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Die rebellische Königin - oder: Die Rebellin des Papstes Historischer Roman von Burseg, Katrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die rebellische Königin - oder: Die Rebellin des Papstes

Zur Königin geboren, zur Rebellin bestimmt: Der fesselnde historische Roman »Die rebellische Königin« von Katrin Burseg jetzt als eBook bei dotbooks. Zwischen Triumph und Tragödie: Eine Königin ohne Krone - mit der Macht, die Säulen der bekannten Welt zu erschüttern! Rom, Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Ewige Stadt ist in Aufruhr: Nach ihrem Thronverzicht, dem spektakulären Wechsel zum katholischen Glauben und ihrem Gang ins Exil hofft Christina von Schweden hier auf einen Neuanfang. Schnell wird die Königin ohne Land zur schillernden Ikone der Stadt - doch ihre rebellische Natur, ihr Drängen gegen alle Konventionen, sind dem Papst schon bald ein Dorn im Auge. Als Christina dem Findelkind Maria begegnet und deren rätselhafte Herkunft zu entschlüsseln versucht, stößt sie auf ein Geheimnis, das die Grundfesten der Kirche ins Wanken bringen wird - und Christina alles kosten könnte, was sie liebt ... »Ein besonderes Buch für eine besondere Persönlichkeit. Katrin Burseg verwebt Historie und Fiktion untrennbar miteinander und schafft einen historischen Roman, der absolut lesenswert ist.« schreib-lust.de Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die prachtvolle Romanbiografie »Die rebellische Königin« von Katrin Burseg. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Katrin Burseg, geboren 1971 in Hamburg, wuchs auf einem über hundert Jahre alten Bauernhof in Schleswig-Holstein auf. Ihr Faible für Geschichte und Romane ließ sie Kunstgeschichte und Literatur studieren, bevor sie als Journalistin arbeitete. Sie hat mehrere historische Romane veröffentlicht und erhielt für ihren Roman »Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern« den Delia Literaturpreis 2016 in der Kategorie Liebesroman. Katrin Burseg, die auch unter den Pseudonymen Karen Bojsen und Karen Best veröffentlicht, mag alte Bäume und Spaziergänge am Wasser, sie hört gerne klassische Musik und liebt die überraschenden Abenteuer beim Schreiben. Mit ihrer Familie lebt sie in Hamburg und an der Nordsee. Die Autorin im Internet: katrinburseg.de/ Bei dotbooks veröffentlichte sie ihre historischen Romane »Die rebellische Königin« und »Die Zofe der Königin«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 487
    Erscheinungsdatum: 01.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961488889
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2042 kBytes
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Die rebellische Königin - oder: Die Rebellin des Papstes

EINS

Rom, Frühjahr anno 1656

Der Wagen ließ die Piazza Farnese mit ihrem mächtigen Palast hinter sich und bog auf den Campo dei Fiori ein. Der Blumenmarkt lag im Schatten der ockerfarbenen Geschäftshäuser, das Licht der tief stehenden Abendsonne war durch die Gassen hinunter zum Tiber gewandert. Zu dieser Stunde bevölkerten nur noch wenige Marktfrauen in römischer Tracht den Platz und hofften auf späte Kunden. Sie boten ihre letzten Lilien, Narzissen und Hyazinthen an. Dazwischen verströmten Pflaumen- und Pfirsichblüten ihren Duft, in flachen Körben lockten Kräuter wie Kamille, Pfefferminz, Salbei, Koriander und Rosmarin.

Als die Kutsche über das Pflaster rollte, blickten die Frauen auf. Sechs Pferde zogen den mit Silberbeschlägen verzierten Wagen über den Platz. Das Gefährt, ein Geschenk des Papstes, war nach einem Entwurf des Cavaliere Bernini gefertigt worden. Der größte Künstler Roms hatte eine majestätische Karosse geschaffen, und tatsächlich drückte sich eine Königin in deren Polster aus blauer Seide. Die Marktfrauen zischten und zeigten auf die Kutsche. »Da kommt sie, da kommt sie«, riefen sie sich zu, um dann in einen freundlichen, aber nicht allzu tiefen Knicks - denn die Römerinnen hatten ihren Stolz - zu sinken. »Da kommt die Königin ohne Land.«

Christina von Schweden lachte wie ein übermütiges Kind. Sie genoss die Aufregung unter den Marktfrauen. Ein Strahlen wie ein Schleier von Licht zog über ihr Gesicht und ließ es für einen Moment jung und unbeschwert leuchten. Noch immer war ihr Erscheinen in den Straßen Roms ein Ereignis, so wie auch ihr Einzug in die Stadt vor wenigen Wochen spektakulär gewesen war. Immer wieder kamen Christina die Bilder ihrer Ankunft in den Sinn. Sie war mit ihrem kleinen Gefolge von Norden über den Ponte Milvio, die älteste Brücke Roms, gekommen. Berittene Gardisten hatten ihren Weg hinein in die Stadt entlang der Via Flaminia gesäumt. Es war ein Triumphzug gewesen bis hinunter zum Stadttor der Porta del Populo, wo sich die Kardinäle Roms und das staunende Volk einträchtig zu ihrem Empfang versammelt hatten.

Dort, in der Attika des steinernen Bogens, hatten sie auch die so lang ersehnten Worte des Papstes begrüßt: »Felice faustoque ingressui«. Schnell hatte sie das Latein des in Stein gemeißelten Spruchs entziffert: Der Heilige Vater wünschte ihr einen glücklichen und segensreichen Eintritt in ihr neues Leben. Nach ihrer Abdankung und dem Übertritt zum katholischen Glauben war sie, Christina von Schweden, an das Ziel ihrer Sehnsüchte gelangt. Unter ihrem neuen Namen »Maria Alexandra« sollte sie von nun an und für alle Zeiten in den päpstlichen Chroniken geführt werden. Doch für das staunende Volk, das bei ihrem Einzug in die Ewige Stadt jubelte und winkte, war sie seither »Maria, die Königin ohne Land«.

Christina wusste, dass Papst Alexander VII. ihre Ankunft in Rom für ein Wunder gehalten hatte, für einen Triumph seines Gottes über den Irrglauben, die Ketzerei und alle übrigen Versuchungen des Teufels. »Sie ist die Herrscherin, die einzig und allein um des wahren Glaubens willen auf Krone und Reich verzichtet hat«, hatte der Heilige Vater sie den staunenden Römern wie eine Trophäe präsentiert. Christina selbst sprach dagegen von Freiheit und Vernunft, nicht von Verzicht und Offenbarung. Sie war aus Stockholm, dieser rauen, kalten, nassen Stadt, nach Rom gekommen, um dessen Herrlichkeit zu erleben. Und um endlich frei zu sein. Die zeitraubende Gastfreundschaft des Papstes, das Sakrament der Firmung, das sie aus seiner Hand vor dem Hochaltar des Petersdoms empfangen hatte, ja selbst ihr neuer Name waren der Preis, den sie bereit war, dafür zu zahlen.

Christina hatte einige Wochen im Vatikan gewohnt. »Es ist ein unerhörtes Geschenk«, hatte sie ihrem Tagebuch anvertraut, »denn seit Menschengedenken hat keine Frau mehr innerhalb der heiligen Mauern übernachtet.« Papst Alexander

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