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Die Säulen der Erde Roman von Follett, Ken (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2010
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die Säulen der Erde

England 1123-1173. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, ein junger Prior, dessen Eltern von marodierenden Söldnern abgeschlachtet wurden, träumt den Traum vom Frieden: der Errichtung einer Kathedrale gegen die Mächte des Bösen. Er und sein Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe Kingsbridge Schauplatz des größten abendländischen Bauwerks, der 'Säulen der Erde' wird ...

Ken Follett, geboren 1949 in Cardiff, Wales, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der Welt. Berühmt wurde er mit den Romanen Die Säulen der Erde und der Fortsetzung Die Tore der Welt, die auch erfolgreich verfilmt wurden. Nach einigen Thrillern hat er mit Sturz der Titanen, Winter der Welt und Kinder der Freiheit eine groß angelegte Chronik des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Im September 2017 erschien sein lang erwarteter Roman Das Fundament der Ewigkeit, eine Fortführung der weltbekannten Kingsbridge-Reihe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1296
    Erscheinungsdatum: 13.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838703374
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Pillars of the Earth
    Größe: 2015 kBytes
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Die Säulen der Erde

Buch IV 1142-1145 (S. 653-654)



Kapitel XI



Philips wütende Prophezeiung beraubte William jeglichen Triumphgefühls, und statt Zufriedenheit über die vollbrachte Tat zu empfinden, stand er nun Todesängste aus, dass er tatsächlich in die Hölle käme. Mit seiner frechen Antwort: »Dies ist die Hölle, Mönch!«, hatte er sich zwar gegen den Prior behauptet, aber das war nur der Hitze des Gefechts zuzuschreiben. Nun, da alles vorbei war, er seine Männer aus dem Flammenmeer der brennenden Stadt geführt, Pferde und Herzschlag sich beruhigt hatten, fand er die Zeit, über seinen Anschlag nachzudenken, zu erwägen, wie viele Menschen er wohl auf dem Gewissen hatte  verwundet, verbrannt, erschlagen  , und da fiel ihm Philips zorniges Gesicht wieder ein, der Finger, mit dem der Prior geradewegs in die tiefsten Tiefen der Erde zu weisen schien und dabei die schicksalsschweren Worte sprach:



»Dafür werdet Ihr zur Hölle fahren!« Gegen Abend war seine Stimmung auf dem Nullpunkt angelangt. Seine Krieger wollten mit ihm über den Überfall reden, die Höhepunkte im Nachhinein noch einmal durchleben und in Erinnerungen an die Metzelei schwelgen, aber seine Stimmung steckte sie alsbald an, und sie versanken in düsteres Schweigen. Die Nacht verbrachten sie im Gutshaus eines der größeren Pächter Williams, und beim Abendessen betranken sich die Männer grimmig entschlossen bis zur Besinnungslosigkeit.



Der Pächter, der die Bedürfnisse von Kriegern nach einer Schlacht genau zu kennen schien, hatte vorsorglich ein paar Huren aus Shiring kommen lassen, doch ihr Geschäft ging nur schleppend. William lag die ganze Nacht wach vor lauter Angst, er könne im Schlaf sterben und direkt zur Hölle fahren. Am nächsten Morgen kehrte er nicht nach Earlscastle zurück, sondern begab sich statt dessen zu Bischof Waleran. Der war zwar bei seiner Ankunft nicht da, aber Dechant Baldwin teilte mit, er werde im Laufe des Nachmittags erwartet. William wartete in der Kapelle auf ihn, glotzte unentwegt auf das Kreuz über dem Altar und zitterte am ganzen Leibe, trotz der sommerlichen Hitze. Als Waleran erschien, hätte er ihm am liebsten die Füße geküsst.



Der Bischof kam, angetan mit schwarzen Gewändern, in die Kapelle gestürmt und sagte kalt: »Was habt Ihr hier zu suchen?« William rappelte sich auf, krampfhaft bemüht, seine jämmer­liche Angst hinter einer selbstbeherrschten Miene zu verbergen. »Ich habe gestern die Stadt Kingsbridge niedergebrannt.« »Ich weiß«, fiel ihm Waleran ins Wort. »Den ganzen Tag schon bekomme ich nichts anderes zu hören. Was ist in Euch gefahren? Habt Ihr den Verstand verloren?«

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