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Die Quinns: Kieran von Hoffmann, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Die Quinns: Kieran

'Kentucky!?' Da hat sich sein Großvater ja ein schönes Ziel für Kieran ausgesucht. Auf dem Weg dorthin lernt er die sexy Sängerin Maddie kennen und hilft ihr, aus ihrem alten Leben auszubrechen. Doch schon bald wird eine gemeinsame Zukunft durch Maddies Vergangenheit bedroht ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733758547
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 764 kBytes
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Die Quinns: Kieran

1. KAPITEL

"Bitney, Kentucky? Wo zur Hölle ist das denn?" Kopfschüttelnd starrte Kieran auf das Busticket in seiner Hand.

Die vier Brüder saßen in Camerons Büro und konnten nicht fassen, was gerade geschehen war. Als ihr Großvater sie alle zu sich gerufen hatte, dachten sie, es würde um den Nachfolger für die Werft gehen. Doch sie hatten sich geirrt.

"Ich fasse zusammen", sagte Dermot. "Er will, dass jeder von uns für sechs Wochen durchs Land fährt und über das Leben nachdenkt? Irgendwo am Ende der Welt?"

Ronan nickte. "Der alte Mann muss verrückt geworden sein. Wie will er den Laden hier ohne uns schmeißen?"

Kieran lachte leise. "Oh, da mache ich mir keine Sorgen. Er wird prima alleine klarkommen."

Martin Quinn hatte die Quinn Yachtworks in den sechziger Jahren aufgebaut und mit der Zeit zu einem der renommiertesten Unternehmen seiner Art an der Westküste gemacht. Jamie, Martins einziger Sohn, hatte ebenfalls mit in der Werft gearbeitet, bevor er und Suzanne auf See verschollen waren. An diesem Tag, der alles verändert hatte. Seitdem sie diesen leeren Sarg begraben hatten, schien die Freude aus dem Leben der Quinn-Brüder verschwunden zu sein. Das, was sie zu einer Familie gemacht hatte, hatte sich verändert. Die Brüder vergruben sich ebenso in der Arbeit wie ihr Großvater.

Doch es hatte auch gute Momente gegeben, erinnerte sich Kieran. Sie hatten gemeinsam ein Boot gebaut. Und als es fertig war, waren Cameron, Dermot und er selbst einen Sommer lang damit durch den Puget Sound gesegelt. Nur Ronan hatte sich geweigert mitzukommen.

Mit der Zeit hatten sie wichtige Positionen in der Werft übernommen. Cameron war für das Design zuständig, Dermot für den Vertrieb. Kieran war Chef der Buchhaltung und Ronan überwachte die Fertigung, es gefiel ihm, Seite an Seite mit den Handwerkern zu arbeiten. Sie hatten die Träume ihrer Kindheit hinter sich gelassen, um das Familienunternehmen zu unterstützen. Martin Quinn hatte sie aufgenommen, als sie ein Zuhause gebraucht hatten. Es war ihre Pflicht gewesen, ihm das zurückzuzahlen. Und es war lächerlich, ausgerechnet jetzt diese eingefahrenen Wege wieder zu verlassen und den Träumen von damals nachzujagen.

"Wo fährst du hin?", fragte Kieran seinen Zwillingsbruder Dermot.

"Nach Mapleton in Wisconsin." Dermot blickte auf die Landkarte, die er auf dem Display seines Handys aufgerufen hatte. "Kein Wasser weit und breit. Nur ein winziger See."

"Guck mal nach, was es in Bitney, Kentucky so gibt."

"Das ist leicht", sagte Cameron. "Kentucky ist bekannt für die Pferde dort. Er schickt dich da hin, weil du als Kind verrückt nach ihnen warst, erinnerst du dich? Du hattest kleine Plastikpferde auf dem Regal über dem Bett und hast Grandpa immer mit Fragen nach dem Pony gelöchert, das er als kleiner Junge hatte. Und als du zehn warst, wolltest du unbedingt reiten lernen."

Kieran runzelte die Stirn und strich sich die Haare zurück. "Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern. Aber es stimmt, Ma hat mir ständig diese Pferdefiguren gekauft. Sie hat sie mir immer als Überraschung in die Lunchbox gelegt." Er lächelte, als die Erinnerung vor seinem inneren Auge auftauchte. Seine Mutter war so aufmerksam gewesen, so liebevoll. Er wusste, sie hatten zusammen mit den Pferden gespielt und dabei jede Menge Spaß gehabt.

"Was ist mit den Pferdefiguren passiert?", fragte Dermot.

"Er hat sie damals mit in den Sarg gelegt", sagte Cameron.

"Stimmt", sagte Kieran. "Ich wollte nie wieder damit spielen. Sie haben mich zu sehr an Ma erinnert."

Für einen Moment war es vollkommen still im Raum. Dann räusperte sich Ronan. "Wann geht dein Bus?"

"Heute Nacht um halb 12", antwortete Kieran. "Die Fahrt dauert über 2 Tage. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie amüsant das wird."

Dermot lachte leise. "Dann kommst du wenigstens mal wieder zum Lesen. Und wer weiß, vielleich

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