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Die Rache der Jägerin von Kastner, Jörg (eBook)

  • Erschienen: 16.12.2013
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Die Rache der Jägerin

Die Saga der Germanen wird fortgesetzt. Die Germanen werden von zwei Seiten bedroht: Nicht nur die Römer lauern auf sie, sondern auch die übermächtigen Truppen des Markomannenkönigs Marbod. Außerdem stehen nicht mehr alle Cherusker den Germanen Arminius und Thorag im Kampf bei und ihre einstige Einheit ist zerschlagen. Doch eine weitere Bedrohung bahnt sich an: Die mysteriöse Jägerin Canis ist mit in das Gefecht gezogen, um Rache zu üben. Thorag ist wie gefesselt von der ebenso schönen wie exotischen Amazone. Er weiß aber auch, warum man sich im Kampf besser nicht von einer Frau ablenken lassen sollte ... Der achte Band der zwölfteiligen Romanserie "Die Saga der Germanen" von Jörg Kastner.

Jörg Kastner, geboren in Minden an der Weser, war bereits als Kind und Jugendlicher ein begeisterter Leser mit einem Hang zu den Klassikern der Abenteuer- und Spannungsliteratur. So fiel es ihm nach erfolgreichem Jurastudium nicht schwer, sich gegen eine juristische Karriere zu entscheiden und den Beruf des Schriftstellers zu ergreifen. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in fünfzehn Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Zu seinen größten Erfolgen zählen die mehrbändige Germanensaga um den Cheruskerfürsten Arminius und seinen Waffenbruder Thorag, der Rembrandt-Roman "Die Farbe Blau" und seine mit dem Roman "Engelspapst" beginnende Reihe von Vatikanthrillern. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover.

Produktinformationen

    Größe: 3018kBytes
    Herausgeber: hockebooks
    Untertitel: Folge 8 der 12-teiligen Romanserie Die Saga der Germanen.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 141
    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783943824254
    Erschienen: 16.12.2013
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Die Rache der Jägerin

Kapitel 5 – Opfer für die Götter

Im letzten Augenblick riss Thorag seinen Rappen zurück und stieß einen lauten Warnruf aus: "Zurück, Männer, ein Abgrund!"

Der schwarze Hengst unter ihm wieherte schrill und tänzelte unruhig hin und her, als er die Gefahr erkannte, in die er fast gelaufen wäre. Die Dunkelheit von Nacht und Wolken hatte den steilen Abhang gut verborgen gehalten. Thorag streichelte den Kopf des Rappen und flüsterte dem Tier besänftigende Worte zu. Das Pferd konnte wirklich nichts dafür, eher Gueltar, der seinen Braunen nur eine Armlänge von Thorag entfernt gezügelt hatte. Hinter ihnen hielt die lange Reihe der Donarsöhne ihre Pferde an.

"Es tut mir leid", murmelte Gueltar, der Thorags vorwurfsvolle Blicke in der Düsternis mehr erahnt als gesehen hatte. "Ich hatte es sehr eilig, zu den heiligen Steinen zurückzukommen, und habe mir anscheinend den Weg nicht gut genug eingeprägt. Zudem verhüllen Notts Schleier vieles, was ich im Lichte Dagrs wohl erkennen würde."

"Das hilft uns nicht weiter", entgegnete Thorag vorwurfsvoll und dachte daran, dass sie schon zum dritten Mal in die Irre geritten waren. "Wenn wir den Bärenstein nicht bald finden, können wir Armin nicht mehr helfen. Die Nacht der Sühne hat längst begonnen, und ihre Mitte rückt rasch näher."

"Es muss hier irgendwo sein, ganz in der Nähe", sagte Gueltar leise, und es klang wie eine Beschwörung. "Ich weiß es. Wenn es nur nicht so dunkel wäre!"

Thorag legte den Kopf in den Nacken und blickte hinauf zum Himmel. Der Regen hatte aufgehört, aber die Wolken lasteten dicht und schwer, wie eine Decke riesiger Felsblöcke, auf dem Cheruskerland.

"O Donar, mächtiger Gott des Wetters, stehe deinen Söhnen bei!", sagte Thorag laut und feierlich. "Mit der gewaltigen Kraft deiner Lungen blase den grauen Mantel hinfort, den dein Vater Wodan über das Land der Cherusker gelegt hat!"

Andächtig rief die ganze Hundertschaft den Namen des Donnergottes und schaute erwartend nach oben. Aber kein Lufthauch regte sich, um die Wolken zu vertreiben. Donars Ohren blieben dem Flehen seiner Söhne auch nach mehrmaliger Wiederholung von Thorags Gebet verschlossen.

"Reiten wir weiter", entschied Thorag deshalb. "Oder treffender ausgedrückt, zurück."

Auf dem engen, durch dichten Wald führenden Weg war es nicht einfach für hundert Reiter, zugleich ihre Pferde zu wenden. Die Tiere waren störrisch, als spürten auch sie, dass alle Anstrengung vergeblich war.

Gueltar ritt niedergeschlagen neben Thorag und sagte:"Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn mich die Schuld an Armins Tod trifft. Mein eigenes Leben würde ich geben, um den Herzog zu retten!"

Kaum hatte der junge Sugambrer ausgesprochen, setzte ein Heulen ein, leise erst, dann immer stärker anschwellend. Die Kolonne kam ins Stocken, und überraschte Ausrufe pflanzten sich durch die Reihen fort. Von Sturmgeistern war die Rede, von Waldriesen und Nachtdämonen. Die Wipfel der Bäume begannen zu rauschen und beugten sich unter schwerem Druck, während über ihnen Bewegung in die starren Wolkenbänke kam.

"Das sind keine Nachtdämonen und keine Sturmgeister!", rief Thorag freudig aus. "Donar hat unser Flehen erhört!"

Der heftige Wind, der unvermittelt aufgekommen war, spielte mit dem Haar von Kriegern und Pferden. Thorags langer Blondschopf wehte um sein Gesicht. Die eben noch dichte Wolkenschicht riss auseinander und teilte sich in mehrere Haufen, die sich wiederum teilten und dünner wurden. Die Sterne fu

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