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Die Sehnsucht der Nonne Roman von Hastings, Susan (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die Sehnsucht der Nonne

Sie kämpfen für ihr Glück: 'Die Sehnsucht der Nonne' von Susan Hastings jetzt als eBook bei dotbooks. Leipzig im 15. Jahrhundert: Um den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter zu erfüllen, tritt Maria ins Kloster ein. Zwischen kalten Mauern und strengen Regeln fühlt sich die junge Frau gefangen. Erst die Begegnung mit einem geheimnisvollen Fremden bringt wieder Licht in ihr Leben - doch eine Nonne darf nicht lieben. Ihre Zwillingsschwester Katharina wird indes einem alten Mann als Frau versprochen, dabei schlägt ihr Herz für einen anderen. Für Freiheit und Liebe widersetzen sich die Schwestern ihrem Vater und der Kirche. Doch dann bringt Katharinas Flucht das Leben ihrer Zwillingsschwester in höchste Gefahr ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Sehnsucht der Nonne' von Susan Hastings. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Susan Hastings ist gelernte Geologin und war lange als Sachverständige für Geologie und Ökologie tätig. Ein Mentor im Studium entdeckte ihr schriftstellerisches Talent und motivierte sie dazu, dieses Talent zu verfolgen. Zunächst schrieb sie dann Kurzgeschichten, später zahlreiche Liebes- und Historienromane, die sie unter verschiedenen Pseudonymen erfolgreich veröffentlichte. Bei dotbooks sind von Susan Hastings auch die folgenden historischen Romane erschienen: Die Sehnsucht der Nonne, Der schwarze Magier, Die Liebe des Milchmädchens, Die Wollhändlerin und Die Himmelsträumerin sowie die historischen Liebesromane Die Leidenschaft des Wikingers, Die Sklavin und der Wikinger, Die Geliebte des Wüstenkriegers, Das Verlangen des Gladiators, In den Armen des Raubritters, außerdem Dark Heat - Gefährliche Leidenschaft. Die Website der Autorin: www.susan-hastings.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 540
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958249479
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1508 kBytes
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Die Sehnsucht der Nonne

DAS GELÜBDE

Die Schreie gellten durch das ganze Haus. Nervös lief Hieronymus Preller auf dem Flur hin und her. Sein Mantel aus kostbarem Tuch mit einem schmalen Pelzbesatz am Rand wehte bei jeder seiner Kehrtwendungen. Schließlich prallte er mit einer rundlichen Frau zusammen, die im Laufschritt zwei Wassereimer herbeischleppte. Heißes Wasser schwappte auf seine Füße, und einen Augenblick lang blieb er erstarrt stehen.

"Ich sagte Euch doch, Herr, dass Ihr warten müsst. Es ist noch nicht so weit."

"Das geht aber nun schon seit Stunden so", rief er erregt.

"Das ist nun mal so. Gott hat das Weib mit Schmerzen gestraft. Dafür hattet Ihr das Vergnügen." Sie schob den Hausherrn unsanft beiseite und verschwand hinter der Tür. Von drinnen erklangen wieder gepresste Schreie.

Hieronymus hielt sich die Hände auf die Ohren. Für ihn waren diese Schreie ebenso unerträglich wie die Schmerzen, die seine Frau in diesen Stunden erdulden musste.

Er verwünschte sein Streben nach Kindern, das ihm über Jahre keine Ruhe gelassen hatte. Es war mittlerweile siebzehn Jahre her, dass er Elisabeth ehelichte, und fürwahr, er hatte sich in all den Jahren immer als ein ganzer Mann erwiesen, der seiner Frau ordentlich beiwohnen konnte. Warum ihm das Glück eines eigenen Sohnes verwehrt blieb, wusste nur Gott.

Elisabeth war eine fromme Frau, die regelmäßig die Kirche besuchte, mildtätig zu den Armen war, was Hieronymus jedes Mal als Schlag in die Magengrube und Griff in den Geldbeutel empfand. Auch dem Kloster spendete seine Frau kräftig.

Benedictus sah es mit Wohlwollen. Ab und zu betete er auch um Prellers Nachwuchs zu Gott, wenn ihn Elisabeth dafür ordentlich entlohnt hatte.

"Warum bezahlst du diesen Propst dafür, dass wir Nachwuchs bekommen?", beklagte sich Hieronymus bei ihr. "Ich bin derjenige, der dafür zu sorgen hat. Und mich brauchst du nicht zu bezahlen."

"Und warum haben wir dann keine Kinder?", fragte sie.

"Weiß der Teufel", gab Hieronymus unwillig zurück. "Das liegt eben an der Frau. Statt in die Kirche zu rennen, könntest du bei mir liegen und wir versuchen es noch einmal."

"Es ist Sünde, es am helllichten Tag zu tun", erwiderte Elisabeth ruhig. "Vielleicht straft mich Gott, dass ich es überhaupt tue."

"Hat dir das der Mönch ins Ohr geflüstert? Diese Schwarzkittel leiden doch alle unter ihren unbenutzten Eiern. Nein, meine Liebe, es ist ja geradezu Christenpflicht in der Ehe, Kinder zu bekommen. Also, erfülle deine Pflicht, so wie ich meine regelmäßig erfülle."

Alle Gebete des Propstes nützten nichts, und Elisabeth überlegte, ob sie dem Kloster wohl zu wenig Geld gespendet habe. Benedictus verrichtete diese Gebete ohnehin halbherzig, war es ihm doch ziemlich gleichgültig, ob Elisabeth nun ein Kind gebar oder nicht. Wenn es ein Knabe wäre, hätte Benedictus wohl Verwendung für ihn. Er liebte die hohen, reinen Stimmen der Knaben und war darauf bedacht, immer wieder neue Talente für den Chor zu werben, der in den Mauern des Thomasklosters probte.

Das war für Benedictus der einzige Grund, der die Existenz von Frauen rechtfertigte. Nur sie konnten Knaben gebären. Leider!

In den ersten Jahren seiner Ehe musste Hieronymus seine junge hübsche Frau leider viel allein lassen. Der Aufschwung seines Handelshauses bedurfte seines persönlichen Einsatzes. Oftmals begleitete er die Transporte seiner Waren auf ihrem gefahrvollen Weg. Häufig reiste er nach Prag und Krakau zu Verhandlungen, suchte neue Geschäftspartner und Kunden, setzte sich für die Sicherung von Fernverbindungen ein. Indien, China, Arabien, Osmanien und die Weiten der mongolischen Steppe waren Begriffe, die wie Zaubersprüche klangen. Seide, Brokat, Gewürze, edle Hölzer, Pelze, duftende Öle, Edelmetalle, selbst exotische Musikinstrumente oder Tiere fanden so den Weg in die quirlige Messestadt und in Hieronymus Prellers Lagerhäuser. Damit mehrte er stetig seinen Reichtum.

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