sich Burg Falkenberg näherten. Es waren Kasimir und seine Mutter. Wie sollte sie es nur bewerkstelligen, ihm ein Zeichen zu geben, wo sie zu finden sei, ohne dass Ottilia von Hoheneich Wind davon bekam?

Während Ava noch darüber nachgrübelte, wie sie ihren Freund aus Kindertagen unter vier Augen sprechen konnte, vernahm sie die unverwechselbare Stimme ihres Vaters Konrad.

Wie immer, wenn sie ihn singen hörte, beschleunigte sich ihr Herzschlag, und sie summte leise mit. Das war ein weiterer Vorteil ihres Versteckes im Turm. Der Gesang des Vaters ertönte so laut aus dessen Kammer empor, als brächte er ihr ein Ständchen. Auf diese Weise hatte Ava seine Lieder immer wieder und wieder gehört, denn sie flüchtete häufig in den Turm. So oft, dass sie die Lieder des berühmten Sängers Konrad von Lechtenberg inzwischen fast auswendig kannte. Nur durfte sie sich auf keinen Fall beim Singen ertappen lassen. Einmal hatte sie im Burghof aus voller Kehle ein Lied ihres Vaters geschmettert. Schon bei der Erinnerung an die schallende Ohrfeige, die der Vater ihr überraschend versetzt hatte, zuckte sie noch immer zusammen.

»Tu das nie wieder! Das stünde nur meinem Sohn zu, aber du bist ein Mädchen!«, hatte er sie angeschrien.

Auch sein gequältes Gesicht würde sie nie vergessen. Wie immer, wenn sie daran dachte, wie verächtlich er sie behandelt hatte, versetzte es ihr einen schmerzhaften Stich. Und sie musste unwillkürlich an das Kräuterweib denken, das jahrelang in der Burg ein- und ausgegangen war, um Luitgard zu helfen, einen Jungen zu empfangen. Vergeblich! Sie, Ava, war das einzige Kind von Luitgard und Konrad geblieben. Ach, wie sehr sie es doch bedauerte, als Mädchen geboren zu sein. Wie gern wäre sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und ein großer Sänger geworden. Aber so blieb ihr nichts anderes übrig, als zu heiraten oder - was sie noch grausamer dünkte - ins Kloster zu gehen. Letzteres pflegte Luitgard ihr jedes Mal anzudrohen, wenn Ava sich in ihren

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