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Die Party Queen von Manhattan Roman von Weisberger, Lauren (eBook)

  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Party Queen von Manhattan

Von der Autorin des Bestsellers 'Der Teufel trägt Prada'. Wer würde nicht mit Bette Robinson tauschen: Der jungen Frau wird ein Job in New Yorks angesagtester PR und Event Management Firma angeboten, ein Job, in dem es zur Stellenbeschreibung gehört, Champagner zu trinken und Stars zu treffen. Ihre neue Arbeit führt Bette aber nicht nur in die exklusivsten Clubs der Stadt, sondern eher zufällig auch in die Arme eines umschwärmten Playboys. Als sie ihr neues Leben in einer anonymen Klatschkolumne dokumentiert sieht, ahnt Bette allerdings, dass das Leben als Party Queen auch Nachteile hat ... Lauren Weisberger arbeitete nach ihrem Studium für die Modezeitschrift Vogue. Ihre Erfahrungen als Assistentin der Herausgeberin Anna Wintour inspirierten ihren Debütroman 'Der Teufel trägt Prada', ein Buch, das die junge Autorin über Nacht zum Star machte und dem viele weitere Bestseller folgten. Lauren Weisberger lebt mit ihrer Familie in New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641034061
    Verlag: Goldmann
    Serie: Manhattan
    Originaltitel: Everyone Worth Knowing
    Größe: 1672 kBytes
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Die Party Queen von Manhattan

1 "How does it feel to be one of the beautiful people?" Aus "Baby, You're a Rich Man" (1967) von John Lennon und Paul McCartney Obwohl ich das braune Tierchen, das da über mein welliges Parkett huschte, nur aus dem Augenwinkel erspäht hatte, wusste ich gleich, dass es nur eine Kakerlake sein konnte - und zwar die mit Abstand fetteste, fleischigste Küchenschabe, die je meinen Weg gekreuzt hatte. Bevor das Biest unter dem Bücherschrank verschwand, schrammte es haarscharf an meinen nackten Füßen vorbei. Schlotternd aktivierte ich die Chakrenatmung, die ich seit einem unfreiwilligen Aufenthalt in einem indischen Aschram beherrschte, in den ich von meinen Eltern vor ein paar Jahren zwangsverschleppt worden war. Einige Male konzentriert Luft geholt, und mein Herzschlag beruhigte sich wieder. Nach ein paar Minuten hatte ich mich so weit gefangen, dass ich zum Gegenangriff übergehen konnte. Als Erstes rettete ich Millington aus ihrem Versteck, denn sie hatte sich, ebenso erschrocken wie ich, unter der Couch verkrochen. Dann ging alles blitzschnell. Ich sprang in ein Paar kniehohe Lederstiefel, riss die Wohnungstür auf, um dem Geziefer einen Fluchtweg zu bieten, und versprühte in sämtlichen (zwei) Räumen ein hochwirksames, nur auf dem Schwarzmarkt erhältliches Insektengift. Ich umklammerte die Spraydose wie eine tödliche Angriffswaffe und ließ den Knopf erst zehn Minuten später wieder los, als das Telefon klingelte. Das Display zeigte Penelopes Nummer an. Fast hätte ich in meiner Panik den Apparat einfach klingeln lassen, aber dann fiel mir ein, dass sie eine der insgesamt zwei Personen war, bei denen ich im Notfall um Asyl bitten konnte. Sollte die Kakerlake den Giftgasangriff überstehen und noch einmal durchs Wohnzimmer spazieren, würde ich bei Pen oder Onkel Will unterschlüpfen müssen. Und weil ich nicht genau wusste, wo sich Will heute Abend rumtrieb, war es wohl klüger, die Kommunikation zu Penelope nicht abreißen zu lassen. Ich ging ran. "Pen, ich bin gerade von der riesigsten Küchenschabe in ganz Manhattan überfallen worden. Was soll ich machen?", platzte ich heraus, kaum dass ich den Hörer in der Hand hatte. "Bette, ich muss dir was Wichtiges erzählen!", legte sie ungerührt los. Meine missliche Lage ließ sie offensichtlich kalt. "Wichtiger als der Angriff der Killerkakerlake?" "Avery hat mir gerade einen Heiratsantrag gemacht!", trällerte Penelope. "Wir sind verlobt!" Verdammt. Wir sind verlobt , drei kleine Wörter, die für sie das Glück auf Erden bedeuteten und für mich den Super-GAU. Ich schaltete sofort auf Autopilot um. Es wäre, gelinde gesagt, nicht gerade angemessen gewesen, das auszusprechen, was ich in diesem Moment wirklich dachte . Er ist eine Niete, Pen. Ein verzogener kleiner Junge im Körper eines zugekoksten und zugekifften Riesenbabys. Er weiß, dass er dir nicht das Wasser reichen kann. Deshalb steckt er dir schnell einen Verlobungsring an den Finger, bevor du irgendwann von selber draufkommst. In spätestens zehn Jahren serviert er dich wegen einer Jüngeren ab, und dann stehst du vor einem Scherbenhaufen. Tu es nicht! Tu es nicht! Tu es nicht! " Das gibt's doch nicht!", rief ich. "Herzlichen Glückwunsch. Wie ich mich für dich freue!" "Ach, Bette, das dachte ich mir. Ich kann kaum sprechen, es geht alles so schnell." So schnell? Es war doch irgendwie zu erwarten gewesen. Seit du neunzehn warst, hast du keinen anderen Mann mehr angeguckt. Das sind jetzt immerhin acht Jahre. Ich hoffe bloß, er fängt sich bei seinem Junggesellenabschied keinen Herpes ein. " Ich will alles wissen, jede Einzelheit. Wann? Wie? Was für ein Ring?" Trotz des Schocks spielte ich die Rolle der besten Freundin gar nicht so übel und betete die unvermeidlichen Fragen ziemlich überzeugend herunter. "Ich kann nicht lange reden,

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