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Die Reise zum Blau Roman nach einer wahren Begebenheit. von Dunkel, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.04.2011
  • Verlag: Kern
eBook (ePUB)
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Die Reise zum Blau

Eine packende Reiseerzählung aus der Sicht eines Timesharing-Verkäufers

Nach vielen Jahren, als Inhaber einer Parfümerie in Köln, suchte er Reflektionen von Kultur, Verhaltensweisen und Ansichten in anderen Ländern. Er lebte in der Türkei, Tunesien und Spanien. Aus den in diesen Ländern gemachten Erfahrungen, verarbeitete er zwei spannende und zum Teil dramatische Episoden in Buchform. 'Der Teufel kochte tunesisch' erregte Aufsehen, 'Die Reise zum Blau' spiegelt die Welt des Timesharings in einem ganz anderen Licht, als allgemein angenommen.
Konfrontiert mit den Ereignissen seines Lebens, aber auch durch Vorfälle im Alltag, ließ sich Michael Dunkel zu Gedichten inspirieren, welche er, genau wie seine Bücher, neben seiner beruflichen Tätigkeit verfasste. Sein neuer Gedichtband: 'Wut im Bauch und Liebe im Kopf' erlaubt einen tiefen Blick in die Seele des Autors.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 27.04.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783939478683
    Verlag: Kern
    Größe: 572kBytes
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Die Reise zum Blau

I. KAPITEL

Es reichte mir.

Ich war zwar an der ganzen Situation selber schuld, hatte jedoch keine Inspiration, die mich aus meiner momentanen Lage befreien würde.

Nicht einmal ein halbes Jahr war vergangen, als ich halb tot eine Auslandseskapade in Form einer erhofften Selbständigkeit in Nordafrika hinter mich brachte. Von dieser erholte ich mich zunächst körperlich.

Um einen neuen Anfang in Deutschland zu finden, verkaufte ich meine alte Wohnung und richtete mir, ebenfalls als Eigentum, eine etwas größere nach meinem persönlichen Geschmack ein. Nun saß ich arbeitslos in meinem neuen Reich und entwickelte Panik, in diesem Stillstand Monate, oder schlimmer noch, Jahre zu verbringen. Meine Bemühungen, über Arbeitsamt oder Zeitungen eine neue Anstellung zu bekommen, blieben leider zunächst erfolglos.

Ich verfügte jedoch über die Gabe, mein Leben zu jedem Zeitpunkt aktiv zu gestalten, und so fand ich endlich, mit der Vermittlung eines langjährigen Freundes, ein neues Betätigungsfeld mit Herausforderung.

Dieses offenbarte sich in Form eines jungen Unternehmens, welches zwar kein Geld hatte, aber mir dafür Zukunftsvisionen vermittelte. Ich nahm die angebotene Tätigkeit an und erwarb mir mit meinen 47 Lebensjahren, mit einer Ausnahme, den Stand des Methusalem unter meinen neuen Kollegen. Nie zuvor hatte ich daran gedacht, mich mit einem Computer zu beschäftigen, und meine ersten Versuche damit wurden bestaunt, als käme ich direkt aus einer Höhle.

Deshalb biss ich meine Zähne zusammen, lernte schnell und präzise die Handhabung des PC und erlangte gleichzeitig die Einsicht, jungen Menschen nicht unbedingt meine Lebenserfahrungen vermitteln zu wollen, sondern lieber bei ihnen den Nimbus des Dummen einzunehmen.

Dies hatte den Vorteil, in technischen Dingen nicht dauernd gefordert zu werden und so brachte man mir jede Neuerung im Unternehmen mit den Worten näher: "Wenn der das versteht, haben wir gewonnen."

Entsprechend verhielt es sich mit meiner Bezahlung. Bei der Einstellung hatte ich zwar mein Gehalt ausgehandelt, dies wurde mir aber nur einmal in voller Höhe ausbezahlt. Man erklärte mir, dass durch erhebliche Startschwierigkeiten die Gewinne noch nicht fließen würden und nur durch noch mehr Arbeit meinerseits der erhoffte Umsatz durchzusetzen sei. So war ich gezwungen, auf Erspartes zurückzugreifen, mir immer wieder vor Augen haltend, besser einen Job als auf der Straße zu liegen. Das Unternehmen entwickelte sich von Monat zu Monat erfolgreicher, meine Situation jedoch blieb die gleiche.

Jetzt, fast anderthalb Jahre später, war allerdings der Zeitpunkt erreicht, an dem auch meine Rücklagen schmolzen und mein Lebensstil sich nicht weiter reduzieren ließ. Seit Wochen hatte ich die örtlichen Zeitungen nach passablen Arbeitsangeboten gewälzt und auch einige Bewerbungen gestartet. Diese verliefen allesamt glücklos und ich wollte schon verzweifelt meine Anstrengungen aufgeben, da entdeckte ich eine Anzeige, die mich sofort ansprach.

"Arbeiten im Süden

wo andere Urlaub verbringen",

lockte die einladende Headline. Ich las weiter und merkte, wie ein Kribbeln im Bauch mir signalisierte, ich sei auf dem richtigen Weg.

Ohne zu überlegen, griff ich zum Telefon und wählte die angegebene Nummer. Eine gut geschulte und sympathische Stimme begrüßte mich und erklärte in knappen Worten das eventuell zukünftige Aufgabengebiet. Mein Alter erwähnte ich sicherheitshalber noch so nebenbei, hörte jedoch sehr erfreut, genau dieses sei für die gestellte Aufgabe ideal, denn Erfahrung und Seriosität seien mehr als gefragt.

Hell begeistert ließ ich mir einen Besprechungstermin geben und konnte den Zeitpunkt dafür kaum erwarten. Wenn ich es für sinnvoll erachtete, aktivierte ich meine Illusionen schnell und zündend, und sobald ich etwas wollte, setzte ich meinen Kopf sofort durch. Noch so viele Enttäuschungen aus der Vergangenheit ko

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