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Die Sehnsucht der Schwestern Roman von Varley, Jane Elizabeth (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook
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Die Sehnsucht der Schwestern

Die Liebe ist ein seltsames Spiel ... Der bewegende Familienroman »Die Sehnsucht der Schwestern« von Jane Elizabeth Varley als eBook bei dotbooks. Drei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - dabei scheinen die Londonerinnen Victoria, Clara und Annie auf den ersten Blick doch mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Vielleicht ein bisschen zu fest? Mit einem erfolgreichen Anwalt verheiratet, ist Victoria in der Rolle einer Hausfrau gefangen und sehnt sich nach Freiheit. Clara hat zwar eine erfolgreiche und erfüllende Karriere, aber ihr fehlt die Leidenschaft in ihrer Ehe. Nur die jüngste Schwester Annie scheint glücklich mit ihrem Leben zu sein, trotz ihrer anstrengenden Schwiegermutter. Doch als ein lang verschwiegenes Geheimnis ans Licht kommt, ändert sich das Leben der Schwestern von Grund auf ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der berührende Roman »Die Sehnsucht der Schwestern« von Jane Elizabeth Varley. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Jane Elizabeth Varley hat in Oxford studiert und ist Juristin. Sie hat als Dozentin für Jura an der Kingston University gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Romane sind inspiriert von ihrem eigenen Leben und ihrem leidenschaftlichen Interesse für komplexe Familienbeziehungen. Sie lebt mit ihrer Familie in Enon, Ohio. Jane Elizabeth Varley veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Romane »Die Sehnsucht der Schwestern« und »Das Geheimnis der Kastanienvilla«.

Produktinformationen

    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 574
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966551793
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2068 kBytes
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Die Sehnsucht der Schwestern

Kapitel 2

Annie ging unsicher durch den Mittelgang der Pfarrkirche von Oxshott, auf der einen Seite gestützt von Clara und auf der anderen von Victoria. Vor ihr stand Hugos Sarg, und als sie näher kam, stach der widerlich süße Geruch der weißen Lilien ihr in die Nase, die darauf lagen und die in jedem Frühlingsblumengesteck prangten, dass das viktorianische Kirchenschiff schmückte. Als sie die erste Reihe erreichten, stellten sie fest, dass Barbara de Longden sie zusammen mit den übrigen Mitgliedern der Familie de Longden vollkommen ausgefüllt hatte. Niemand machte Anstalten, zur Seite zu rücken. Die drei Frauen mussten warten, während die Leute in der zweiten Reihe sich zusammendrängten, damit sie dort Platz nehmen konnten. Annie hatte gehofft, dass die malerische Kirche von Surrey gut besucht sein würde, aber am Ende war sie vollkommen überfüllt; überall standen Menschen, die keinen Sitzplatz gefunden hatten, selbst auf der normannischen Empore. Ein einsamer Stolz erfüllte sie, dass Hugo all diese Leute mit seiner Freundlichkeit so sehr gerührt hatte, dass sie aus allen Teilen der Erde herbeigekommen waren, um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Doch im nächsten Augenblick überwältigte sie ein erstickendes Gefühl der Trauer darüber, dass er niemals erfahren würde, wie sehr man ihn geliebt hatte.

Sie drehte sich um und sah direkt hinter sich David, Tom und Elizabeth, wobei Letztere seltsam distanziert wirkte, beinahe so, als wäre sie eine Beobachterin von Ereignissen, an denen Anteil zu nehmen sie sich zwingen musste. Hinter ihnen sah Annie eine Masse von Gesichtern, manche vertraut, andere nicht. Sie erkannte Hugos alte Schulfreunde und Lehrer, seine Mannschaftsgefährten aus dem Rugbyclub, in dem er an eiskalten Sonntagvormittagen gespielt hatte, außerdem Kunden, für die er gearbeitet hatte. Kunden seines Vaters. Und sie sah Leute, von denen sie niemals erwartet hätte, dass sie kommen würden - Leute, die sie bisher für nicht mehr als flüchtige Bekannte gehalten hatte -Lieferanten, Konkurrenten und entfernte Nachbarn, die sie nur vom Sehen kannte.

Clara griff nach Annies Hand. In den fünf Tagen seit Hugos Tod waren Tom und sie Annies Fels in der Brandung gewesen. Sie waren die Ersten gewesen, die im Krankenhaus eingetroffen waren, hatten das Kommando übernommen und darauf bestanden, dass Annie und Elizabeth vorübergehend zu ihnen zogen. Sie hatten hundert Formalitäten erledigt. Sie hatten ihr hundert quälende Einzelheiten erspart.

Barbara de Longden hatte versucht, die Beerdigung zu organisieren, ohne Annie zu Rate zu ziehen, und Clara hatte den Pfarrer heimlich aufsuchen müssen. Glücklicherweise kannte der Mann Barbara de Longden nur allzu gut: Vor vier Jahren hatte sie - erfolglos - versucht, ihn davon abzuhalten, Annie und Hugo zu trauen, und zwar mit der Begründung, Annie sei eine Frau von zweifelhaftem Charakter. Claras Gespräch mit Mr Driscoll war es zu verdanken, dass Hugos Lieblingsmusik gespielt werden würde, dass sie seine liebsten Kirchenlieder singen würden und dass auch ein Sonett von Keats vorgelesen werden würde.

Der Organist spielte ein neues Stück an, Francks Panis Angelicus - Hugo hatte es sich oft angehört, wenn er nach einem anstrengenden Tag von der Arbeit heimgekommen war. Der Gottesdienst würde in Kürze beginnen, und die gedämpften Gespräche der Gemeinde verebbten.

Annie umklammerte die Bank vor sich und spürte das gewachste, glatte Holz unter ihren Händen. Sonnenlicht drang durch die kunstvollen präraffaelitischen Buntglasfenster, und weiches Frühlingssonnenlicht hüllte Hugos Sarg ein. Annie heftete den Blick auf die Blumen, die zu beiden Seiten des Altars lagen, die weißen Lilien, Tulpen und Narzissen. Und sie versuchte, den absurden, aber hartnäckigen Gedanken aus ihrem Kopf zu verbannen, der sie verfolgte, seit sie die Kirche betreten hatte, den Gedanken, dass plötzlich jemand aufstehen und erklären würde, das Ganze sei ein grauenh

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