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Die Tempelritter-Saga - Band 20: Die Stunde des Rächers von Gerwald, Mattias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
4,99 €
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Die Tempelritter-Saga - Band 20: Die Stunde des Rächers

'Wenn die Stunde der Rache Gottes gekommen ist, werden wir strafen und das Böse ausmerzen': 'Die Tempelritter-Saga' jetzt als eBook bei dotbooks. Der Tempelritter Henri de Roslin und seine Freunde erhalten einen verzweifelten Hilferuf aus London: Ihr Freund Joshua benötigt dringend ihre Unterstützung in einer Angelegenheit, die er nur persönlich mitteilen kann. Also reisen die Gefährten in die englische Metropole. Doch als sie dort eintreffen, fehlt von Joshua jede Spur. Wurde er entführt? Sie begeben sich auf eine gefährliche Suche - bei der sie auf einen alten Widersacher treffen, der den Tag seiner grausamen Rache jahrelang herbeigesehnt hat und nun endlich gekommen sieht ... Die Tempelritter, der mächtigste Orden des Mittelalters: Eine packende Abenteuer-Saga, die mehrere Kontinente und Jahrzehnte umspannt! Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Mattias Gerwald ist das Pseudonym des Erfolgsautors Berndt Schulz, dessen Kriminalreihe rund um den hessischen Ermittler Martin Velsmann ebenfalls bei dotbooks erscheint: 'Novembermord', 'Engelmord', 'Regenmord' und 'Frühjahrsmord'. Er lebt in Frankfurt am Main und in Nordhessen. Unter dem Namen Mattias Gerwald veröffentlichte er historische Romane, in denen entweder eine außergewöhnliche Persönlichkeit oder ein ungewöhnliches historisches Ereignis im Mittelpunkt steht. Er gilt als Experte für die Geschichte der europäischen Mönchsritterorden. Bei dotbooks erschienen 'Die Geliebte des Propheten', 'Das Geheimnis des Ketzers', 'Die Entdecker', 'Die Sternenburg', 'Die Gottkönigin' und 'Die Gesandten des Kaisers'. Für die Tempelritter-Saga schrieb Mattias Gerwald folgende Bände: Die Tempelritter-Saga - Band 5: Die Suche nach Vineta Die Tempelritter-Saga - Band 8: Das Grabtuch Christi Die Tempelritter-Saga - Band 9: Der Kreuzzug der Kinder Die Tempelritter-Saga - Band 18: Das Grab des Heiligen Die Tempelritter-Saga - Band 20: Die Stunde des Rächers Die Tempelritter-Saga - Band 24: Die Säulen Salomons

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 290
    Erscheinungsdatum: 28.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955208318
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 933kBytes
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Die Tempelritter-Saga - Band 20: Die Stunde des Rächers

2

Sommer 1321. Die geheime Synagoge

Joshuas neue Brille rutschte nicht mehr. Sie hatte einen Kupferbügel und saß fest auf seiner schlanken Nase. Joshua war froh darüber, dass er jetzt lesen konnte und gleichzeitig schreiben oder einen Apfel essen. Er musste das Augengestell nicht mehr festhalten.

Er hatte seinem Freund Henri vor sieben Monaten einen Brief nach Roslin geschrieben. Joshua stellte sich vor, wie Henri das an ihn adressierte Schreiben in der Burg erhalten und das Pergament begierig, vielleicht auch mit Sorge, aufgerissen hatte. Wie er sich beim Anblick der vertrauten, schwungvollen, aber gleichmäßigen und sehr akkuraten Handschrift freute. Es musste wohl im November gewesen sein, als er den Brief erhalten hatte, kaum früher. Seitdem erwartete Joshua den Freund. Mehr als ein halbes Jahr war inzwischen vergangen, und er hatte keine Antwort erhalten. Jetzt wurde er mit jedem Tag unruhiger.

Joshua hoffte, dass Henri bei bester Gesundheit war. In diesen Tagen war das nicht gewiss. Denn die Lage war angespannt. Ein langer, furchtbarer Krieg drohte. Frankreich und England suchten allem Anschein nach nur noch nach Gründen, um ihre Armeen in Bewegung zu setzen. Außerdem munkelte man von einer neuen Seuche, die alles dahinraffte.

Joshua hatte Henri gebeten, nach London zu kommen, damit er ihn nach York begleitete, um ihm dort zur Seite zu stehen, wenn er für eine jüdische Untergrundgemeinde eine geheime Synagoge einweihte. Im September sollte es so weit sein. Joshua war sich bewusst, dass er sich mit seinem Tun in höchste Gefahr begab, denn Juden war es in England bereits seit zwölf Jahren verboten, ihren Glauben auszuüben. Daher war ihm Henris Beistand wichtig.

Am Morgen hatte Joshua in Londons Straßen ein Kind singen hören: "Flüsse und Quellen, einst sauber und klar, sie haben sie vergiftet ..." Er wusste sogleich, wer mit sie gemeint war: die Juden, die ewigen Sündenböcke. Lange Zeit war es ruhig geblieben in London. Das erneute Aufflackern solcher Gassenlieder verhieß sicher nichts Gutes. Daher hatte sich Joshua beeilt, seinen Brüdern von dieser Entwicklung zu berichten.

Die unzähligen ungepflasterten Gassen Londons waren an diesem Tag nach einem erneuten Regenguss aufgeweicht, und Joshua fragte sich, ob jemals eine Zeit kommen würde, in der sich das änderte. Er sprang mit großen Schritten über Pfützen hinweg, wobei er seine Brille gut festhalten musste, damit sie ihm nicht von der Nase fiel und zerbrach. Trotz aller Bemühungen trat er allerdings so manches Mal mitten in eine der Pfützen hinein. Je näher er der Themse kam, die er überqueren musste, desto mehr nahm das Gewimmel der Hafenarbeiter zu, die Waren zwischen den Lagerhäusern und dem Kai hin- und hertrugen. Es roch angenehm nach Harz und Teer, Holz und Wasser. Aber am Flussufer waren die Wege noch schlammiger, sie bestanden nur aus zähem, braunem Morast, in dem die Arbeiter mühsam herumstaksten.

Am Kai lagen die Schiffe dicht an dicht, ihre Masten schienen miteinander zu sprechen, sie neigten sich und beugten sich zur anderen Seite. Einige Stege, die zu den Ladeluken führten, waren unter den schweren Lasten abgesunken und mussten repariert werden. Joshua überquerte die einzige Brücke über den Fluss, die beidseitig von einer Häuserzeile gesäumt war, und betrat den Boden der südlichen Vorstadt. Hier befand sich die geheime Synagoge, die Joshua mit seinen Glaubensbrüdern im letzten Jahr eingeweiht hatte. Und jetzt sollte eine zweite dieser Art in York entstehen.

Jenseits der Themse, in Southwark, herrschte ein weniger geschäftiges Treiben, fast ländliche Ruhe lag über den flachen Häusern, nur manchmal bellten Hunde. Joshuas Freund Jeremias wohnte hier allein in einem alten Fachwerkhaus. Es stand ein wenig nach hinten versetzt in einer Straße mit kleinen Gärten und bot mit seinen rot angemalten Pfosten, die mit Weidenruten verflochten und mit braunem Lehm bedeckt waren, eine

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