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Die Prinzessinnen von New York - Gossip von Godbersen, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.12.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die Prinzessinnen von New York - Gossip

Hat ihre Liebe noch eine Chance? Die High Society Manhattans von 1900 ist eine Welt voller Luxus und Wunder, die keinen Fehltritt vergisst und keinen Skandal verzeiht. Die junge Diana Holland musste die Schattenseiten der elitären Welt, in der sie lebt, bereits am eigenen Leib erfahren. Denn eine Intrige hat sie ihre große Liebe Henry gekostet. Doch eines hat sie aus Henry Schoonmakers erzwungener Hochzeit mit Penelope gelernt: Man muss die Spielregeln der Elite perfekt beherrschen, um zu bekommen, was man will. Und Diana ist fest entschlossen, ihre Liebe zu Henry noch nicht aufzugeben. Auch wenn sie die Chance auf eine gemeinsame Zukunft alles kosten könnte ... 'Romantik, Eifersucht, Verrat, Humor und ein opulentes Setting. Ich konnte DIE PRINZESSINNEN VON NEW YORK nicht zur Seite legen!' CECILY VON ZIEGESAR, Autorin von GOSSIP GIRL 3. Band der PRINZESSINNEN-VON-NEW-YORK-Reihe Anna Godbersen wurde 1980 in Berkeley, Kalifornien, geboren und studierte Englische Literatur am Barnard College in New York. Sie schreibt Buch-Rezensionen und arbeitet als freie Literaturkritikerin u.a. für The New York Times Book Review. Weitere Informationen unter: annagodbersen.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 363
    Erscheinungsdatum: 20.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310759
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Envy
    Größe: 1378 kBytes
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Die Prinzessinnen von New York - Gossip

1

Mr Leland Bouchard bittet um das Vergnügen Ihrer Gesellschaft anlässlich des Balls zu Ehren der Mitglieder des Clubs New Yorker Automobilisten am Donnerstag, den 8. Februar 1900, abends um 21 Uhr in der 18 East 63rd Street.

"Ein so wunderbares Mädchen wie Sie, quasi die Anmut in Person, sollte sich an einem Abend wie heute sicher nicht verstecken, wenn sich doch alle Welt nach dem Anblick einer hübschen Figur mit funkelnden Augen sehnt. Schließlich sind Sie diejenige mit den hübschesten Augen von allen."

Diana Holland sah von ihrem Platz auf dem Seidensofa auf und musterte ihren Freund mit unschuldiger Miene. Der Mann, der im glänzenden Mahagonitürrahmen der Bibliothek lehnte, hatte wie üblich doppelt so viele Wörter benutzt, wie eigentlich nötig gewesen wäre. Sein Name war Davis Barnard, und obwohl er seine Klatschkolumne unter einem Pseudonym schrieb, war er der einzige berühmte Schriftsteller, den Diana kannte.

Sie schielte verstohlen nach links und sah, dass die Wimpern ihrer Tante Edith, die als Anstandsdame mitgekommen war, bereits deren hohe Wangenknochen berührten. Ediths Gesicht gab Diana einen Vorgeschmack darauf, wie sie selbst irgendwann mal aussehen würde, denn der kleine runde Mund, die vornehme Nase und die dunklen Augen unter der hohen Stirn waren ihren eigenen sehr ähnlich, auch wenn das Alter schon dafür gesorgt hatte, dass ihre Züge etwas härter wirkten.

Ediths Atem ging gleichmäßig, und ihre Miene wirkte entspannt - sie war eingeschlafen. Diana wandte sich wieder Barnard zu, der in einem schicken Smoking steckte und das elektrische Licht des Ballsaals im Rücken hatte. Die trällernde Geräuschkulisse der Gäste von Leland Bouchard drang durch die offene Tür zu ihnen herüber.

"Sie schmeicheln mir", sagte sie, während sie auf die Beine kam und ihre Worte mit einem wissenden Augenzwinkern betonte. In diesen Tagen hatte sie das Gefühl, wirklich furchtbar viel zu wissen.

Der lange schwarze Chiffonrock ihres Kleides schleifte hinter ihr her, während sie sich dem Eingang näherte. Sie schlug ihren Fächer auf, um ihr Gesicht dahinter zu verbergen. Das machte sie immer, wenn sie Barnard begleitete, schließlich unterhielten sie sich immer bis ins kleinste Detail über jeden einzelnen der Anwesenden, also kam es ihr wie eine gute Idee vor, ihren Mund abzuschirmen, um allen, die vielleicht ihre Lippen lesen konnten, das Leben schwer zu machen. Ihr Haar war im Nacken zu einem Knoten hochgesteckt und an beiden Schläfen ringelten sich zarte Löckchen bis zu den Ohren herab. Ein schwarzer Ledergürtel betonte ihre schmale Taille und in der Mitte ihres weiten, geschwungenen Ausschnitts prangte eine Blume aus elfenbeinfarbener Spitze. Das Kleid war neu und sie hatte es selbst bezahlt. Sie warf einen raschen Blick über die Schulter, um sicherzugehen, dass ihre Flucht vor ihrer Anstandsdame niemandem aufgefallen war, und ließ sich dann von ihrem Begleiter über den cremefarbenen Marmorboden des Zwischengeschosses führen.

"Ganz schön dick aufgetragen", bemerkte Barnard, während sie über das glänzende Parkett in Leland Bouchards Musikzimmer schlenderten. Beim Bau dieses Raums hatte man eindeutig auf besonders gute Akustik geachtet, obwohl er nur selten für seinen ursprünglichen Zweck benutzt wurde. Musikzimmer waren schließlich was für Menschen, die gerne Hauskonzerte veranstalteten, und Leland Bouchard, der mit gerade mal zwanzig Jahren dank seiner Investitionen genug verdient hatte, um dieses Haus für sich zu bauen, war bekannt dafür, dass er einfach nicht still sitzen konnte. Die Wände waren mit Malereien verziert und eine riesige, mit kleinen Lichtern geschmückte kenianische Palme reckte sich bis zur fast acht Meter hohen Decke.

Als Diana die Augen durch den rechteckigen Raum mit der hohen gewölbten Decke schweifen ließ, traf ihr Blick plötzlich den von Isaac Phillips Buck, der sich jedoch hastig abwandte, so als hätte sie ihn d

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