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Die Schamanin von Rose, Marcia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.04.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die Schamanin

Der Lieblingsroman unzähliger Leserinnen jetzt erstmals im eBook! Sechs Generationen faszinierend starker Frauen - zwischen indianischer Heilkunst und moderner Medizin. 1637, am Ufer des Conneticut River. Zusammen mit ihrer kleinen Tochter Bird flieht die Pequot-Indianerin Shining Stone nach einem Massaker an einen geheimen Ort. Dort weiht sie Bird in die große Kunst des Heilens ein - eine Gabe von unschätzbarem Wert, die Bird an ihre weiblichen Nachkommen weitergeben wird. Der weibliche 'Medicus'... Ende des 20. Jahrhunderts hält die junge Ärztin Nina ein Rezeptbuch ihrer Urgroßmutter Morgan in der Hand, in dem das seit Generationen überlieferte Wissen indianischer Heilkunst gesammelt ist. Zu diesem Buch gehört auch ein kostbares Amulett aus dem Besitz von Ninas Vorfahrin Bird, die im 17. Jahrhundert eine große schamanische Heilerin war. Nina ist fasziniert von dem uralten Wissen, das bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren hat, und sie fühlt sich seltsam berührt von dem Hauch der Vergangenheit, der von ihren Vorfahrinnen zu ihr herüberweht... Weibliche Heilkunst hat Tradition, und in Marcia Roses großem Roman 'Die Schamanin' wird dieser oft vergessenen Wahrheit in Gestalt von sechs Frauen Leben verliehen. Die Linie der Heilerinnen setzt ein im Jahr 1637 mit der Medizinfrau Bird, und sie endet in der Gegenwart bei der Psychologin Robin. Eine faszinierende Familiensaga, die das Wissen um weibliche Heilkräfte mit den Lebensabenteuern von Frauen aus sechs Generationen verbindet. 'Marcia Rose versteht es meisterhaft, ihren Figuren Leben einzuhauchen, sie zu starken Charakteren zu formen. Große Emotionen vor einem stimmungsvollen, farbenprächtigen historischen Hintergrund.' Publishers Weekly

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 17.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955302986
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1353 kBytes
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Die Schamanin

Prolog
Shining Stone und ihre Tochter Bird

Pequot-Territorium am Massapoag nahe dem
Fluss Konektikut, Sommer 1637

Shining Stone richtete sich blinzelnd auf und reckte sich. Es war so heiß auf der Wiese, dass ihr allmählich der Schweiß in die Augen lief. Nach einem dritten langen Tag des Kräutersammelns war sie erschöpft. Sie hätten sich bereits gestern auf den Heimweg machen sollen, doch die sonnigen Tage und abendlichen Regenschauer hatten die Schafgarben wuchern lassen und sie üppig mit heilenden Blüten bestückt. Sie wollte so viele pflücken, wie sie tragen konnte. Wie sie beide tragen konnten. Ihre Tochter Bird, inzwischen zwölf Sommer alt und fast eine Frau, hatte den Ausflug zusammen mit ihr unternommen. Bird war schon oft mit Shining Stone unterwegs gewesen, sogar als kleines Kind, als sie noch tollpatschig und unsicher lief; aber in diesem Jahr war es Zeit für sie, dass sie die Künste erlernte, in denen sich ihre Mutter so gut auskannte - im Heilen, in der Geburtshilfe und den Bestattungsriten.

Bird lernte, wie sie alles tat, nämlich rasch und mit Anmut. Shining Stone betrachtete ihre Tochter stolz. Das Mädchen, nicht wissend, dass sie beobachtet wurde, war eifrig mit Ausrupfen und Pflücken beschäftigt, beugte und streckte sich, geschmeidig wie ein Schilfrohr im Winde. Ihr langer Zopf schwang hin und her, während sie nach den kleinen, blassen Blüten des Wintergrüns Ausschau hielt. Bird war eine stattliche junge Frau, wenn auch nicht ausgesprochen schön. Sie war groß und breitschultrig, hatte hochangesetzte runde Brüste und kräftige Beine. Sie konnte weite Strecken gehen oder laufen. Und ihre Hände mit den langen, schmalen Fingern zeigten sich bei jeder Arbeit geschickt: beim Korbflechten, beim Sortieren von Muscheln, beim Gerben eines Hirschfells. Oder beim Sammeln von Pflanzen für den Medizinbeutel, was sie eben jetzt tat.

Viele junge Männer nickten ihr zu, wenn sie an ihrem Wigwam vorbeikamen, und warfen sich dabei ein bisschen in die Brust. Jeder hoffte, sie würde sagen: "Ihn will ich zum Mann." Es nützte alles nichts. Shining Stone hatte bereits jemanden ausgesucht, mit dem Bird sich vermählen würde. White Wolf, der Sohn des Sachems, wie sie ihren Häuptling nannten, war der Mann, den sie sich für ihre Tochter wünschte. Wie gut die beiden zusammenpassten! Bird gehörte einer der angesehensten Familien im Dorf an, im Grunde genommen einer der bedeutendsten Familien des ganzen Stammes. Shining Stone war eine bekannte Heilerin und Hexe, ihr Mann Great Eagle der pawwow oder Schamane. Gemeinsam standen sie ganz oben in der Rangordnung der mächtigen Pequot.

Die Pequot waren, das wussten alle, das gefürchtetste Volk in dieser Gegend. Sie zählten Hunderte von hundertmal Hunderten, und jeder andere Stamm erzitterte in ihrer Gegenwart. Ganz allein hatten sie in diesem Teil der Welt sämtliche Völker besiegt - bis auf die Narragansett, diese listigen Wiesel, doch auch sie würden bald geschlagen werden. Shining Stone lächelte über ihre grimmigen Gedanken. Sie war keine Kriegerin, sie war moigu . Es war gut, moigu - Heilerin und Hexe - zu sein in dem Stamm, dessen Name eine Kurzform von pekawatawog - die Zerstörer - war.

Der Tag war herrlich, sonnig und klar, und ein zartes, goldenes Licht schien über die Wiese. Shining Stone schaute sich um und atmete die Schönheit ihres Landes ein, wo die Geister freundlich waren. Sie und Bird hatten Nieswurz, Bärentraube, Sassafras, Schlangenwurz, Holunderrinde und - beeren zum Schweißtreiben gefunden, Weiberwurz zur Linderung von Menstruationskrämpfen und Erleichterung der Geburt sowi

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