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Die Rose der Leibköchin Historischer Roman von Schnabel, Dagmar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.02.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Rose der Leibköchin

Eine mutige Frau in einer gefährlichen Zeit - 'Die Rose der Leibköchin' von Dagmar Schnabel jetzt als eBook bei dotbooks. Aachen im Jahre 1376: Die ganze Stadt feiert fröhlich und ausgelassen die Krönung des jungen König Wenzel. Auch Tuchhändler Schnidder hat Gäste bei sich aufgenommen. Leibköchin Franziska soll für ihr leibliches Wohl sorgen und Gaukler Joslin den hohen Besuch bei Laune halten. Doch dann finden Franziska und Joslin während der Feierlichkeiten die Leiche einer Frau - und nur kurze Zeit später liegt auch der Gaukler tot in seinem Zimmer. Auf seiner Leiche liegen zwei Silberketten mit einer Rose darauf. Franziska bleibt keine andere Wahl: Sie muss den Mörder finden. Denn sonst wird sie selbst sein nächstes Opfer sein ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Rose der Leibköchin' von Dagmar Schnabel. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Dagmar Schnabel ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin, deren schriftstellerischer Schwerpunkt eigentlich in einem anderen Genre liegt. Seit ihrer Jugend faszinieren sie aber die Geschichten und die Mythen um ihre Heimatstadt Aachen, die sie daher nun gekonnt in ihre historischen Romane einwebt. Bei dotbooks veröffentlicht Dagmar Schnabel die Romane 'Die Herrin des Rings' und 'Die Rose der Leibköchin'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 457
    Erscheinungsdatum: 24.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958240582
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 730kBytes
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Die Rose der Leibköchin

Kapitel 1

Franziska wog den ledernen Geldbeutel in ihrer Hand und fühlte sich dabei recht unwohl. Die scheppernden Münzen gehörten Meister Ensbert Schnidder, der sie mit finsterer Miene anschaute. Insgeheim fragte sich die junge Frau, was hinter der gerunzelten Stirn vorgehen mochte, und trat von einem Fuß auf den anderen. Nichts wünschte sie sich mehr, als rasch die ungemütliche Stube verlassen zu können, doch darauf war nicht schnell zu hoffen.

"Ihr wißt, worauf es mir ankommt?" fragte der Meister zum wiederholten Male.

Franziska seufzte leise und leierte die Anweisungen erneut ungeduldig hinunter, ohne dabei unhöflich zu wirken.

"Ich werde auf dem Markt nur das Beste einkaufen. Einzig Zutaten, die den höchsten Ansprüchen genügen und auch den verwöhntesten Gaumen zu Lobreden hinreißen." Mit einem Hauch von Aufsässigkeit fügte sie hinzu: "Die Speisenfolge ist längst erdacht, auch unter Berücksichtigung der Lagermöglichkeiten, und ich habe mir notiert, was ich benötige."

"Zum kleinsten Preis, wohlgemerkt!" betonte der Meister mit erhobenem Finger. "Kauft nicht das erste, was Ihr seht, sondern vergleicht sorgsam die Preise. Es sind immerhin meine Münzen, die Ihr ausgebt. Vergeßt das nicht! Ich werde die Rechnungen einer gründlichen Prüfung unterziehen. Laßt Euch besser erst gar nicht in den Sinn kommen, auch nur eine Obole für Euch selbst abzuzweigen."

Franziska merkte, wie ihr die Zornesröte ins Gesicht stieg, und ärgerte sich nicht zum ersten Mal darüber, das Angebot des Meisters, für ihn zu arbeiten, angenommen zu haben. Es war eine grobe Frechheit, sie so zu behandeln und ihr diebische Absichten zu unterstellen. In ihren Gedanken spielte Franziska eine Situation durch, in die sie allerdings unverschuldet geraten könnte.

Die Krönungsfeierlichkeiten standen bevor, und viele Menschen waren in die Stadt gekommen. Zweifellos würden sich auch zahlreiche Beutelschneider darunter befinden. Was, wenn sie bestohlen werden würde? Mit einem verhaltenen Seitenblick schaute Franziska zu Meister Schnidder hinüber. Nie und nimmer würde er ihr dies glauben, obwohl sie hervorragende Referenzen ihrer früheren Dienstgeber vorweisen konnte. Der Umstand, daß Meister Grever so rühmlich Franziskas Kochkunst würdigte, war der Grund ihrer Einstellung bei Meister Schnidder gewesen.

Der schwere Beutel zog Franziskas Arm hinunter. Fünfzehn Goldgulden befanden sich darin. Wahrlich ein Vermögen. Zweiundfünfzig und eine halbe Mark oder sechshundertdreißig Schillinge, die wiederum über fünfzehntausend Obolen entsprachen, rechnete Franziska in die kleinere Währung um, die ihr weitaus geläufiger war. Sie erschauderte. So viel Geld! Und alles lag in ihrer Verantwortung.

"Weshalb kann ich nicht alle Waren ordern? Ich kenne redliche Händler, die mein Vertrauen genießen. Ihr nehmt die Ware hier an, prüft sie und zahlt, was sie wert sind. Bis dahin sind die Münzen bei Euch in Sicherheit", schlug sie vor, doch ihre Anregung fand keine Zustimmung.

Schnidder winkte knapp ab und stieß sein spitzes Kinn vor. "Seid Ihr oder bin ich hier die Köchin? Ha! Beim Anblick der Münzen werden die Händler schneller weich in den Knien, merkt Euch diesen Ratschlag! Zwar werden sie versuchen, den Preis zu heben, aber das Blinken wird sie dazu bringen, einen raschen Handel abzuschließen. So und nicht anders funktioniert das harte Geschäft. Wer will mir garantieren, daß die Ware auch die ist, die Ihr gewählt habt? Möhren und Lauch sind nichts für einen Mann wie mich. O Himmel, es ist mir ein Greuel, einer fremden Frau vertrauen zu müssen, aber ich kann mich nicht um alles kümmern. Schließlich sollt Ihr Euch Euren Lohn auch erarbeiten. Noch habt Ihr nichts weiter getan, als in allen Schränken zu wühlen und kleine Notizen auf Wachstäfelchen zu kritzeln."

Sowie gründlich aufgeräumt und Unbrauchbares ausgemistet, die Messer geschliffen, die Bedingungen der Lieferverträge mit einem Weinl

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