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Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2 Historischer Roman von Hurst, Heidrun (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2

Der Schwarze Tod lauert überall: Der mitreißende Historienroman »Die Pestheilerin von Straßburg« von Bestseller-Autorin Heidrun Hurst als eBook bei dotbooks. Straßburg im Jahre 1349: Der Schatten der herannahenden Pest liegt über der Stadt, Unheil brodelt in den Gassen und Finsternis schleicht sich in die Herzen der Menschen ... Das Kloster am Rande Straßburgs scheint der letzte Ort des Friedens zu sein - bis dort eine Todsünde begangen wird: Eine der Nonnen hat sich erhängt ... und bald folgen weitere dem dunklen Ruf des Todes. Die kräuterkundige Adelheid, die selbst viele Jahre im Kloster lebte, hegt den schrecklichen Verdacht, dass in Wahrheit ein perfider Mörder sein Unwesen treibt. Aber warum schlägt er dort zu, wo nur Unschuld zu finden ist? Als die Pest über Straßburg hereinbricht, droht die Stadt im Chaos zu versinken - Adelheid und ihr Verlobter Martin, der Sohn des Henkers, setzen alles aufs Spiel, um so viele Menschen wie möglich vor der tödlichen Epidemie zu retten ... und dem eiskalten Mörder. Doch wird der Preis dafür ihr Leben sein? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der packende historische Roman »Die Pestheilerin von Straßburg« von Heidrun Hurst - nach dem Bestseller »Der Teufel von Straßburg« der zweite schillernde Historienroman über die Klosterschülerin Adelheid, den Scharfrichtersohn Martin - und ihre Liebe, die als helles Licht in der dunklen Zeit der Pest erstrahlt. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Heidrun Hurst, geboren 1966 in Kehl am Rhein, ging schon als Kind gerne mit Hilfe von Büchern auf Reisen in fremde Welten und ferne Zeiten. Ihr Hunger nach geschriebenen Abenteuern und Literatur wurde schließlich so groß, dass sie sich einige Jahre später selbst dem Schreiben widmete. Seitdem veröffentlicht sie historische Romane, für die sie mit Leidenschaft und Neugier tief in die Recherche längst vergangener Zeiten eintaucht. Weitere Informationen über die Autorin auf ihrer Website: www.heidrunhurst.de Auf Facebook: www.facebook.com/heidrun.hurst Auf Instagram: www.instagram.com/heidrunhurst/ Bei dotbooks und Weltbild veröffentlichte Heidrun Hurst bereits: »Der Teufel von Straßburg« »Die Pestheilerin von Straßburg«

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 357
    Erscheinungsdatum: 01.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961489862
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1912 kBytes
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Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2

22. Mai 1349

Das erste, zaghafte Licht der Dämmerung lag über dem Straßburger Richtplatz und weckte die Singvögel, deren Gezwitscher aus den dunklen Umrissen von Hecken und Bäumen immer mehr anschwoll. Martin und Veit waren fast zu Hause.

Nach der Hinrichtung hatten sie einen weiteren Tag bei Bentz und Gerlin verbracht, um in dem winzigen Scharfrichterhaus die bestandene Probe gebührend zu feiern. Sie mussten ohnehin auf den gesiegelten Brief des Zaberner Richters warten, der Martin als Meister bestätigte und ihn so zum selbstständigen Richten berechtigte. Länger hätte es Martin dort nicht ausgehalten. Er sehnte sich nach Adelheid und wollte ihr unbedingt erzählen, wie gut es gelaufen war.

Auf ihrer gestrigen Wanderung war ihm das Tal nie schöner erschienen als auf diesem Rückweg. Die sanft geschwungenen Linien der Berge, das friedvolle Grün der Wälder und die Geräusche des Lebens, die sie von überallher vernahmen. Sogar eine mehrere Fuß hohe, moosbewachsene Steinsäule am Wegesrand konnte ihn begeistern, die hier umgestürzt und halb in die Erde gesunken dem nutzlosen Schicksal des Vergessens überlassen wurde. Vermutlich war sie schon sehr alt und hatte bereits den Römern als Wegweiser gedient. Die tiefen Linien der eingemeißelten Schrift hatten sich mit dem Dreck vergangener Jahre gefüllt und waren kaum noch zu erkennen. Überall fand man Spuren der einstigen Herrscher. Selbst in Straßburg waren sie gewesen, und manche sagten, dass man ihnen die Gründung der Stadt zu verdanken hatte.

Über all das dachte Martin nach, als er, erfüllt von einem Gefühl der tiefen Zufriedenheit, auf der Zaberner Straße wanderte. Natürlich lag es daran, dass die Hinrichtung geglückt war. Vielleicht aber auch, weil er noch lebte und dies alles in sich aufnehmen konnte, während der frevlerische Raubritter nun in einem kalten Grab lag. Walther von Dossenheim hatte erbarmungslos gequält und gemordet. Bei ihm selbst sah es ganz anders aus. Ihm fiel es nicht leicht, einen Menschen zu töten oder ihm Schmerz zuzufügen - doch die Arbeit musste getan werden. Und dennoch wäre es falsch, Freude dabei zu empfinden, dachte er. Sein Gewissen ließ dies nicht zu.

Trotz alledem brannte er darauf, Adelheid endlich die gute Neuigkeit zu bringen. Zwar würde die erforderliche Wanderschaft sie für einige Zeit trennen, aber wenigstens würde er nun einen Lohn für seine Arbeit erhalten. Einen Teil davon wollte er eisern sparen, um ihnen eine gemeinsame Zukunft zu sichern.

Obwohl Martin seinen Vater zur Eile angespornt hatte, hatten sie es am Vorabend nicht mehr geschafft, die Stadt vor der Schließung der Tore zu erreichen. Zu seinem Verdruss mussten sie eine weitere Nacht unter freiem Himmel verbringen, wo sie in der Nähe des Straßburger Hinrichtungsplatzes ein Lager aufschlugen. Voller Ungeduld hatte er den mürrischen Veit noch vor Sonnenaufgang geweckt, um als Erste an den Stadttoren zu sein.

Überraschenderweise waren die beiden Männer um diese Zeit nicht allein. Eine Gruppe Reisender zu Pferde hatte sich ebenfalls schon auf den Weg gemacht. Noch erstaunlicher jedoch waren die weiß gewandeten Gestalten, die über den Schindanger schwebten.

Martin stockte das Herz. Waren das die Geister der verlorenen Seelen, die aus ihren Gräbern stiegen, um ruhelos umherzuwandern? Früher hatte er den Geschichten nicht so recht geglaubt, die man unartigen Kindern erzählte, doch es war etwas anderes, es mit eigenen Augen zu sehen.

Veit packte ihn am Arm und blieb wie angewurzelt stehen. Auch ihm schien nicht ganz wohl zu sein. Nur wenige Atemzüge später intensivierte sich das Licht und gab den Dingen mehr Tiefe. Das Trugbild verpuffte vor ihren Augen. »Das sind Reuerinnen«, stellte er erleichtert fest.

Was suchen sie auf dem Schindanger?

Normalerweise häutete der Schinder hier die verendeten Tiere und verscharrte die unbrauchbaren Reste der Kadaver in der Erde. De

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