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Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre Roman von Nikolai, Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2019
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)

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Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre

Eine Zeit voller Verführungen. Eine Familie, die ihren Traum retten muss.
Stuttgart, 1926: Die junge, abenteuerlustige Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in dessen prächtiges Familienanwesen, das alle nur "Die Schokoladenvilla" nennen - denn die Rothmanns sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre feinen Schokoladenkreationen. Serafinas Sehnsucht nach ihrer Heimatstadt Berlin ist schnell vergessen, als sie dem charmanten Karl Rothmann begegnet. Gemeinsam stürzen sie sich in die Vergnügungen der aufregenden neuen Zeit - bis Serafina Karls feinsinnigeren, aber nicht weniger attraktiven Zwillingsbruder Anton kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Derweil wird das Schokoladenimperium der Rothmanns durch heimtückische Sabotageakte bedroht - und Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt ...

Maria Nikolai liebt historische Stoffe, zarte Liebesgeschichten und Schokolade. Mit ihrem Debüt "Die Schokoladenvilla" schrieb sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und stand monatelang auf der Bestsellerliste. "Die Schokoladenvilla: Goldene Jahre" ist der zweite Teil der großen Bestsellertrilogie rund um die Stuttgarter Fabrikantenfamilie Rothmann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 720
    Erscheinungsdatum: 14.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641237127
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch 10406
    Größe: 1835 kBytes
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Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre

1. Kapitel

Stuttgart, Ende April 1926

"Fräulein, wachen Sie auf!"

Die freundliche Stimme des Schaffners drängte sich ungebeten in Serafinas Träume. Verschlafen blinzelte sie ihn an. "Sind wir schon da?" Es erschien ihr unwahrscheinlich, das Quietschen der Bremsen überhört und das holpernde Ruckeln nicht bemerkt zu haben, das zuverlässig anzeigte, dass der Zug zum Stillstand kam.

Der Schaffner schmunzelte. "Wir sind in Stuttgart, das stand als Ziel auf Ihrer Fahrkarte. Und wenn Sie nicht aussteigen, fahren Sie mit uns weiter an den Bodensee."

"Oh!" Serafina war nun schlagartig wach, stand auf, strich notdürftig ihr Kleid zurecht und schüttelte ihr zu einem akkuraten Bubikopf geschnittenes, rabenschwarzes Haar.

"Ich helfe Ihnen mit dem Gepäck", bot der Schaffner an und holte Serafinas Koffer aus der Gepäckablage. Währenddessen zog sie rasch ihre Handschuhe an, nahm Handtasche und Mantel und verließ das Abteil. Der Schaffner folgte mit den beiden Koffern, stieg hinter ihr aus dem Waggon und reichte ihr das Gepäck.

"Vielen Dank", sagte Serafina und nahm ihm die Koffer ab.

"Gern geschehen", antwortete der Schaffner, "ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt, Fräulein." Er tippte sich an die Schirmmütze.

Serafina nickte ihm noch einmal dankend zu und folgte anschließend dem Strom der Mitreisenden, die den Bahnsteig entlang zum Kopfende der Gleise eilten. Der rauchige Dampf der Lokomotive lag noch in der Luft, auch wenn er zwischen den Öffnungen der einzelnen Gleisüberdachungen rasch abzog. Durch eines der großen, runden Portale gelangte sie in eine geräumige Bahnhofshalle.

Während rechts und links von ihr die Menschen weiter den Ausgängen zueilten oder Angehörige begrüßten, blieb Serafina stehen. Sie sollte abgeholt werden, konnte im Moment aber noch niemanden ausmachen, der erkennbar nach ihr suchte. Dann musste sie wohl noch warten.

Sie setzte ihre Koffer ab, die gut gefüllt und dementsprechend schwer waren. Fast schien es, als schleppe sie in ihnen nicht nur ihre Kleidung, sondern auch all den Ballast der letzten Wochen mit - den kummervollen Abschied von ihrem Vater, die schreckliche Nacht im Metropol, die Ungewissheit, was sie in Stuttgart erwartete.

Ein leichter Kopfschmerz kündigte sich an. Vermutlich hatte sie zu lange nichts gegessen und zu wenig getrunken. Sie rieb sich den Nacken und versuchte, die sorgenvollen Gedanken zu verdrängen. Irgendwie würde es weitergehen. Es musste.

Sie sah sich um.

Der Stuttgarter Bahnhof war ganz neu, wirkte mit seinen geraden, aber mächtigen Formen luftig und trutzig zugleich. Reger Lärm und eine unübersehbare Baustelle zeugten davon, dass hier noch längst nicht alles fertiggestellt war.

Ihr Blick fiel auf einen knallrot lackierten Automaten, mannshoch, der nur wenige Meter von ihr entfernt an einer Wand stand und den markanten Schriftzug Rothmann trug. Ein erster Willkommensgruß in der Fremde - denn ganz offensichtlich handelte es sich hier um einen Schokoladenautomaten aus der Firma ihres Halbbruders Victor.

Ein Stück Schokolade würde bestimmt gegen das Kopfweh helfen. Serafina trug ihr Gepäck ein Stückchen weiter, stellte es neben den Automaten und suchte dann in ihrer Handtasche nach ihrem Portemonnaie.

Sie hatte gerade ein Zehnpfennigstück herausgekramt und schickte sich an, es in den Münzschlitz zu stecken, als jemand seitlich hinter sie trat. Irritiert drehte sie sich um.

"Da hatten wir wohl beide denselben Einfall!", meinte eine junge Frau, warf herausfordernd ein Geldstück in die Luft und fing es wieder auf. " Mais après vous - bitte, nehmen Sie sich zuerst."

Serafina schloss intuitiv die Hand um ihre Zehnpfennigmünze und musterte ihr Gegenüber. Die dunkle, rauchige Stimme mit dem leicht französischen Akzent wollte nicht so recht zu diesem jugendlichen Gesicht, wohl aber zum schwarzen Anzug m

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