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Die Töchter des Pflanzenjägers Roman. von Mueller, Roland (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.05.2014
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die Töchter des Pflanzenjägers

Ein 'fesselnder Historienroman' (Für Sie) voller Dramatik: Entdecken Sie 'Die Töchter des Pflanzenjägers' von Roland Mueller jetzt als eBook. Bremen, 1854: Für eine seltene Orchideenart ist der besessene Pflanzenjäger Gottfried Wilhelm Hegenberg bereit, in den noch unerforschten Regenwald Neuseelands zu reisen. Gemeinsam mit seinen Töchtern Maria und Katharina durchquert er das wilde, gefährliche Land der Maoris. Doch Hegenberg hat nicht mit dem Freiheitsdrang seiner Töchter gerechnet, und so wird die Suche nach der kostbaren Blume bald zu einem Kampf um Leben und Tod ... Pressestimmen: 'Ein Buch, das man kaum aus der Hand legt.' Aachener Zeitung 'Ein historischer Roman voller Abenteuer und Dramatik!' Rostocker Sonntag 'Atemberaubende Geschichte einer Besessenheit.' Lenz Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die Töchter des Pflanzenjägers' von Roland Mueller. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roland Mueller, geboren 1959 in Würzburg, lebt heute in der Nähe von München. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitete in der Erwachsenenbildung, als Rhetorik- und Bewerbungstrainer und unterrichtet heute an der Hochschule der Bayerischen Polizei. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Bei dotbooks erschienen bereits Roland Muellers historische Kinderbücher 'Die abenteuerliche Reise des Marco Polo' und 'Der Kundschafter des Königs' und seine historischen Romane 'Der Goldschmied', 'Das Schwert des Goldschmieds', 'Die Töchter des Pflanzenjägers' und 'Der Fluch des Goldes' und die historische Serie 'Der Clan des Greifen', die folgende Bände umfasst: 'Die Begegnung. Staffel I - Erster Roman' 'Der Pakt. Staffel I - Zweiter Roman' 'Das Vermächtnis. Staffel I - Dritter Roman' 'Das Erbe. Staffel I - Vierter Roman' 'Die Rache. Staffel I - Fünfter Roman' 'Das Spiel. Staffel I - Sechster Roman' 'Die Hexe. Staffel II - Erster Roman' 'Der Betrüger. Staffel II - Zweiter Roman' 'Der Greif. Staffel II - Dritter Roman' 'Die Verfolgten. Staffel II - Vierter Roman' 'Die Braut. Staffel II - Fünfter Roman' 'Die Liebenden. Staffel II - Sechster Roman'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 369
    Erscheinungsdatum: 22.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955206222
    Verlag: dotbooks
    Größe: 425kBytes
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Die Töchter des Pflanzenjägers

"Maria?"
Sie zuckte zusammen, und ihr Herz begann zu schlagen, schneller und schneller.
"Was machst du nur wieder?", schallte es ungeduldig und zugleich fordernd. Könnte eine Stimme schneiden wie ein scharfes Messer, dann müsste Maria längst mit lauter Narben und noch mehr frischen Wunden herumlaufen. Dabei trug sie Spuren von dem viele Male in grobem Ton Gesagten, da wo es niemand sieht. In ihrem Herzen und in ihrem Bewusstsein als Kind und älteste Tochter, als junge Frau und als Mensch. Die Stimme ihres Vaters. Maria fürchtete sie allein bereits mehr als irgendetwas auf der Welt, und sie konnte sich nicht erinnern, dass es je anders gewesen wäre.
"Nichts, Vater, nichts, ich ...", stammelte sie.
Sie hörte sich und ihre Worte. Doch für sie klangen sie wie von weither gesagt, und sie begann zu zittern. Dieses Zittern! Dagegen konnte sie sich genauso wenig wehren wie gegen die ständige Furcht vor seinen ungeduldigen Fragen, denn es fiel ihr, wie so oft, keine passende Antwort ein. Wenn überhaupt, gelang eine Antwort eher ihrer jüngeren Schwester Katharina. Deren Furcht vor dem Vater war genauso groß, aber sie war die Jüngere und ihm mehr zugetan. Ein wenig nur, denn genau wusste es niemand. Über "solche Dinge" sprachen sie nicht im Hause Hegenberg.
"Nichts? Das ist doch wohl nicht dein Ernst, Maria?"
Die Stimme. Sie hörte ihren Vater fragen, und der Tonfall in seiner Frage war ungläubig und dann, wie immer, ein wenig höhnisch. Das Herzklopfen war immer noch da. Sie ahnte, es würde sich noch steigern bis zu dem Moment, von dem sie wusste, dass sie in Ohnmacht fallen würde. Wenn sie wieder erwachte, würde sie irgendetwas Scharfes riechen und ihren Vater durch diesen Nebel hören, wenn er tobte, vor lauter Wut. Sie solle nicht so hysterisch sein, schrie er dann, verließ den Raum und schlug die Türen hinter sich zu. Aber die Ohnmachtsanfälle waren in letzter Zeit nicht mehr so häufig gewesen wie in den Jahren zuvor.
Seine Ungeduld rührte von einer Ruhelosigkeit, die diesen – wie jeden – Raum des Hauses füllte bis zu seiner hohen Decke. Wie etwas, was man nicht greifen konnte und das doch da war, schien sie an den mächtigen Bücherregalen aus fast schwarzem Holz an den Wänden ringsum zu haften, hartnäckig zu kleben wie alter Schmutz. Sie stand vor dem Stehpult, alle Glieder angespannt, den Kopf über ein Buch gesenkt. Ihre Nasenspitze berührte fast die Seite, so als wolle sie den Geruch des Papiers und selbst das Geschriebene einatmen, gleichsam aufsaugen.
"Hast du es endlich gefunden?"
Da war sie erneut, diese wartende Ungeduld, leise, nur mühsam beherrscht, aber unerbittlich fordernd. "Noch nicht, Vater", müsste sie nun antworten, "noch nicht, aber gleich, ich ... ich suche noch."
"Du suchst? Immer noch?"
Diese oder eine ähnliche Frage würde sogleich kommen, durch die Nase schnaubend, höhnisch und zugleich wütend über das Unvermögen seiner älteren Tochter.
"Was kann so schwer sein, einen simplen Namen zu finden? Rafflesia arnoldii!"
"Ich weiß, Vater, ich weiß doch."
"Dann finde sie endlich, ich warte!"
Sie wusste, diesen väterlichen Befehl zu missachten, war eine Unmöglichkeit, für die es in ihrem Leben keine Vorstellungskraft gab. Die Liste der Eigenschaften, die den Umgang mit ihrem Vater so schwierig machten, war endlos, und seine Ungeduld stand gleich an vorderster Stelle.
Maria hörte es deutlich, ganz deutlich, das Geräusch seiner schweren Schritte auf dem blanken Holzboden, kurz und hart, wenn er mit

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