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Die Smaragdkönigin Roman von Ligensa, Elfie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Smaragdkönigin

Allen Widerständen zum Trotz kämpft eine Frau für ihre Träume. Der historische Roman "Die Smaragdkönigin" von Elfie Ligensa als eBook bei dotbooks. Rheinland-Pfalz, Mitte des 19. Jahrhunderts. Von den Männern wird sie belächelt, von den Frauen missbilligend beäugt - und doch lässt sich die junge Andrea nicht beirren: Mutig sucht sie in den Achat-Minen nach dem wertvollen Quarz und schleift ihn zu kunstvollen Schalen und edlem Schmuck. Nur der Bergarbeiter Mathias hat Verständnis für ihre große Leidenschaft. Doch als er eine Andere heiraten soll, fliehen die beiden bei Nacht und Nebel aus ihrer Heimat. Werden sie im exotischen Brasilien ihr Glück finden? Als Andrea sich endlich am Ziel ihrer Träume wähnt, reißt ihr das Schicksal den Boden unter den Füßen weg - aber die junge Edelsteinschleiferin gibt die Hoffnung nicht auf ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Im opulenten historischen Roman "Die Smaragdkönigin" von Elfie Ligensa erfüllt sich eine mutige Frau ihren Traum von einem selbstbestimmten Leben als Edelsteinschleiferin im exotischen Brasilien. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Elfie Ligensa hat viele Jahre lang in einem großen deutschen Verlag als Redakteurin gearbeitet. Dort hat sie die Arztroman-Serie "Dr. Stefan Frank" erfunden und auch an der Fernsehserie mitgearbeitet. Im Lauf der Jahre hat sie mehr als 100 Heftromane, Kurzgeschichten und zahlreiche Romane geschrieben. Ihre Vorliebe beim Schreiben gehört aber den historischen Stoffen. Wenn Elfie Ligensa sich von ihrem Schreibtisch losreißen kann, zieht es sie in fremde Länder, wo sie Inspiration für neue Romane sammelt. Bei dotbooks veröffentlicht sie: "Die Smaragdkönigin"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 295
    Erscheinungsdatum: 01.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961487370
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1939 kBytes
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Die Smaragdkönigin

Kapitel 1

Idar, 1855

Früh senkte sich die Dämmerung an diesem regnerischen Februartag übers Land. Die drei Haselnusssträucher im Vorgarten des Pfarrhofes bogen sich im Wind, der Andrea das Tuch vom Kopf riss, kaum dass sich die Eichentür hinter dem schlanken jungen Mädchen geschlossen hatte. Instinktiv hob Andrea den Arm und zog das dunkelrote Wolltuch, das sie gegen die Kälte um die Schultern geschlungen hatte, fester um sich.

"Verflixt!" Mit zusammengepressten Lippen sah sie den drei, vier Blättern nach, die bei der spontanen Bewegung aus der Mappe gerutscht waren, die sie unter dem Arm trug. Die Papiere, vollgeschrieben mit französischen Vokabeln, wirbelten durch die Luft, und Andrea beeilte sich, alles wieder einzusammeln.

Seit dem letzten Winter ging sie zweimal in der Woche zum alten Pfarrer Schlegel, um bei ihm Französischunterricht zu nehmen. Sie mochte die elegante Sprache und lernte schnell, wenn sie auch bei ihrer Familie mit ihrem Lerneifer auf Unverständnis stieß.

"Wozu noch Französisch lernen?", hatte der Vater gefragt, als sie ihn darum gebeten hatte, noch länger zum Herrn Pfarrer gehen zu dürfen. "Seit dem Wiener Kongress haben wir einen neuen Landesherrn, der mit den Franzosen keine Geschäfte mehr macht, da musst du diese komplizierte Sprache gar nicht erst lernen." Ein tiefer Seufzer war den Worten gefolgt. "Wenn wir doch nur noch zu Preußen gehörten! Dann säh' unsere Lage viel besser aus."

"Vielleicht ändert sich alles bald wieder. Und dann kann Französisch mir von Nutzen sein. Außerdem macht mir das Lernen Spaß. Und wie du weißt ..."

"... wie ich weiß, tust du ja sowieso, was du willst." Bertram Kronheim hatte den Kopf seufzend in die von Arbeit gezeichneten Hände gestützt und sich wieder seiner Zeitung gewidmet.

Hilfesuchend hatte Andrea zur Mutter geschaut, die am Herd stand und in einer Suppe rührte. Doch Mathilde Kronheim schwieg - wie so oft.

Seit ihr einziger Sohn, der Hannes, vor vier Jahren an einem schweren Fieber gestorben war, sprach sie nur noch wenig. Andrea erinnerte sich, wie schön und fröhlich ihre Mutter früher gewesen war, doch das harte Leben hatte nicht nur in ihrem Gesicht Spuren hinterlassen. Das einst dichte blonde Haar war über Nacht grau geworden. Seit dem Tod des Sohnes trug sie es stramm nach hinten gekämmt und zu einem Knoten geschlungen. Nach einem Schlaganfall, den sie vor vierzehn Monaten erlitten hatte, war der linke Arm gelähmt, und auch mit dem Sprechen tat sie sich seither schwer. Oft fehlten ihr die richtigen Worte.

Mit dem Hannes ist auch ein Teil von der Mutter gestorben, dachte Andrea oft, wenn sie sah, wie traurig und verzweifelt die Mutter wirkte. Noch immer kümmerte sie sich um die Wirtschaft, sorgte für Mann und Tochter, doch die Arbeit fiel ihr immer schwerer, sodass Bertram Kronheim vor einem halben Jahr eine Magd hatte einstellen müssen, die die schwereren Hausarbeiten verrichtete. Meta war ein etwas grobschlächtiges, aber gutmütiges Mädchen aus einem Dorf im Hunsrück. Zu Hause gab es acht hungrige Geschwister, da waren ihre Eltern froh gewesen, Meta bei anständigen Leuten in Lohn und Brot zu wissen.

Lohn gab es allerdings nur wenige Groschen, doch Meta war's zufrieden. Sie besaß eine eigene kleine Kammer gleich neben der von Andrea, der Haustochter, es gab immer satt zu essen, im Gegensatz zu daheim, und die Kronheims waren gut zu ihr.

Der Wind wurde noch heftiger, in der Ferne zuckten dicht hintereinander drei Blitze auf, gefolgt von dumpfem Donnergrollen.

"Grüß dich, Andrea. Bist noch arg spät unterwegs! Und das bei dem Hundswetter. Hier, das hat sich drüben im Dorngestrüpp verfangen."

"Mathias! Hast du mich erschreckt!"

"Das wollt ich nicht." Der junge Mann mit dem halblangen blonden Haar streckte ihr ein nasses Blatt entgegen. "Leider ist es eingerissen."

"Dank dir." Andrea steckte rasch das Blatt in die alte Mappe.

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