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Die Sehnsucht der Albatrosse Historischer Roman von Seemayer, Karin (eBook)

  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)

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Die Sehnsucht der Albatrosse

Zwischen uns das Meer. San Francisco, 1904: Sarah ist ein gefeierter Opernstar, doch als sie ihre Stimme verliert, scheint ihre Karriere beendet. Um wieder zu sich zu finden, beschließt sie nach Hawaii zu reisen. Während eines Sturms passiert das Unvorstellbare: Ihr Schiff sinkt. In letzter Sekunde gelingt Sarah die Rettung, sie wird von einem Segelschiff aufgenommen, das auf dem Weg ins Eismeer ist, um dort Robben zu jagen. Plötzlich muss sich Sarah in der rauen Männerwelt, die auf dem Schiff herrscht, behaupten. Doch als sie glaubt, ihre Rolle gefunden zu haben, stößt sie auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit ... Eine Frau, die nur für die Musik lebt. Ein Mann, der ohne das Meer nicht leben kann. Und eine Reise, auf der beide an ihre Grenzen kommen. Karin Seemayer, geboren 1959, machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war beruflich und privat viel unterwegs. Die meisten ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Allerdings musste die Umsetzung der Ideen warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren. Heute lebt Karin Seemayer im Taunus. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane "Die Tochter der Toskana", 'Das Gutshaus in der Toskana', "Die Sehnsucht der Albatrosse" und "Das Geheimnis des Nordsterns" lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841216571
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Größe: 2107 kBytes
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Die Sehnsucht der Albatrosse

1. Kapitel

A m Hafen ließ Peer seine beiden Begleiter vorangehen und schlug den Kragen hoch. Der Wind fühlte sich hier noch kälter an als in der Stadt. Seit gestern regnete es, jetzt mischten sich erste Schneeflocken unter die Tropfen. Er sah sich um. Mindestens dreißig Schiffe lagen hier. Wahre Schmuckstücke neben Seelenverkäufern, die aussahen, als würden sie beim ersten Sturm auseinanderbrechen. Das also war die Robbenfängerflotte von Victoria.

Alex drehte sich zu ihm um. "Was für ein Mistwetter", brummte er. "Ich muss verrückt gewesen sein, mich hierauf einzulassen. Wir hätten uns ein Schiff in Richtung Südsee suchen sollen."

"Aber auf einem Robbenfänger verdienst du mehr als auf einem Schiff, das Tropenholz transportiert", gab Emil, ihr Führer, zurück.

"Hoffentlich." Zweifel klang aus Alex' Stimme.

Peer lächelte. "Wenn er das sagt, kannst du es glauben."

Peer kannte Emil schon seit seiner Kindheit, sie kamen aus demselben Dorf in Westschweden. Alles, was er über Navigation wusste, hatte Emil ihm beigebracht.

Endlich blieb Emil stehen und deutete auf ein Schiff. "Da ist sie. Das ist die Victory."

Peer hielt die Luft an. Vor ihm lag der schönste Schoner, den er je gesehen hatte, und er hatte mit seinen fast vierunddreißig Jahren einige gesehen. Die Victory war ein Toppsegelschoner, schlank und schnittig, mit niedrigen Deckaufbauten, ganz auf Schnelligkeit gebaut.

Langsam schritt er die Mauer entlang, ließ den Blick über das Schiff gleiten. Wie schnell sie wohl war?

"Peer, du starrst sie an, als wäre sie eine Frau. Lass uns zurückgehen, den verdammten Vertrag unterzeichnen und etwas trinken."

Er ignorierte Alex' Murren und wandte sich an Emil. "Wer hat sie gebaut, Matthew Turner?"

Emil nickte. "Ja, sie kommt aus Turners Werft. Ich wusste, sie wird dir gefallen."

"Sie ist großartig." Sein Entschluss stand fest, er würde auf diesem Schiff anheuern. Er wollte sie unter Segeln sehen, am Ruder stehen und fühlen, wie sie sich in den Wind legte. Mit Emil würde es eine großartige Fahrt werden. Und danach würde er endlich genug Geld haben, um sich seinen langgehegten Traum zu erfüllen, eine Navigationsschule zu besuchen und selbst Steuermann zu werden. Irgendwann würde er ein Schiff wie dieses navigieren.

"Zu welchem Heuerbaas müssen wir?"

"Kein Heuerbaas. Ihr macht den Kontrakt direkt mit Kapitän Brandon."

Peer runzelte die Stirn. So etwas war ungewöhnlich.

"Er ist der Eigner der Victory", erklärte Emil. "Er muss keiner Reederei gegenüber Rechenschaft ablegen. Warum soll er diesen Haien Vermittlungsgebühr bezahlen?"

Da war etwas dran. Unter den Heuerbaasen gab es oft genug Halunken, die nur darauf aus waren, die Seeleute um ihren Vorschuss zu betrügen.

"Wie ist der Alte so?"

"Brandon? Er ist ein harter Hund, aber gerecht. Wenn ihr eure Arbeit gut macht, gibt es keine Probleme. Mit Drückebergern ist er allerdings nicht zimperlich."

Diese Beschreibung passte wohl auf die meisten Kapitäne, mit denen Peer gefahren war. "Kommst du mit ihm klar?"

Emil hob die Schultern. "Ich fahre jetzt zum dritten Mal mit ihm und weiß fast nichts über ihn. Er redet nicht viel. Aber er ist ein großartiger Seemann, und wenn jemand weiß, wo man die Robben findet, dann er. Seine Jäger gehören zu den Besten. Mit ihm könnt ihr gutes Geld verdienen. Also?"

Peer sah Alex an. "Was meinst du?"

Alex lachte. "Ich kann dich wohl kaum von deiner neuen Flamme trennen. Also lass uns diesen Kapitän Brandon suchen und unterschreiben. Und danach möchte ich in diesem Pub, das wir auf dem Weg hierher gesehen haben, was trinken."

"Gute Idee", stimmte Emil zu. "Dort finden wir auch Brandon. Es wird bald dunkel. Lasst uns die Details im Warmen besprechen."

Er führte sie zu Drake's Pub, einer der Kneipen am Hafen. Sie schien bei den Seeleuten sehr beliebt zu sein, fast alle

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