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Die schöne Teufelin Roman von Bradley, Celeste (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.08.2009
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die schöne Teufelin

Sprühender Witz und prickelnde Sinnlichkeit!
Als die junge Lady Jane Pennington dem charmanten Lebemann Ethan Damont begegnet, ahnt sie nicht, dass dieser in Wahrheit ein Spion Ihrer Majestät ist, der ihren Onkel des Landesverrats überführen soll. Doch dieser Auftrag bringt Ethan in schwere Bedrängnis: denn noch nie hat ihn eine Frau derart angezogen wie die scharfzüngige und ungeheuer sinnliche Jane. Denn was ist, wenn auch sie eine Feindin der Krone ist?

Celeste Bradley, 1964 in Virginia geboren, lebt am Fuße der Sierra Nevada in Nordkalifornien. Sie ist mit einem Journalisten verheiratet und hat zwei Töchter. Bevor sie 1999 ihren ersten Roman veröffentlichte, arbeitete sie als Schauspielerin, doch ihre wahre Leidenschaft ist das Schreiben. Preisgekrönt, u. a. mit dem RITA Award für besonders herausragende Liebesromane, gehört die New York Times-Bestsellerautorin inzwischen zu den heiß geliebten Stars des Genres.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 412
    Erscheinungsdatum: 03.08.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641026530
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Liar's Club Bd.5
    Originaltitel: Liar's Club 5: The Rogue
    Größe: 537kBytes
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Die schöne Teufelin

Es war an der Zeit, sich über den Spieler klar zu werden.
Der Mann im abgedunkelten Zimmer saß in einem Sessel vor den glühenden Kohlen im Kamin. Seine Füße ruhten auf einem Schemel, seine Augen waren geschlossen, und er vermittelte den Anschein größter Entspannung. Doch wären die Anstrengungen seines Gehirns sichtbar gewesen, hätte man einen ganz anderen Eindruck gewonnen.
Der Spieler .
Der Spieler konnte von Nutzen sein - und war es in der Tat schon gewesen. Der Spieler konnte genauso gut ein Klotz am Bein sein, wenn seine Schwächen ihn übermannten. Er wusste vieles. Es konnte gefährlich werden, eine solche Figur auf dem Spielbrett zu belassen. Die Loyalität des Spielers war tadellos, doch sie war niemals wahrhaft geprüft worden.
Noch war er ein Bauer, fähig nur in eine Richtung sich zu bewegen. Und doch war er ein Bauer, der in einen Springer verwandelt werden konnte - oder dessentwegen das Spiel verloren ging.
Die Kohlen glühten. Das Haus kam zur Ruhe und knarzte in der fortschreitenden kühlen Herbstnacht. Die Uhr auf dem Kaminsims schlug zur dritten Stunde. Der Mann blieb bequem in seinem Sessel liegen und dachte nach.
Ja, der Spieler konnte ihm von Nutzen sein.
Noch ein letztes Mal.

England 1813

Lady Jane Pennington fühlte sich ziemlich in die Enge getrieben. Der Ballsaal kam ihr mehr und mehr vor wie ein Wald, in dem ausgehungerte Junggesellen im Gebüsch lauerten, und sie war das Reh.
Halb verborgen hinter einer Topfpalme, lehnte sich Jane an die Wand. Sie glaubte nicht, dass ihre Zehen noch einen einzigen Tanz aushielten. Lieber suchte sie den Saal nach ihren fünf Kusinen ab, die in der Gesellschaft gemeinhin als der Maywell-Mob bekannt waren. Lord Maywell war Gastgeber dieser abendlichen Schweißarbeit, äh, dieses abendlichen Balles, und er war auch Janes Onkel.
Der Gentleman war jedoch nirgends zu sehen. Natürlich nicht. Er interessierte sich sehr viel mehr für das Kartenspiel als dafür, die Bekanntschaften und somit Heiratsaussichten seiner fünf Töchter zu befördern. Jane erlaubte sich, im Stillen vor Zorn zu kochen, ohne dies in irgendeiner Weise durch ihr Äußeres zu verraten.
Seinen fünf Töchtern als Begleitung zu dienen und sie in die entsprechenden Zirkel einzuführen wäre das Mindeste, was der Mann tun konnte; vor allem, nachdem er den armen Dingern allesamt die Maywell-Nase vermacht hatte, von dem Hang zur Maßlosigkeit in allen Dingen ganz zu schweigen. Da nun allein ihre überforderte Tante, Lady Maywell, die fünf Töchter hütete, waren die Mädchen bekannt dafür, sich in so manche peinliche Situation gebracht zu haben.
Sie erblickte ihre jüngste Kusine, Serena, die scheu die Tanzenden beobachtete. Mit gerade einmal fünfzehn war sie noch viel zu jung, um bereits an einem Ball teilzunehmen, aber die Entscheidung hierfür hatte auch nicht Jane getroffen. Lord und Lady Maywell hatten ihre Töchter allesamt auf den Heiratsmarkt geworfen. Offenbar in der Hoffnung, dass so wenigstens eine einen Fang machen würde.
Jane verließ den Schutz ihrer Palme für einen Moment und ging zu Serena hinüber, richtete deren Schärpe und steckte ihr eine widerspenstige Strähne rotblonden Haares, das ihrem eigenen sehr ähnlich war, zurück in die Frisur.
'Du hast einen Fleck auf deinem Mieder, Liebes', flüsterte sie Serena zu. 'Steck deine Seidenblume darauf.'
Serena schluckte und nickte, dann drehte sie sich abrupt um und eilte in Richtung Damentoilette. Jane bemerkte, dass auf der anderen Seite des Saales Augusta, die Älteste der fünf und doch kaum zwanzig, irgendwo ein Glas Champagner gefunden hatte. Lady Maywell war nirgends zu sehen, deshalb setzte sich Jane rasch in Bewegung.
Ein junger Mann trat ihr in den Weg. 'Lady Jane! Darf ich um diesen Tanz bitten?'
Jane blinzelte ihn an. Wie zum Teufel hieß dieser Winzling noch mal? Sie war jedem Mann unter fünfzig vorgestellt worden, seit sie vor drei Monaten nach London gekommen war, und kon

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