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Die Stunde der Inseltöchter Roman von Morgan, Sarah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Die Stunde der Inseltöchter

Lauren liebt ihre Bilderbuchfamilie, ihr organisiertes Leben und ihr Haus in Notting Hill. Nur manchmal, wenn sie über die makellosen Wände streicht, fühlt es sich an wie ein Kartenhaus, das jeden Moment in sich zusammenfallen könnte. Dann denkt sie an die ungeheuerliche Lüge, die sie und ihre Tochter für immer entzweien würde - und an ihre Familie auf der malerischen Insel Martha's Vineyard, der sie den Rücken gekehrt hat. Lauren wahrt den schönen Schein. Doch als eine Tragödie sie für einen Sommer zurück auf ihre Heimatinsel führt, treten schicksalshafte Wahrheiten ans Tageslicht - und Lauren muss herausfinden, was Familie und Liebe wirklich bedeuten ... "Dieser Roman hat alles, was es braucht - die reinste Freude." Veronica Henry Sarah Morgan startete ihre Karriere bereits als Kind - mit einer Biografie eines Hamsters. Als Erwachsene arbeitete sie zunächst als Krankenschwester, bis sie nach der Geburt ihres ersten Kindes die Schriftstellerei erneut für sich entdeckte. Ihre Liebesromane wurden in über 30 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 15 Millionen Mal verkauft. Die preisgekrönte Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768652
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: How to Keep a Secret
    Größe: 2023 kBytes
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Die Stunde der Inseltöchter

3. Kapitel

Jenna

Sehnsucht: ein starkes oder übermächtiges Verlangen

Nicht schwanger.

Konnte es zwei niederschmetterndere Worte geben?

In dem kleinen Badezimmer ihres Drei-Zimmer-Cottages auf der Insel Martha's Vineyard ließ Jenna den Schwangerschaftstest auf den Boden fallen und widerstand der Versuchung, ihn unter ihren Füßen zu zermalmen.

Sie wollte fluchen, doch sie versuchte, so etwas sogar in der Ungestörtheit ihres eigenen Badezimmers zu vermeiden, damit es ihr nicht eines Tages vor ihrer Klasse von beeinflussbaren Sechsjährigen entschlüpfte.

Mrs. Sullivan hat Scheiße gesagt, Mommy. SCHEISSE. Es war ihr Wort des Tages.

Erst mussten wir es buchstabieren und dann einen Satz damit bilden .

Nein, fluchen kam nicht infrage, und sie würde keinesfalls anfangen zu weinen. Sie musste sich schon gegen Sommersprossen behaupten. Da konnte sie zusätzlich nicht noch rote Augen gebrauchen.

"Jenna?" Gregs Stimme drang durch die Badezimmertür. "Geht es dir gut, Liebes?"

"Alles in Ordnung. Ich komme gleich raus."

Sie starrte auf ihr Spiegelbild und verbot sich, auch nur eine der Tränen zu vergießen, die sich in ihren Augen gesammelt hatten.

Es ging ihr nicht gut.

Ihr Körper tat nicht, was er tun sollte. Seine Aufgabe bestand darin, beim ersten Versuch schwanger zu werden oder zumindest beim zweiten, das Baby neun Monate lang sorgsam zu pflegen und es dann ohne Zwischenfälle oder Drama zur Welt zu bringen.

All diese Male, die sie in einer Mischung aus Panik und Hoffnung auf den Streifen gepinkelt und gebetet hatte, dass er nicht "Positiv" anzeigen würde. Als sie das erste Mal mit Greg Sex hatte, beide ungeschickt und unbeholfen am Strand, war sie eher ängstlich als erregt gewesen. Bitte lass mich nicht schwanger sein .

Nun wollte sie unbedingt, dass der Test positiv ausfiel, und es geschah nicht.

Sie hatten den ganzen Winter lang Sex gehabt, wobei man fairerweise sagen musste, dass man auf Martha's Vineyard nicht viel anderes machen konnte, wenn die Temperaturen fielen. Sex war eine sinnvolle Alternative zur Verbrennung fossiler Energien. Vielleicht sollte sie das in der Klasse unterrichten. Hey, Kinder, es gibt Sonnenenergie, Erdwärme, Windenergie und Sex. Fragt eure Eltern danach.

Sie verbrannte im Schlafzimmer mehr Kalorien, als sie das jemals auf dem Laufband getan hatte.

Sie war zweiunddreißig.

Mit zweiunddreißig hatte ihre Mutter bereits Lauren gehabt.

Jennas Schwester, Lauren, war mit neunzehn schwanger gewesen. Sie hatte zu ihrem frisch angetrauten Ehemann kaum Ja gesagt, da verkündete sie schon, dass sie ein Kind erwartete. Jenna schien es, als wäre ihre Schwester allein durch seine Berührung schon schwanger geworden.

Und ja, das machte sie neidisch. Sie liebte ihre Schwester, doch sie hatte festgestellt, dass Liebe nicht reichte, um sich diese unangenehmen Gefühle vom Leib zu halten.

Seit ihre Mutter ihr zum sechsten Geburtstag eine Kreidetafel geschenkt und Jenna Lauren gedrängt hatte, Schule zu spielen, hatte sie Lehrerin werden wollen.

Jeder wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie ihre eigene Familie haben würde.

Zuerst war sie ganz entspannt damit umgegangen, doch mit jedem Monat, der verstrich, wuchs ihre Verzweiflung.

Sie hatte alles versucht, um ihre Chancen zu erhöhen - vom täglichen Temperaturmessen bis hin zu der Verordnung, die sie Greg erteilt hatte, nur noch weite Boxershorts zu tragen. Sie hatten Sex in jeder vorstellbaren Stellung gehabt und dazu in einigen nicht vorstellbaren, was zu einer zerbrochenen Lampe geführt hatte und Greg brummeln ließ, dass er sich wie ein Zirkusartist fühle. Nichts hatte funktioniert.

Die Ungerechtigkeit schnitt ihr ins Herz, doch noch schlimmer war das Gefühl von völ

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