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Die Töchter der Sturminsel; . Roman von Nicolai, Judith (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook
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Die Töchter der Sturminsel; .

Eine Liebe gegen alle Widerstände ... Der bewegende Roman »Die Töchter der Sturminsel« von Bestseller-Autorin Judith Nicolai als eBook bei dotbooks. Die englische Kanalinsel Guernsey unter deutscher Besatzung, 1942. Inmitten dieser dunklen Zeit wagt die junge Friederike einen Neuanfang - an der Seite ihres Mannes, einem hochrangigen Wehrmachtsoffizier, den sie vor seiner Stationierung auf Guernsey kaum kennenlernen konnte. Doch Friederikes neues Leben in dem malerischen Cottage über den Klippen am Meer entpuppt sich schon bald als große Lüge ... während sich zwischen Besatzern und Inselbewohnern ein gefährliches Spiel aus Geheimnissen, Rebellion und Unterdrückung entspinnt. Nur in Henry, dem schweigsamen Sohn eines Farmers, scheint Friederike einen Verbündeten zu finden. Die wenigen Minuten, die sie mit ihm verbringen kann, werden für sie zur kostbarsten Zeit jedes Tages. Aber darf sie Henry wirklich trauen - und ihrem Herzen? Der neue große Roman von Bestseller-Autorin Judith Nicolai: Über eine stürmische Insel, die von den Schatten des Krieges heimgesucht wird - und eine Frau, deren Mut ein strahlendes Licht in der Dunkelheit ist! Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der fesselnde Roman »Die Töchter der Sturminsel« von Bestseller-Autorin Judith Nicolai, die ihre Leserinnen bereits mit der großen »Schneetänzerin«-Saga und ihrem Familiengeheimnis-Roman »Die Frauen vom Schlehenhof« begeisterte. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Judith Nicolai wurde 1976 in Karlsruhe geboren. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bereits mit 14 Jahren. Dennoch machte sie erst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studierte anschließend Gartenbauwissenschaften. Heute lebt sie in der Nähe von Karlsruhe. Bei dotbooks veröffentlichte Judith Nicolai ihre Bestseller-Romane »Schneetänzerin - Band 1« »Das Herz der Schneetänzerin - Band 2« »Der Traum der Schneetänzerin - Band 3« »Die Frauen vom Schlehenhof« »Die Töchter der Sturminsel« Die drei Romane der »Schneetänzerin«-Saga sind auch im Sammelband »In Zeiten des Sturms« erhältlich.

Produktinformationen

    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 474
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966550314
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1890 kBytes
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Die Töchter der Sturminsel; .

Kapitel 2

Ärmelkanal, März 1942

Friederike stieß die Eisentür auf, die aus dem Bauch des Schiffs nach oben aufs Vorderdeck führte. Ein anerkennender Pfiff wehte zu ihr herüber, doch sie tat, als hätte sie nichts gehört. Vermutlich aus diesem Grund hatte der Kommandant der Monte Rosa ihr geraten, in der Kabine zu bleiben, die man ihr zur Verfügung gestellt hatte, doch sie hätte es keine fünf Minuten länger in dem engen, stickigen Metallkäfig ausgehalten, um sich herum nichts als die Wellen des Ärmelkanals, die an den Rumpf des Schiffes donnerten.

Friederike trat an die Reling und klammerte sich mit beiden Händen fest, bevor sie einen Blick nach unten wagte. Erleichtert atmete sie die frische, salzige Seeluft ein, die ihr entgegenblies und die Haare zerzauste. Die Sonne bemühte sich redlich, ein paar Strahlen durch die ausgefranste Wolkendecke zu schicken, und hinterließ veilchenrosa Streifen auf dem immer noch aufgewühlten Wasser. Ein frischer Wind wehte die Reste der Gewitterwolken zurück nach Frankreich, von wo sie dem Schiff gefolgt waren.

Friederike schloss die Augen und atmete noch ein paarmal tief ein und aus, dann öffnete sie ihre Handtasche und holte das Fläschchen Parfüm heraus, das Ulrich ihr zu Weihnachten geschickt hatte. Hoffentlich würde es den Geruch nach Erbrochenem überdecken, der ihr immer noch in der Nase hing. Nachdem sie sich ein paar Tröpfchen hinter die Ohren und auf den Kragen ihres Reisekostüms getupft hatte, steckte sie sich noch eine Pfefferminzpastille in den Mund. Das musste genügen.

Das Deck unter ihr glich einem Teppich aus feldgrauen Uniformen. Die Wehrmachtssoldaten, die genau wie Friederike an Bord der Monte Rosa auf die von Deutschland besetzten Kanalinseln verschifft wurden, beugten sich schützend über ihre Zigaretten oder spielten Karten. Einige lehnten an der Reling und sahen genauso elend aus, wie Friederike sich fühlte.

Als sie auf wackeligen Beinen ein paar Schritte über das Deck ging, scheuchte ein Offizier sie mit einer ungeduldigen Handbewegung aus dem Weg. Eine Entschuldigung murmelnd, die er bestimmt nicht mehr hörte, drückte Friederike sich wieder an die Reling. Der Geruch nach Metall und Maschinenöl, die in schroffem Ton ausgerufenen Befehle und die über ihr hängenden Schatten der Geschützstände machten sie beklommen und ließen ihr Herz schneller schlagen.

Um ihren flauen Magen zu beruhigen, drehte sie sich um und fixierte einen Punkt am fernen Horizont. Tief atmete sie die kühle, feuchte Seeluft ein und konzentrierte sich ganz auf den blassen, gelbbraunen Streifen Land, der rasch näherkam.

Friederike vergaß ihre Übelkeit, als das Schiff sich der Insel Guernsey so weit genähert hatte, dass sie Einzelheiten erkennen konnte. Obwohl es in Deutschland immer noch Winter war, trugen die Bäume hier bereits zartgrünes Frühlingslaub, die Fassaden der Häuser, noch klein wie Briefmarken, leuchteten in der Sonne. Friederike warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Nicht mehr lange, dann würde sie Ulrich wiedersehen.

Jochen schüttelte den Kopf und verzog angewidert das Gesicht. »Mensch, Florian, du stellst dich an wie ein Mädchen. Soll ich dir die Haare zurückhalten und dich Florentine nennen?«

Florian hob den Kopf und wischte sich mit dem Handrücken über die Lippen. »Von mir aus«, stöhnte er, als er sich wieder dazu in der Lage fühlte, den Mund zu öffnen. »Wenn du willst, kannst du es auch auf meinen Grabstein meißeln. Ich glaube nicht, dass ich es noch lange mache.« Er unterdrückte ein nicht gerade mannhaftes Wimmern, als ihn wieder eine Welle der Übelkeit überrollte.

»Solange du nur nicht gegen den Wind kübelst.« Jochen zündete sich eine Zigarette an. »Mach dir nichts draus, Junge. Es kann nun mal nicht jeder seefest sein. Am besten, du atmest tief durch und konzentrierst dich auf den Horizont. Da vorne kann man schon eine von den Inseln sehen - ich glaube, das ist Guernsey!«

Florian

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