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Die Quinns: Dex von Hoffmann, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.11.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Die Quinns: Dex

'Ich will Sie.' Für die junge Produzentin Marlie kommt nur ein Kameramann in Frage: Dex Kennedy. Doch der aufregende Ire lehnt seit einem tödlichen Dreh jedes Angebot ab. Auch ihres. Nun, wenn ihr Film ihn nicht reizt, vielleicht können ihn ihre Küsse überzeugen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 26.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733758615
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 837 kBytes
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Die Quinns: Dex

1. KAPITEL

Schweißgebadet wachte er auf. Die Dunkelheit schien ihn wie ein gigantischer schwarzer Strudel zu verschlucken. Dex Kennedy rang nach Luft, setzte sich auf und warf die Bettdecke beiseite.

Wo war er? Wie spät war es? Er holte tief Luft und versuchte, irgendeinen Geruch wahrzunehmen, der ihm einen Hinweis liefern könnte. Er war weder in der Wüste noch im Dschungel. Die Laken dufteten nach Lavendel, und da erinnerte er sich, dass er in Irland war, in der Wohnung seiner Schwester in Killarney. Ihm drohte keine Gefahr. Er befand sich in Sicherheit.

Dex schaltete die Nachttischlampe ein und rieb sich die Augen. Wann hören diese Albträume endlich auf? fragte er sich. Beinahe ein Jahr war inzwischen vergangen. Obwohl er sich körperlich von den beiden Schusswunden erholt hatte, war er gedanklich immer noch auf der Landepiste mitten im Dschungel Kolumbiens.

Er und sein Partner Matt Crenshaw waren dorthin geflogen, um Filmmaterial für eine Dokumentation über die Drogenkriege im Land zu sammeln. Mithilfe einiger Einheimischer hatten sie es geschafft, belastendes Material über eins der mächtigsten Kartelle zu filmen. Sie waren schon fast am Flugzeug und in Sicherheit gewesen, als Handlanger der Drogenbosse aus dem Hinterhalt auf sie geschossen hatten.

Matt war ins Bein getroffen worden, bevor sie in die wartende Maschine einsteigen und fliehen konnten. Seine Oberschenkelarterie war verletzt worden. Er war vor Dex' Augen verblutet, auf ihrem Flug hoch über dem Dschungel.

Dex atmete rasselnd ein und fuhr sich mit den Fingern durchs Haar. Eine kleine Glasflasche mit Schlaftabletten stand ungeöffnet auf dem Nachttisch. Vielleicht sollte er doch ein paar davon nehmen. Die Aussicht, eine Nacht durchzuschlafen, war beinahe unwiderstehlich. Er sehnte sich danach, das Gedankenkarussell endlich stoppen zu können.

Dex schüttete die Pillen in seine hohle Hand und starrte sie an. Er konnte verstehen, dass manch einer einfach alle auf einmal schluckte. Schlafmangel stellte seltsame Dinge mit dem Verstand an und konnte einen zu verzweifelten Mitteln greifen lassen, nur um für ein paar Momente Frieden zu finden.

Leise fluchend warf er die Tabletten an die Wand.

"Dex?" Gedämpft drang die Stimme seiner Schwester durch die Tür. "Bist du noch wach?"

"Ja!", rief er.

"Bist du ... Bist du okay?"

"Alles ist gut." Er schwang die Beine über die Bettkante, stand auf und stieg in seine Hose. Die Blutflecken auf ihr waren immer noch sichtbar, aber während der vergangenen Monate verblasst.

Er hätte die Hose wegwerfen sollen. Sie war eine ständige Erinnerung an das, was geschehen war. Doch Dex wollte erinnert werden. Matt war sein bester Freund gewesen und der Einzige, mit dem er je als Partner hatte zusammenarbeiten wollen. Schmerzhaft verkrampfte sich seine Brust. Er würde niemals vergessen.

Als er aus dem Zimmer kam, stand seine Zwillingsschwester Claire vor der Tür und musterte ihn besorgt. Ihr kurzes dunkles Haar stand ihr wirr vom Kopf ab, und ihr sonst sorgfältig geschminktes Gesicht war frisch gewaschen.

"Du siehst furchtbar aus", stellte sie fest. "Wirklich, Dex. Wie lange willst du noch so weitermachen, bevor du dir endlich Hilfe suchst?"

"Ich bin in der Apotheke gewesen und habe mir Schlaftabletten gekauft", entgegnete er auf dem Weg in die Küche.

"Haben sie nicht gewirkt?"

"Ich habe sie nicht genommen."

Sie warf die Hände in die Luft. "Nun, wahrscheinlich haben sie deshalb nicht gewirkt. Es wird Zeit, dass du wieder ein geregeltes Leben führst und ein paar Nächte schläfst."

Dex holte sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und ging ins Wohnzimmer, wo er die Fernbedienung des Fernsehers nahm und einen Sportkanal einschaltete.

Claire sank neben ihm aufs Sofa und faltete die Hände im Schoß. Schweigend starrte sie ihn an. Als er sie ansah, bemerkte er Tränen in ihren Augen. "Nicht", murmelte

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