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Die Rosenfrauen Roman von Caboni, Cristina (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Rosenfrauen

Ein Parfüm ist wie ein Versprechen ... Elena Rossini hat ein besonderes Talent für Düfte, denn sie stammt aus einer Familie begnadeter Parfümeurinnen. Lange hat sie sich dagegen gesträubt, die Tradition fortzusetzen. Doch als Elenas Leben plötzlich zerbricht, beschließt sie kurzerhand, sich ihrem Schicksal zu stellen: Sie will herausfinden, was sich hinter dem "perfekten Parfüm" verbirgt, das eine ihrer Ahninnen entdeckt haben soll. Die Suche danach führt Elena in die Toskana und die Provence, in die Vergangenheit ihrer Familie, vor allem aber zu sich selbst - und zur Liebe ... Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641157227
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Il sentiero dei profumi -
    Größe: 2256 kBytes
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Die Rosenfrauen

1.

Eichenmoos. Intensiv, durchdringend, ursprünglich. Der Duft der Beständigkeit und der Kraft. Vertreibt die Enttäuschung, die die Seele überflutet, wenn einem bewusst wird, dass man sich der Illusion von Sicherheit hingegeben hat. Dämpft die Sehnsucht nach dem, was hätte sein können, aber nicht gewesen ist.

Vom Arno stieg ein muffiger Geruch auf. Er erinnerte an verschimmeltes Mehl und verursachte ihr einen leichten Ekel, genau wie die Enttäuschung, die sie überkam.

Elena Rossini wich zurück, die Arme fest vor der Brust verschränkt.

Der Strom vor ihr floss langsam und träge dahin, fast ausgetrocknet von einem nicht enden wollenden Sommer, in dem es kaum geregnet hatte.

"Nicht mal Sterne am Himmel", murmelte sie, nachdem sie eine ganze Weile nach oben gestarrt hatte.

Hin und wieder erhellte ein schmaler Lichtstrahl die milde Septembernacht und ließ die verchromten Oberflächen der Vorhängeschlösser glänzen, die verliebte Paare an der Brücke befestigt hatten. Dicht an dicht hingen sie am Eisengitter des Geländers, wie die Gedanken, die sich in Elenas Gehirn drängten.

Sie fuhr mit dem Zeigefinger über eines der Schlösser, mit dem die Verliebten ihre Liebe besiegelten und sie vor den Tücken des Alltags zu bewahren versuchten.

Matteo hatte ein besonders robustes Exemplar ausgesucht, vor ihren Augen den Bügel zugedrückt und dann den Schlüssel in den Fluss geworfen. Elena konnte sich noch genau an den Geschmack des Kusses erinnern, den er ihr damals gegeben hatte, kurz bevor er sie gefragt hatte, ob sie mit ihm leben wollte.

Sie zuckte zusammen.

Jetzt war er ihr Ex-Verlobter ... ihr Ex-Partner, ihr Ex in so vielem.

Sie schlang die Arme noch fester um ihren Körper, um den Schauder zu vertreiben, und ging los. Bevor sie sich endgültig auf den Weg zur Piazzale Michelangelo machte, warf sie einen letzten Blick auf die lange Reihe der Symbole der ewigen Treue. Schon bald würde hier ein neues Schloss hängen, darauf könnte sie wetten. Ein nagelneues vergoldetes, wenn sie ihren Ex-Verlobten richtig einschätzte.

Matteo und Alessia ... So hieß die neue Köchin, jene Frau, die ihren Platz eingenommen hatte. Jene Frau, die Elena in einem Anflug von Naivität für ihre Freundin gehalten hatte. Für einen kurzen Augenblick sah sie die beiden wieder vor sich, wie sie sich übereinander beugten und sich das anvertrauten, was anscheinend sonst niemand auf der Welt verstand.

Wie hatte sie nur so dumm sein können?

Sie hätte es erkennen müssen. Aber Matteo war wie immer gewesen, sein Verhalten ihr gegenüber hatte sich nicht verändert. Gerade das machte sie so wütend. Es war fürchterlich ungerecht. Er hatte ihr keine Chance gegeben.

Sie ging jetzt schneller, als wollte sie das Bild hinter sich lassen, das sie vor Augen hatte. Aber auch das war sinnlos, denn die Szene ließ sie nicht los, wie ein Standbild in einem Film.

Elena hatte damals das kleine Restaurant betreten, in dem Matteo Geschäftsführer war. Üblicherweise war er zu dieser Zeit in der Küche, um die Speisekarte durchzusprechen. Dieses Mal war es jedoch anders: Elenas Blick fiel auf zwei nackte, im Fitnessstudio gestählte Pobacken. Durch den Schock wie gelähmt, starrte sie die beiden im ersten Moment einfach nur an, dann gaben ihre Knie nach, und sie musste sich am Türpfosten festhalten, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Matteo und Alessia sprangen blitzartig auf und versuchten ihre Blöße zu bedecken, so gut es eben ging.

Starre Blicke. Totenstille. Nur der keuchende Atem der beiden Ertappten war zu hören.

Elena war unfähig zu sprechen, sie zeigte nur stumm auf den Deckel, den Matteo immer noch schützend vor sich hielt.

Erschrocken wich er einen Schritt zurück.

Aber Elena blieb reglos stehen und versuchte zu verstehen, was sie da gerade erlebte. Nach und nach gelang es ihr schließlich, ihr Geda

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